Es gibt auch noch gute Nachrichten und Lichtblicke aus der Wirtschaft. Nach den hohen Inflationsraten für Deutschland am Montag und für Europa am Dienstag kamen am Dienstag wenigstens erfreuliche Zahlen aus der Bundesagentur für Arbeit. Die Arbeitslosenquote ist weiter gesunken, sie ist mit 4,9 Prozent um 0,1 Prozentpunkte geringer als im Vormonat. Die Einschränkungen durch die Coronabestimmungen spielen so gut wie keine Rolle mehr, die Suche nach Arbeitskräften, besonders nach Fachkräften, liegt auf einem hohen Niveau. Offen ist aber, wie sich der Krieg mittel- und langfristig auswirken wird, die Agentur stuft die Lage für die nächsten Monate als unsicher ein. Dabei ist eine mögliche neue Coronawelle im Herbst noch gar nicht einberechnet.

///// HANDEL NATIONAL
Babyone startet einen neuen Online-Shop
Babyone hat den Online-Shop innerhalb der Omnichannel-Strategie überarbeitet und mit einem neuen Gesicht versehen. Das Handelsunternehmen für Baby- und Kleinkindbedarf will so die E-Commere-Plattform und die Ladengeschäfte nahtlos miteinander verknüpfen. So wird nach Unternehmensangaben nun die Verfügbarkeit der angefragten Produkte sowohl stationär und online angezeigt. Auch die Reservierung von Beratungsterminen sei möglich. Ein wesentliches Element des Umbaus sei die Anpassung an die Nutzung mit mobilen Endgeräten gewesen. Die Plattform solle kontinuierlich ausgebaut werden, das Team für den Online-Handel wurde von vier auf 25 Mitarbeiter aufgestockt.

+++Anzeige+++
Software als Turbo für schnelles Wachstum im E-Commerce
Einen Need in der Gesellschaft erkennen, eine Lösung anbieten und damit erfolgreich werden. So stellen sich viele E-Commerce Gründerinnen und Gründer ihren Weg vor. Doch der Alltag entpuppt sich oft als monotones Abarbeiten. Dabei liegen hier genau die vermeintlichen Pain-Points, die zu Erfolg oder Misserfolg eines Startups beitragen. Mit smarter Software gelingt der Durchbruch. Mehr lesen


Wachstumsschub für Bofrost durch den Online-Handel
Bofrost hat das Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,566 Milliarden Euro gesteigert. Als ausschlaggebend nennt der Bestell- und Lieferdienst für Tiefkühlware den Online-Handel, der einen Sprung von 21,4 Prozent hingelegt hat. Insgesamt ging es für die Handelssparte um 3,6 Prozent auf 883,1 Millionen Euro nach oben. Für dieses Jahr sieht sich Bofrost gut vorbereitet und auf dem "Zukunftskurs". Der Start ins neue Geschäftsjahr sei mit Rückenwind gelungen, die Angebote sollten nun stärker individualisiert und an die Wünsche der Kunden angepasst werden.

Condor startet Online-Duty-Free
Condor ist nie um Marketing verlegen. Vor einigen Wochen hat die Airline die auffallende neue Lackierung der Flugzeuge vorgestellt, nun folgt ein neuer Schachzug, von dem die Kunden aber einen wirklichen Vorteil haben. Condor-Passagiere können ihre Duty-Free-Einkäufe nun im Condor Shop schon vor den Flügen erledigen. Möglich ist dies ab der Buchung, erforderlich ist die Vorlage der Buchungsnummer, der Kunde muss mindestens 18 Jahre alt sein. Die Ware wird zum Fluggast nach Hause geliefert, der Einkauf kann auch bis 14 Tage nach Abflug erfolgen. Das Angebot umfasst das allgemein übliche Repertoire aus dem Duty-Free-Angebot mit Produkten aus Parfums, Kosmetika, Hautpflegeartikel sowie Spirituosen, Wein und Champagner.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Die Royal Mail liefert für den Handel jetzt auch am Sonntag aus
Der britische Online-Handel kann seine Lieferzeiten deutlich verkürzen, denn die Royal Mail liefert die Produkte nun auch sonntags aus. Der neue Dienst steht Händlern oder Verkäufern auf Online-Marktplätzen bei Nutzung des Tracked24 Service zur Verfügung, meldet Internet Retailing. Dies betreffe rund 12.000 Kunden, bislang konnten 75 kleine und mittelständische den Dienst nutzen. Nach Angaben von Royal Mail würden sich 77 Prozent der Verbraucher bei schnellen Lieferzeiten für einen Online-Einkauf entscheiden. Sie wollten die Ware an sieben Tagen die Woche erhalten.

Teguts Teo landet in der Schweiz
Teguts Konzernmutter Migros setzt den digitalen Verkaufsladen Teo nun auch in der Schweiz ein. Der von Tegut entwickelte Laden mit digitaler Abwicklung per App und ohne Personal soll in diesem Jahr an den ersten Standorten in der Schweiz in Betrieb gehen, berichtet die Handelszeitung. Genaue Standorte gebe es noch nicht, Träger des Projekts seien aber die Genossenschaft Migros Zürich und die Genossenschaft Migros Ostschweiz. Der Standort sei aber ein entscheidender Faktor, so Matthias Schu, Autor des E-Food Fulfillment Report. Er sehe die Chancen in ländlichen Regionen. Insgesamt könnten für Teo und andere Anbieter bis zu 200 Standorte möglich sein.

Amazon startet einen Literaturclub für englischsprachige Bücher
Bücherfreunde können sich nun in einem neuen Club über englischsprachige Bücher informieren, Bestenlisten einsehen und Tipps für neue Bücher sammeln. Leiterin von "Sarah Selects" ist Sarah Gelman, Editorial Director for Books beim Online-Konzern. Vorgestellt werden Neuerscheinungen, die Gelman ausgesucht hat und die ein breites Spektrum von Autoren und Genres abdecken sollen. Bestandteil der Seite seien Rezensionen, Interviews mit Autoren und Buchempfehlungen. Jeden Monat werde es Bestenlisten für unterschiedliche Genres geben.



///// TRENDS & TECH

Kartenzahlungen kommen langsam wieder in Gang
In vielen Geschäften und bei einigen Handelsketten sind Kartenzahlungen nach den Ausfällen der Geräte in der vergangenen Woche mittlerweile wieder möglich. Doch völlig beruhigt hat sich die Lage immer noch nicht, ein uneingeschränktes Zahlen per Karte gibt es nicht. In zahlreichen Geschäften wurden die ausgefallenen Kartenterminals H5000 des US-Herstellers Verifone durch neue Modelle ersetzt. Der Prozess kann aber einigen Regionen noch mehrere Tage andauern. Als Ursache wird ein fehlendes Sicherheitszertifikat genannt, wodurch notwendige Updates der Software nicht möglich waren. Nun wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aktiv, um die Gründe für die Schwierigkeiten zu untersuchen, meldet die Tagesschau. Dabei gehe es um die Zahlungsdienstleister Concardis und Payone, Verifone stehe als Hardware-Anbieter nicht unter der Finanzaufsicht.

Händler wollen digitale Touchpoints
Im Handel geht nach den Ergebnissen der neuen Studie "Connected Retail 2022" von EHI nichts mehr ohne Digitalisierung und starke Netzwerke. Im Mittelpunkt stünden schnellere Liefergeschwindigkeiten und digitale Touchpoints, in den nächsten fünf Jahren bestimmten Live-Shopping, Quick-Delivery und Virtual Commerce den Handelssektor. Für den stationären Vertrieb sei es wesentlich, dass die Verfügbarkeit der Produkte online angezeigt werde. 94,5 Prozent der Befragten planten eine solche Technologie oder setzten sie ein. Eine Bestandsanzeige in Echtzeit sei off- und online entscheidend, 63,1 Prozent nutzten sie bereits innerhalb eines Systems. Auch solle es möglich sein, die Produkte im Geschäft bestellen zu können, so dass dann die Lieferung nach Hause erfolge. Bei 85,6 Prozent könnten die Kunden bereits darauf zurückgreifen. Für einen solchen Omnichannel-Dienst benötigten die Anbieter aber eine entsprechende IT, hier liege für 70,4 Prozent das größte Hindernis.

Warum Händler die Bezahltrends der Gen Z im Auge haben sollten
Wie keine andere Generation bewegen sich die zwischen 1997 und 2012 Geborenen zwischen analoger und digitaler Welt - was maßgeblich beeinflusst, wie sie einkaufen und bezahlen. Doch neben technischen Innovationen haben auch die weltweiten Krisen der vergangenen Jahre das Bezahlverhalten junger Konsumenten beeinflusst. Gastautor Ralf Gladis vom Payment-Service-Provider Computop, sagt, welche Bezahlverfahren die Gen Z bevorzugt und wie sich Händler darauf einstellen.


///// NACHHALTIGKEIT

DPD will per Zug transportieren
DPD zieht es auf die Schiene. Der Logistikkonzern transportiert ab sofort Sendungen mit Güterzügen auf der Strecke Hamburg – Duisburg und der Gegenstrecke. Dies soll der erste Schritt für den Einstieg in eine nachhaltigere Logistik werden, bis Ende 2023 sollen fünf Prozent des Frachtverkehrs mit dem Zug erfolgen. Ziel sei es, einen größeren Teil schnell auf die Schiene zu verlegen. Im Vergleich zum Straßenverkehr könne mit dem Anfangsprojekt rund eine Tonne CO2 eingespart werden, rund 80 Prozent. Partner im Transportwesen ist der Anbieter Kombiverkehr, durch den auch die Belegung von Teilzügen möglich sei.