Sommer, viele Aktivitäten finden draußen statt, wenn wir weiter Vorsicht walten lassen und aufeinander Rücksicht nehmen, kann Deutschland das erspart bleiben, was Teile der USA jetzt wieder heimsucht – Geschäfte und Restaurants müssen erneut schließen. Hierzulande scheint die Maskendiskussion, kaum dass sie begonnen hat, auch schon wieder beendet zu sein. Der Handel kann das nur begrüßen – Einkaufen mit Maske ist allemal besser als kein Geschäft. Wo Corona den Handel noch verändert, ist auch heute wieder Teil unseres Morning Briefings.

///// HANDEL NATIONAL

Sag zum Bargeld (ganz ganz leise) servus
In Skandinavien ist es ganz alltäglich, sogar kleinste Brötchen mit Karte oder Smartphone zu bezahlen. Davon ist Deutschland weit entfernt. Doch langsam geht die Begeisterung für Bargeld als Zahlungsmittel Nummer eins zurück. Bei einer am Montag veröffentlichten YouGov-Befragung gaben 35 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher an, zum Schutz vor möglichen Ansteckungen seit Beginn der Pandemie in Geschäften seltener bar zu zahlen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es ist nicht zuletzt das kontaktlosen Bezahlen, das sich steigender Beliebtheit erfreut.

Intersport bekämpft Angst der Händler vor Online-Shopping
Mit einer "Spielmacher-Prinzip" getauften Verzahnung von Online-Shopping und Service im Ladengeschäft will Intersport.de künftig Kunden an die Marke binden – und gleichzeitig Intersport-Händlern, die vornehmlich stationär tätig sind, online eine Vertriebsalternative bieten. Laut Internetworld.de sieht das Konzept vor, dass Online-Bestellungen an lokale Geschäfte verteilt werden, von wo aus die Artikel auf dem kürzesten Wege zum Kunden gelangen. Neben dem kostenfreien Versand an über 500 Abholstationen wird dem Käufer auch eine Rückgabe in jedem der rund 1.500 Intersport-Geschäft ermöglicht.
Die Omnichannel-Einführung erinnert irgendwie an die Geschichte mit dem Berg und dem Propheten...

Deutsche entdecken vermehrt kleinere Online-Händler
Fast jeder dritte deutsche Konsument habe während der Corona-Krise einen neuen Onlineshop für sich entdeckt und erstmals dort eingekauft, in der Generation Z sei es jeder zweite gewesen, berichtet e-commerce-magazin.de unter Berufung auf eine Umfrage des auf Commerce-Marketing spezialisierten Unternehmens Criteo. Profitiert hätten demnach vor allem kleinere Händler. So hätten 35 Prozent der befragten Käufer angegeben, während der Corona-Krise erstmals bei einem kleineren Shop bestellt zu haben, den sie vorher noch gar nicht kannten. In der Generation X seien dies sogar 41 Prozent gewesen.

DHL erweitert Angebot bei Warenversand bis 1000 Gramm
Da der Versand von kleinformatigen und leichtgewichtigen Sendungen schneller wachse als der von größeren Paketen, richtet DHL die Warenpost nach eigenen Angaben stärker an den Bedürfnissen im E-Commerce aus. Ab sofort können registrierte Geschäftskunden Produkte bis zu 1000 Gramm als warentragende Briefsendung beauftragen, diese Sendungen verfolgen und die Zustellung dokumentieren lassen. Die Warenpost werde im Briefnetz der Deutschen Post befördert, sodass die Auslieferung der Sendung in der Regel am Tag nach der Einlieferung durch den Geschäftskunden erfolge.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Zur Kenntnis der Marktplätze gehört – Cash oder Karte?
Wer auf Online-Marktplätzen international aktiv ist, sollte die örtlichen Gegebenheiten kennen, vor allem aber wissen, wie die potentiellen Kunden am liebsten bezahlen. Mag Payment auch ganz am Schluss des Geschäfts stehen, sollte sich jeder Händler schon sehr früh mit dieser Frage beschäftigen, rät Tim Danker, Senior Consultant der auf Payment- und Banking-Beratung spezialisierten Beratung Osthaven. Im  Interview mit Internetworld.de legt Danker dar, wo die größten Unterschiede zu finden sind und welche Irrtümer Anbietern immer wieder unterlaufen.

Die Strategie hinder dem Uber-Deal: Amazon angreifen
Amazon ist in vielen Bereichen aktiv und meistens auch groß. Die Postmates-Übernahme durch Uber zeige, so befindet GeekWire, dass Uber es auf ein größeres Stück vom Lieferkuchen abgesehen habe und mehr wolle, als Mahlzeiten von den Restaurants zu den Kunden zu befördern. Es gehe darum, groß ins Liefergeschäft einzusteigen, nicht zuletzt auch bei Lebensmitteln, einem Markt, der derzeit von Amazon und Instacart dominiert wird. Die Aktionäre goutierten den Deal und die Perspektiven, die Uber-Aktie stieg am Montag um 6 %.


///// TRENDS & TECH

Der letzte Schrei: MIT entwickelt Desinfektionsroboter
Gerade in Lagerhallen für Obst und Gemüse ist der Einsatz von Desinfektionsmitteln kritisch. Ein Team des MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) hat einen Desinfektionsroboter konstruiert, der im Kampf gegen COVID-19 helfen soll. Er setzt UV-C-Licht ein und könnte so Lagerhallen und Supermärkte desinfizieren, aber auch Kirchen, Schulen, Fitnessstudios, Restaurants, Flugzeugen oder sogar Konzertarenen. Syfy.com zeigt sich begeistert. Wir wären es auch, wenn wir wüssten, wann der Roboter marktreif sein wird.

Favorit der Leser
Wenn wir auf Amazon schimpfen, verschwendet wir nur Zeit, die wir besser nutzen könnten – beispielsweise um uns anzuschauen, wie Amazon mit Marktdaten umgeht! So könnten wir lernen, besser zu werden – sagt Christian Otto Kelm, Gründer und Geschäftsführer von Content-Keyword-Management. In seinem Beitrag "Die Zerschlagung des Giganten beginnt" legt der Experte für Amazon und Amazon SEO in Deutschland dar, welche Marktdaten Amazon nutzt – und dass diese eigentlich uns allen zur Verfügung stehen!

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