Liebe Leserin, lieber Leser, Amazon eröffnet neue Läden, Tesla schließt seine Läden. Um sich darüber klar zu werden, dass es im Handel keine pauschalen Antworten und schon gar keine allgemeinen Lösungen gibt, genügt ein Blick ins heute Morning Briefing.

Tesla schafft Läden ab
Tesla will künftig auf seinen Mini-Läden in Innenstädten fast vollständig verzichten und Autos nur noch online verkaufen. Das geht bei dem Autobauer in der Tat schon jetzt sehr simpel. Tesla will damit zudem Geld sparen. Und so sehen Kritiker darin vor allem ein Krisenzeichen. Gerade auch angesichts des Starts des eher massenmarkttauglichen Modell 3. Fanboys werten das indes als Zeichen für den bevorstehenden Paradigmenwechsel im Autohandel. Recht haben beide. Die einen kurzfristig, die anderen langfristig.  

Mister Spex wirbt mit Brillenalltag
Mister Spex zeigt sich mit einer neuen TV-Kampagne bei ProSieben, Sat.1, RTL, Vox und RTL II sowie auf kleineren Spartenkanälen (Kreativagentur Dog Ear Films), ab April folgen die Schweiz, Österreich und Schweden. Der Online-Optiker entwickelt seinen bisherigen Spot-Fokus auf den Brillenkaufprozess weiter und setzt auf verschiedene Alltagssituationen seiner Kunden. So sieht man sie zuhause oder im Büro bei der virtuellen 3D-Anprobe genauso wie beim Ausprobieren der kostenlosen Ansichtsbestellung von Mister Spex.

Amazon-Subunternehmer in der Kritik
Laut Spiegel arbeitet Amazon womöglich mit Subunternehmern und Sub-Subunternehmern bei der Lieferung zusammen, die Flüchtlinge beschäftigen, aber nicht bezahlen oder zumindest nicht korrekt entlohnen

Lidl kommt mit Rabatt-App
Die Lebensmittel Zeitung sieht die Rabatt-App "Lidl Plus" vor dem baldigen Start in Deutschland. Die Smartphone-Lösung erlaubt individualisierte Angebote.

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INTERNATIONAL

Amazon plant neue Supermarktkette
Jenseits von Whole Foods plant Amazon laut WSJ eine weitere Supermarktkette. Der erste Laden soll demnach noch in diesem Jahr in Los Angeles eröffnen. Pläne gibt es auch für San Francisco, Seattle, Chicago, Washington, D.C. und Philadelphia. Das Ladenkonzept soll preisorientierter ausgerichtet sein als das Premium-Konzept von Whole Foods. 

Amazon verliert bei Kundenzufriedenheit
Laut einer Kundenzufriedenheitsstudie in den USA ist Amazon dort nicht mehr der Maß aller Dinge.  Erstmals verliert Amazon seinen Spitzenplatz an die Handelskette Costco. Das zeigt zweierlei: die Verfolger werden besser und Amazon kann die hochgesteckten Erwartungen nicht mehr erfüllen.

Shöpping in der Krise
Die Post-eigene Plattform "Shöpping" kommt aus den roten Zahlen nicht heraus. 500 Händler bieten auf der Plattform der österreichischen Post ihre Waren an. Noch hält man aber an dem 2017 gestarteten Marktplatz fest. Beobachter aus Deutschland erinnern sich da an DHL und die Versuche mit MeinPaket.de und dann unter dem Namen Allyouneed. Die waren auch endlich. Hatten aber nicht einen so albernen Namen. 

Post legt Lieferroboter auf Eis
Die Schweizer Post beendet ihre 2016 gestarteten Tests mit den Lieferrobotern von Starship. Das Projekt wird erstmal beerdigt. Grund sei, dass die autonomen Bollerwagen nur in Begleitung eines Aufpassers durch die Stadt fahren dürfen. Ohne die konnte es zudem teilweise brenzlig auf den Straßen werden.

TRENDS & FAKTEN

Lyft vor Börsengang
Uber-Rivale Lyft reicht seinen Antrag für den Börsengang ein und enthüllt dabei einen Verlust von fast einer Milliarde Dollar in 2018. Der Umsatz wurde 2018 auf 2,2 Milliarden Dollar verdoppelt.

eBay vor Spaltung
Auf Druck von Hedgefonds prüft eBay den Verkauf der Online-Ticketbörse Stubhub und des Kleinanzeigengeschäfts. Die Börse belobigt die Pläne mit steigendem Aktienkurs.

Start-up des Tages
Das Start-up Authada macht das Smartphone zum Lesegerät für den Personalausweis. Das Tech-Unternehmen aus Darmstadt bietet Identifizierungs- und Signaturverfahren für das Zeitalter der Digitalisierung – rechtssicher, eIDAS-konform und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.

Favorit der Leser am Vortag
Der Lidl-Chef sagt, Trends könne man auch mal erst beobachten. Wenn er sich da mal nicht vertut. Denn Schweizer Handelsforscher prognostizieren, dass der klassische Einzelhandel in Zukunft kaum noch gebraucht wird. Das finden Sie ketzerisch? Na, dann fragen Sie doch nur mal den Tesla-Chef, was er davon hält.

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