In Deutschland wird über die Änderungen und Aussetzungen der meisten Coronabestimmungen diskutiert, die Länder sind unzufrieden. Was dabei aber untergeht, ist die Impfkampagne, was sich auch an der schwachen Resonanz des neuen Novavax-Impfstoffs zeigt. Auch die Diskussion über die Impfpflicht befindet sich im Leerlauf, eine Einigung zeichnet sich nicht ab. Der HDE fordert die Politik aber genau zu dieser Einigung auf. Notwendig sei politische Geschlossenheit, erklärt Geschäftsführer Stefan Genth. Die Pflicht müsse zügig umgesetzt werden, der nächste Rückschlag in Herbst und Winter drohe bereits. Es sei inakzeptabel, wenn der Handel dann wieder Sonderopfer bringen müsse, weil die politische Entschlossenheit gefehlt habe.

///// HANDEL NATIONAL
Auto1 mit höherem Umsatz und höherem Verlust
Auto1 kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Online-Autohändler konnte den Umsatz 2021 um deutliche 67 Prozent steigern. Insgesamt erreichte der Umsatz einen Wert von 4,8 Milliarden Euro, berichtet die Wirtschaftswoche. Danach sei es für die Gebrauchtwagenplattform im vierten Quartal sogar um 99 Prozent nach oben gegangen. Verbessert habe sich auch die Zahl der verkauften Autos, der Anstieg liege bei 31 Prozent auf knapp 597.000 Fahrzeuge. Allerdings sei Auto1 weiterhin nicht profitabel, der Ebitda liege bei minus 107,1 Millionen Euro, im Vorjahr hatte das Unternehmen noch minus 15,2 Millionen Euro angegeben. Als Grund für das größere Minus habe der Online-Anbieter hohe Investitionen angegeben. Die Prognose für 2022 liege auf einem Umsatzplus zwischen 19 und 42 Prozent.

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Biorena startet in München
Und der nächste Lieferdienst rollt vom Hof. Kaum hat Frischepost in München aufgegeben, startet mit Biorena ein neuer Service, der sich auf die Auslieferung von Biowaren spezialisiert hat. Das junge Unternehmen konzentriert sich auf biologische und regionale Lebensmittel, es gehe nach Unternehmensangaben darum, "Stadt und Land mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln zu verbinden", heißt es in der Gründerszene. Die rund 2.000 Lebensmittelprodukte, die mit E-Fahrzeugen zu den Kunden transportiert werden, stammten von mehr als 100 Höfen rund um München. Die Produkte würden vor der Auslieferung ohne Plastik verpackt. Zu den Investoren in das Start-up gehöre Picus Capital mit einer siebenstelligen Summe.

DHL Global Forwarding, Freight übernimmt J.F. Hillebrand
Der Seefrachtspezialist J.F. Hillebrand Group AG befindet sich nun endgültig zu 100 Prozent unter dem Dach der DHL Global Forwarding, Freight. Nach der Beendigung der Überprüfungen durch die Kartellbehörden ist die Transaktion nach Angaben der DHL Group abgeschlossen. Das neue Unternehmen firmiert in Zukunft unter dem Namen Hillebrand Gori, a DHL Company und soll sich auf die Logistik von Getränken, Bier, Wein und Spirituosen spezialisieren. Die im August 2021 angemeldete Transaktion hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Hillebrand soll mit dem Spezialisten für die Logistik von Wein und Spirituosen, Gori, eng zusammenarbeiten.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Threads Styling erhält Kapitalspritze
Die Luxus-Plattform Threads Styling mit Sitz in London hat neue Investoren gefunden. Tech.eu schreibt, dass vier Geldgeber mit insgesamt zwölf Millionen US-Dollar einsteigen werden. Das Unternehmen plane mit der Kapitalspritze einen Ausbau des Produktangebots, eine Forcierung der neuen Plattform und weitere Veranstaltungen für Live-Shopping. Ziel sei es, den Einkauf von Luxusgütern auf die nächste Generation anzupassen. Dazu gehörten individueller Service über die sozialen Medien und ein Verkauf mit Hilfe von Chats.

Amazon baut Versorgungszentrum für Flüchtlinge auf
Amazon hat in der Slowakei ein Versorgungszentrum zur Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine aufgebaut. Nach einer Meldung bei Tamebay hat die Halle eine Lagerfläche von rund 5.000 Quadratmetern und diene zum Sammeln, Sortieren, Verpacken und dem Versand der Hilfsgüter. Gesammelt würden dort Materialien für Unterkünfte, Hygieneartikel, Decken, Kleidung und Spenden, die dann Organisationen wie Save The Children oder das Rote Kreuz erhielten. Der Konzern wolle damit einen schnelleren Transport der Güter aus Polen, Ungarn, der Slowakei, Rumänien, Moldawien und der Tschechischen Republik erreichen.

Was Händler und Marken beim Schritt nach China beachten müssen
Der Zugang zum Reich der Mitte scheint für deutsche Unternehmen nach der Pandemie-Pause wieder etwas leichter geworden zu sein - die Eroberung des riesigen Marktes allerdings eher schwieriger. Noch zieht "Made in Germany" dort, doch einheimische Marken holen auf. Chinesische Verbraucher stellen außerdem ganz eigene Ansprüche an Produktpräsentation, Beratung und Service.


///// TRENDS & TECH

Shopify verknüpft Kanäle mit Linkpop
Shopify hat ein neues Tool integriert, durch das die Händler unterschiedliche Verkaufskanäle miteinander verknüpfen können. Mit dem Link-in-Bio-Tool Linkpop haben die Händler die Möglichkeit, die Links an einem Ort zu konzentrieren und direkt auf den Plattformen zu verkaufen, heißt es bei Internet World. Die Nutzer erhielten mit der neuen Anwendung die Möglichkeit, im Angebot des Händlers zu suchen und auf der Social-Media-Plattform zu kaufen. Ziel sei es, eine Verbindung von Kreativität, Community und Handel zu realisieren, erklärt Shopify. Die Links, die der Handel in den sozialen Medien setze, würden so vereinheitlicht. Linkpop übernehme eine Synchronisation der shoppable Links und der Produkte des Händlers.

Ifo verringert die Konjunkturprognose
Corona und Lieferkettenprobleme wirken sich weiterhin auf die deutsche Wirtschaft aus, nun führt auch der Ukraine-Krieg zu einer Verringerung des Wirtschaftswachstums. Das Ifo Institut hat die Faktoren für die neue Konjunkturprognose in zwei Szenarien einberechnet, die nun nur noch innerhalb einer Spanne von 2,2 bis 3,1 Prozent liegt. Im Dezember betrug der Wert noch bei 3,7 Prozent. Einen Anstieg erwarten die Wirtschaftsforscher dagegen bei der Inflation. Nach einer Rate von 3,3 Prozent im Dezember, rechnen sie nun mit einer Spanne zwischen 5,1 und 6,1 Prozent. Als Grund für die wesentlich schlechteren Zahlen nennt das Institut eine erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit und einen Kaufkraftverlust von sechs Milliarden Euro bereits im ersten Quartal, ausgelöst durch den Anstieg der Verbraucherpreise.

Datenschutz steht bei Verbrauchern ganz oben
Der Datenschutz ist und bleibt ein Dauerbrenner, besonders in Deutschland. Dies belegt auch eine Studie des Digital-Experience-Spezialisten Optimizely unter 5.000 Personen in fünf Ländern. Für 87 Prozent der deutschen Verbraucher stehe der Datenschutz an der Spitze, 79 Prozent wünschten sich eine "Digital Experience", in der ihre Bedürfnisse eine entsprechende Rolle spielten. 75 Prozent forderten von den Unternehmen, dass sie sich besser auf aktuelle Entwicklungen einstellen und sie integrieren. Hier zeigten die Unternehmen nach Einschätzung von 94 Prozent der Führungskräfte Defizite. Angestiegen seien die Erwartungen der Verbraucher an die Markenerlebnisse, sie spielten heute für 61 Prozent eine wichtige Rolle. Die Kunden bevorzugten benutzerfreundliche und nahtlose Prozesse.


///// NACHHALTIGKEIT

IEA fordert Bestand der Klimaziele
Die Energieprobleme als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine sind bislang nur in einigen Bereichen zu spüren, doch eine Umstellung auf und eine Verstärkung der fossilen Energieträger stellt eine Gefahr für die Klimaziele dar. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) fordert dazu auf, diese Ziele nicht zu vernachlässigen, sondern an ihnen festzuhalten. Sie dürften "nicht Opfer der russischen Aggression werden", zitiert die Wirtschaftswoche IEA-Direktor Fatih Birol. Die Erholung der Weltwirtschaft 2021 habe zum höchsten CO2-Ausstoß geführt. Das Klima warte nicht, erklärte US-Energieministerin Jennifer Granholm auf der IEA-Ministertagung. "Wir machen uns keine Illusion über das, was uns erwartet, es wird schwierig und es dauert Zeit."