In den USA ist die Diskussion über Abtreibungen, die seit Monaten in diversen Staaten läuft, nun auf nationaler Ebene wieder losgebrochen. Nach einem Medienbericht will der Oberste Gerichtshof das Recht auf Abtreibung kippen. Amazon ist schon kurz vor der Veröffentlichung des Berichts aktiv geworden und will nun schwangere Mitarbeiterinnen unterstützen. Sie bekommen innerhalb der betrieblichen Krankenversicherung eine Zuzahlung von bis zu 4.000 US-Dollar im Jahr zu den Reisekosten für medizinische Behandlungen, die nicht in der Nähe des Wohnorts verfügbar sind. Dazu gehören ausdrücklich auch Abtreibungen. Amazon ist aber nicht der erste große Arbeitgeber, der diesen Schritt unternimmt. Zur gleichen Zeit kürzt Amazon aber in den USA die Leistungen bei einer Coronaerkrankung. Eine Krankschreibung erfolgt für fünf Tage ohne Lohnfortzahlung.

///// HANDEL NATIONAL
Die Werbung spielt eine entscheidende Rolle
Der Krieg in der Ukraine stellt den Online-Handel vor einige Herausforderungen. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine liegt das Umsatzwachstum bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in der Zeit von Jahresanfang bis zum Kriegsbeginn lag der Wert bei 11,5 Prozent, berichtet Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH), in einem Interview mit Dot Source. Der Rückgang der Wachstumsraten ziehe sich durch fast alle Branchen, nur in der Pharmazie sei der Umsatz von 20,3 auf 29,1 Prozent gewachsen. Er rechnet damit, dass die höheren Energiekosten zu einer Verschiebung von Ausgaben führen werden. Die Unternehmen sollten daher nach einer Analyse des generischen Suchverhaltens gezielt auch Paid Advertising einsetzen, aber auch für die Verfügbarkeit der Waren sorgen. Beim Einsatz der Werbung solle auch die Ansprache der Kunden für mehrere Produkte innerhalb einer Kampagne beachtet werden.

+++Anzeige+++

Alibaba schaut über die Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 hinaus
Angesichts des Klimawandels haben Führungskräfte weltweit die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und Führungsstärke zu zeigen. Als Vorreiter hat Alibaba das Konzept „Scope 3+“ eingeführt, welches die digitalen Plattformen von Alibaba nutzt. Dieses soll nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und umweltfreundliches Verhalten von sämtlichen Beteiligten im Ökosystem sowie neue Technologie- und Geschäftsmodellinnovationen anregen und bis 2035 eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 1,5 Milliarden Tonnen ermöglichen. Mehr

Gesetz gegen gekaufte Online-Rezensionen umstritten
Das am 28. Mai in Kraft tretende Gesetz, das den Verkauf und die Nutzung gekaufter Online-Rezensionen verhindern soll, ist bei den Portalen umstritten. Das neue Gesetz richte sich nur nach der aktuellen Rechtsprechung, neue Instrumente gebe es dadurch nicht, zitiert das Handelsblatt einen Mitarbeiter von Holidaycheck. Bislang hätten die Urteile nur wenig geholfen, so sei es vorgekommen, dass das Ordnungsgeld nicht vollstreckt werden konnte, heißt es vom Ärzte-Bewertungsportal Jameda. Die Agenturen, die die Rezensionen verkaufen, verlegten den Sitz häufig in andere Länder. Ein Vorgehen vor der Veröffentlichung der Bewertung sei fast unmöglich, der Vermögensschaden könne nur schwer berechnet werden. Eine Überprüfung und Verfolgung sei auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf Seiten der Agenturen nur begrenzt möglich. Daher werde eine Nachbesserung des Gesetzes um strafrechtliche Maßnahmen gefordert.

Tegut verstärkt das digitale Leben
Tegut zieht es mit dem digitalen Kleinladen Teo nun auch ins Rhein-Main-Gebiet. Der erste Standort für den rund um die Uhr geöffneten Laden ist dort der Vorplatz des Hauptbahnhofs in Hanau. Die Supermarktkette will mit der zentralen Lage nicht nur lokale Kunden ansprechen, sondern auch Reisenden eine Einkaufsmöglichkeit bieten, heißt es aus der Firmenzentrale in Fulda. Im Großraum der Stadt ist Teo nach der Eröffnung des ersten Ladens im November 2020 mittlerweile an acht Standorten zu finden, dazu kommt ein weiteres Geschäft in Ulmbach im Main-Kinzig-Kreis. Das Angebot umfasst rund 950 Produkte, die Größe des Ladens beträgt 50 Quadratmeter, die Bezahlung erfolgt per App an Selbstscanning-Kassen. Die App kann auch, ebenso wie die Girokarte, für den Zugang genutzt werden.


///// HANDEL INTERNATIONAL

John Lewis verstärkt den digitalen Verkauf
Die britische Kaufhauskette John Lewis schaltet im digitalen Handel hoch und verstärkt das Team um 150 Mitarbeiter. Der Betreiber von Department Stores reagiert damit auf den stark steigenden Anteil des Online-Handels von 40 Prozent vor zwei Jahren auf nun knapp 70 Prozent. Auch bei der Supermarktkette Waitrose ist es in diesem Zeitraum von fünf Prozent auf 20 Prozent nach oben gegangen, heißt es bei Internet Retailing. Der Verkauf über die Apps habe hierbei jeweils einen Anteil von rund 25 Prozent. Mit den neuen Mitarbeitern sollen Stellen in der Softwareentwicklung, dem Aufbau von neuen kundenorientierten Projekten auf den Webseiten und der Weiterentwicklung der beiden Apps besetzt werden. Damit wolle der Konzern enger mit den Kunden kommunizieren und schneller auf verändertes Kaufverhalten reagieren, was der Schlüssel für weiteres Wachstum sei.

Douglas zieht's nach Dänemark
Der Beauty-Konzern Douglas hat eine eigene Webseite in Dänemark freigeschaltet. Der nationale Online-Shop ist der erste Schritt der Unternehmensgruppe aus Düsseldorf nach Skandinavien. Die Kunden haben nach Unternehmensangaben Zugriff auf rund 40.000 Produkte, das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden. Dabei werde es auf die Trends in Dänemark ausgerichtet, eine wichtige Rolle spielten natürliche Inhaltsstoffe und nachhaltige Produkte. Die Douglas Group sieht in Dänemark ein großes Potenzial, das gezielt genutzt werden soll. Derzeit läuft der Vertrieb von Douglas und den beiden Tochtergesellschaften Parfumdreams und Niche Beauty europaweit in über 26 Ländern.

Amazon-Mitarbeiter stimmen gegen eine Gewerkschaft
Anfang April hatten es die Beschäftigten in einem Warenlager von Amazon geschafft und nach einer Abstimmung eine Gewerkschaft gegründet, nun ist der zweite Versuch der Amazon Labor Union (ALU) gescheitert. Die junge Arbeitnehmervertretung hatte Ende April eine Abstimmung ebenfalls auf Staten Island in New York durchgeführt, rund 62 Prozent der Mitarbeiter entschieden sich nach der Zählung des National Labor Relations Board gegen die (ALU), schreibt Business Insider. Die Wahlbeteiligung habe bei rund 61 Prozent gelegen. Die Gewerkschaft habe aber angekündigt, sich weiter aktiv für den Aufbau einer Arbeitnehmervertretung einzusetzen. Die beiden Warenlager liegen in direkter Nachbarschaft.


///// TRENDS & TECH

"Buy now pay-later" gewinnt langsam an Popularität
Der Trend des "Buy now, pay later" wird populärer, aber die Entwicklung hat ein langsames Tempo. Im vergangenen Jahr lag die Quote, wann es bei Transaktionen eingesetzt wurde, nach den Zahlen des Worldpays Global Payments Report 2022 weltweit nur bei 2,9 Prozent. Bis 2025 erwarten die Autoren der Studie nur ein Anwachsen auf 5,3 Prozent, dies würde ein Volumen von 438 Milliarden US-Dollar bedeuten. Im Laufe der Pandemie habe die Nutzung deutlich zugenommen, besonders in den Altersgruppen GenZ und Millenials. Insgesamt bestünden Bedenken, dass es in der Folge von verpassten Zahlungen zu hohen Gebühren kommen könne, auf der anderen Seite würden die niedrigen Gebühren im Vergleich zu Kreditkarten als Vorteil genannt.

Spotify startet Tool zur Messung der Werbung
Der Audio-Streamingdienst Spotify will für die Werbepartner mit einer neuen Anwendung zur Messung ihrer Werbung weiter als Plattform attraktiv bleiben. Die Unternehmen können Spotify Brand Lift zum Start im Musikbereich nutzen, verfügbar ist es in Deutschland und 13 weiteren Ländern, berichtet Onlinemarketing.de. Zum Programm gehöre in Zusammenarbeit mit dem Advertising Team von Spotify die Festlegung von Ziel und Zielgruppe. Diese werde dann in eine Test- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt, bei denen die Werbung eingesetzt oder nicht eingesetzt werde. Beide Gruppen sollen dann in einer Umfrage angeben, ob sie die Werbung wahrgenommen haben. Dadurch werde dann der Einfluss der jeweiligen Kampagne gemessen.

Das Smartphone steht als Einkaufsmedium an der Spitze
Deutschlands Verbraucher kaufen am liebsten über ihr Smartphone ein. Nach einer Umfrage unter 1.000 Personen von Mo Engage ist das Handy für 22 Prozent der Einkaufskanal Nummer Eins, ein Plus von neun Prozentpunkten im Vergleich zur Zeit vor Corona. Die E-Mail liegt mit 20 Prozent dahinter, ein Rückgang um zwölf Prozentpunkte. Dann folgen die sozialen Medien, sie werden mittlerweile von 19 Prozent genannt, ein Plus von fünf Prozentpunkten. Die Analysten sehen alle drei Verkaufswege als integrale Bestandteile für eine Omnichannel-Strategie in der Zukunft. Dazu gehöre auch eine Verbindung der Medien, unter anderem durch den Versand von Nachrichten an die Kunden über alle Kanäle.


///// NACHHALTIGKEIT

Das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz startet
Die DIHK Service GmbH hat den Startschuss für das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz erteilt. Der neuen IHK-Plattform haben sich bislang 457 Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen angeschlossen. Der DIHK will den Mitgliedern so einen praxisorientierten Austausch über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen im betrieblichen Klimaschutz ermöglichen. Informationen und Angebote für einen betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz sind auf dem neuen Portal hinterlegt, geplant sind darüber hinaus ein Klimacheck für KMU und ein Tool zur Berechnung der eigenen CO2-Bilanz. Das Angebot, zu dem auch eine Präsentation der Weiterbildungen gehört, wird in den nächsten Monaten ausgebaut, heißt es von der DIHK Service GmbH. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 2,5 Millionen Euro gefördert, die Teilnahme ist kostenlos möglich..