Liebe Leserin, lieber Leser, wer mit Handelsmanagern im Lebensmittel-Onlinehandel spricht, mag sich zuweilen Sorgen machen, dass sie (die Unternehmen, nicht die Manager) vor dem Burn out stehen. Es will sich nichts so recht bewegen bei E-Food. Walmart stören solche Sorgen nicht. Da setzt man derzeit weiter alles in Bewegung, um eine Lösung für die letzte Meile im LEH zu finden.


Apotheke darf Medikamente bei Amazon verkaufen
In der Pharma-Branche steigt die Nervosität. Nach einem Urteil des Landgerichts Magdeburg darf eine Apotheke aus dem Harz weiter über Amazon rezeptfreie, apothekenpflichtige Medikamente vertreiben. Ein Urteil, das auch für Amazon eine Vitalspritze sein könnte. Die Apotheken-Umschau sollte sich also mit ihren Plattform-Plänen nicht allzu viel Zeit lassen.

HelloFresh wirkt frischer
Bequemlichkeit und sinkende Kochkompetenz spielen HelloFresh in die Hände und sorgen 2018 für ein Umsatzplus von etwa 41 Prozent auf knapp 1,28 Milliarden Euro. Damit ist das Wachstum höher als erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich zudem auf 54 bis 58 Millionen Euro belaufen. Das ist deutlich weniger als Beobachter bei all den Gutscheinen erwarten würden.

Globus digital noch unrund
Steinig ist der Weg für Globus in den Onlinehandel. Die geplante Kooperation mit dem Lebensmittel-Lieferdienst Food.de verzögert sich weiter. Eigentlich wollte man schon im Sommer loslegen. Neuer Startermin? Unklar. Außerdem hat der Chief Multichannel Officer den Händler verlassen, meldet die Lebensmittel Zeitung.

Amazon bietet Kosmetik-Eigenmarke
Je nach Sichtweise und Rechenart ist Amazon auf dem Weg zum Mode-König im Web oder auch schon längst dort angekommen. Dafür sorgen auch Eigenmarken wie das Fashion-Label find.. Mit Punkt am Ende. Weil Beauty ja zu Mode passt, gibt es dafür nun auch eine Make-up Kollektion

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INTERNATIONAL

Wenig Wachstum für LeShop und coop@home
In Online-Geschäft mit Lebensmitteln konnte LeShop im vergangenen Jahr um 1,9% zulegen und bringt es auf 184 Millionen Schweizer Franken. coop@home bringt es auf ein Wachstum von 6,7% und 152 Millionen Euro. Die von Carpathia zusammengestellten Zahlen zeigen, wie hart in der Schweiz um jedes Quentchen Wachstum gekämpft werden muss. Für das doch noch recht junge Segment sind die Zuwachsraten nämlich eher Diät. Aber angesichts der Kosten und der Prozess-Probleme gibt es weder in der Schweiz noch im deutschen Handel jemanden, der sich über einen Über-Nacht-Erfolg freuen würde.

Walmart testet weitere Liefer-Start-ups
Wie bekommt man die letzte Meile gewuppt und bezahlt? Es ist vielleicht die wichtigste Frage im Onlinehandel mit Lebensmitteln. Eine Antwort hat auch Walmart noch nicht. Also probiert man so ziemlich jedes Start-up aus, das die Antwort wissen könnte. Stand heute sind das: Point Pickup, Skipcart, AxleHire, Roadie, die gerade neu dazu gekommen sind, sowie DoorDash, Postmates und Deliv. Womöglich ist die Liste unvollständig.

Warnwesten warnen Roboter vor Amazon-Mitarbeitern
Wie clever sind die Roboter in den Fulfillment-Centern von Amazon? Nicht sehr. Laut Techchrunch sollen die Mitarbeiter jetzt spezielle Warnwesten tragen, damit die Roboter sie besser erkennen und ihnen nicht über die Füße fahren.

TRENDS & FAKTEN

Lukasz Gadowski tritt mit E-Roller an
Zwei Schlagzeilen Seite an Seite im Handelsblatt online dieser Tage, die gut zueinander passen könnten: Hier "Wie der Procter & Gamble-Chef dem Plastikmüll den Kampf ansagt", dort "Delivery-Hero-Gründer startet Verleih von E-Tretrollern". Hoffen wir mal, das Lukasz Gadowski (Ex-Spreadshirt) mit dem Start-up „Flash“ und dem Verleihgeschäft mit E-Tretrollern nicht wie der Blitz einschlägt. Im Silicon Valley nervt nämlich schon der Hype um die E-Scooter. Zwar steigen die Start-ups dort auf Fabelbewertungen, aber sie produzieren auch jede Menge Schrott, sorgen für wütende Passanten, Radfahrer und Anwohner. Nicht das der P&G-Boss auch hier böse werden muss.

Start-up des Tages
Fashion Cloud sieht sich als die Antwort auf eine Herausforderung, die der Wholesale im Zuge der Digitalisierung zu meistern hat: eine Onlinepräsenz inklusive qualitativem Content sowie ein einmaliges Einkaufserlebnis am POS.

Favorit der Leser am Vortag
Krisenzeichen, heißt es, die gebe es jetzt für 2019 überall zu sehen. Das hat Folgen für Konsum und Handel. Aber: Gegessen wird immer. Die Frage ist nur was? Aber auch da sind wir Deutschen Krisen- und Konsum-erprobt.

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