Im boomenden Lebensmittel-Onlinehandel gibt es nicht nur Gewinner. Eher früher als später wird sich die Frage stellen, wie viele Anbieter der Markt verträgt. Der Zeitpunkt könnte gekommen sein. 

///// HANDEL NATIONAL
Bünting kauft Allyouneed Fresh
Die norddeutsche Handelsgruppe Bünting (myTime.de) kauft sich den Webshop Allyouneed Fresh von Delticom, das sein E-Food Abenteuer (darunter der eingefrorene Webshop Gourmondo) abwickelt. Die Marke Allyouneed Fresh wird zu Gunsten von myTime eingestellt, weiß der Supermarkt-Blog. Bünting hofft, dass die Kunden umziehen.

Bonus App von Müller kommt
Müller Drogerie hat zunächst in Österreich ein rein digitales Loyalty-Programm gestartet. Die Bonus-App soll ab Ende Juni auch in Deutschland verbreitet werden, meldet die Lebensmittel Zeitung.

Zalando will sauberer werden
Zalando setzt seine Nachhaltigkeitsstrategie fort und will die Treibhausgas-Emissionen reduzieren. Bis 2025 soll der betriebliche CO2-Ausstoß um 80% reduziert werden. Bei der Eigenmarkenproduktion sind 40% geplant.

///// INTERNATIONAL

Amazon plant Sommerschlussverkauf
Mit dem Arbeitstitel "Biggest Sale in the Sky" plant Amazon offenbar für den 22. Juni ein Mega-Schnäppchen-Event. Laut CNBC sollen zum mehrtägigen Schlussverkauf vor allem Mode-Händler geladen werden, die einen Preisnachlass von mindestens 30% anbieten.


///// TRENDS & TECH


Einkauf von Lebensmitteln wird digitaler
In Deutschland zeigt sich ein langfristiger Trend zu mehr Lebensmitteleinkauf im Internet. Ein Drittel der Befragten (33 %) gibt in einer Umfrage von Blue Yonder an, während der Krise mehr Lebensmittel online zu kaufen. 67% wollen das auch nach der Krise tun. Insgesamt sind seit Beginn der Krise die Ausgaben für Lebensmittel gestiegen. Mehr als 40% geben an, hierfür mehr auszugeben.

Zoom wächst gewaltig
Wie sehr wir alle im Videokonferenz-Modus stecken, spüren wir täglich. Zoom sieht das am Umsatz. Der Umsatz des Anbieters stieg im ersten Quartal auf 328,2 Millionen Dollar, ein Plus von 169%. Gewinn: 27 Millionen Dollar. Wurden im Dezember noch zehn Millionen Videokonferenzen am Tag abgehalten, sind es inzwischen 300 Millionen.

Favorit der Leser
Weil die Kunden in der Coronakrise anders oder sogar weniger einkaufen, haben viele Onlinehändler ein Problem: Ihre Läger sind voll. Wohin mit der Ware? Restbestände effizient auflösen ist eine Kunst, nicht nur zu Coronazeiten. Wie man so etwas schafft, ohne seinen guten Namen als Händler zu verramschen, sagt unser Gastautor Stefan Becker, Senior Sales Manager DACH bei der Experienceplattform Exponea.