Liebe Leserin, lieber Leser, wer sagte wohl: "Im globalen Handel sind wir noch ein kleines Licht." Ich mache es kurz: Amazon-Boss Jeff Bezos. Der aktuelle Brief an die Shareholder enthält noch weitere bemerkenswerte Aussagen.



Globus baut Self-Scanning aus
In 30 der 47 großen Einkaufsmärkte von Globus in Deutschland kann der Kunde mittlerweile seine Einkäufe  mit einem Scanner erfassen, bevor sie in den Einkaufswagen wandern und der Kunde dann an einer Bezahlstation den automatisch errechneten Betrag bezahlt. Das System soll noch weiter ausgerollt werden, berichtet Fashion United.

dm und L‘Oréal machen per Augmented Reality schön
dm und L‘Oréal bietet jetzt die Anprobe von Lippenstift und Make-up per Augmented Reality (AR). Das geht sogar ohne App über die Website und mit Live-Bild. Die Technik kommt von ModiFace. Hier stellt etailment weitere brandaktuelle AR-Anwendungen von Puma, Dior und anderen vor.

Amazon baut in Erfurt
Amazon baut ein neues Logistikzentrum in Erfurt. Die Thüringer Allgemeine spricht von einem "gigantischen Parkplatz für 70 Lkw und über 630 Transporter". Es ist also kein ganz so riesiges Lager.

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INTERNATIONAL

Bezos rechnet Amazon klein
Der "Letter to Shareholders" von Jeff Bezos ist ein jährliches Ritual, das immer wieder bemerkenswerte Details enthält. So auch diesmal. Hier die wichtigsten: Erstmal nennt Bezos den Anteil des Umsatzes der Drittanbieter (Marktplatz GMV): Es sind 58 Prozent. Diese Umsätze - insgesamt 160 Milliarden Dollar - wachsen zudem rasanter als die hauseigenen Umsätze, die bei 117 Milliarden Dollar liegen. Das soll wohl zeigen, wie klein die eigene Marktmacht auf der Plattform ist und man mit 277 Milliarden Dollar Handelsumsatz doch noch weit hinter Alibaba und Walmart liegt. 
Bezos hebt daher auch den insgesamt eher überschaubaren Marktanteil von Amazon hervor ("Amazon today remains a small player in global retail. We represent a low single-digit percentage of the retail market, and there are much larger retailers in every country where we operate."). Da möchte gerne jemand Monopol-Debatten ausbremsen.
Außerdem nennt Bezos den Amazon Echo mit über 80.000 Skills für Alexa einen "always-on"-Zylinder. Hups. Genau den Eindruck wollte der Tech-Riese eigentlich immer vermeiden.

Amazon-Mitarbeiter hören bei Alexa mit
Überraschung. Nicht. Amazon lässt täglich tausende Audio-Mitschnitte seiner Sprachsoftware Alexa von Mitarbeiter abtippen und auswerten. Die Mitarbeiter sollen damit die Spracherkennung verbessern helfen. Rund 1.000 Clips muss sich jeder Mitarbeiter pro Schicht anhören. Die Nutzer wissen davon nichts. Die Mitarbeiter sollen aber aufhören, wenn es zu privat wird, heißt es bei SpOn.

Amazon kauft Start-up für Lager-Roboter
Amazon übernimmt das Robotik-Startup Canvas Technology. Canvas baut autonome Wagen für Warenlager.


TRENDS & FAKTEN


Uber kommt nach Köln und an die Börse
Taxischreck Uber startet nun auch in Köln. Präsent ist der Dienst bereits in Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt/Main. Angeboten wird dabei "Uber X".  Selbstständige, lizensierte Mietwagenunternehmer stellen dafür die Fahrer bereit. Damit passt sich Uber an die Regulierung in Deutschland an. 
Global wichtiger: Uber will nun im kommenden Monat an die Börse gehen. In den Börsenunterlagen gibt man den Umsatz mit rund 11 Milliarden Dollar an. 

Zahl des Tages
Erst angefixt, dann eingefangen. Nun kann Netflix an der Preisschraube drehen. Das mittlere Abo („Standard“-Paket) wird einen Euro teurer, das größte Abo für vier Geräte wird gleich um zwei Euro teurer. Wird sich niemand dran stören. Oder haben Sie Abwanderungswellen gesehen, wenn Amazon seine Prime-Mitgliedschaft verteuert hat?

Lesetipp des Tages
Der Blick nach China wird immer wichtiger. Wenn Sie eine gute und schnelle Übersicht über aktuelle Themen suchen, könnten Sie den Twitterfeed von @chinabriefs nutzen. Das Briefing gibt es bald auch als Newsletter. Es ist ein Projekt des Digitalexperten Björn Ognibeni.  

Event-Tipp des Tages
Als Werbeplatz ist Amazon komplex. Aufdröseln will das der E-Commerce Advertising Summit (ECAS) am 6. Juni in Köln. Der wirft aber auch einen Blick auf andere Marktplätze. Schwerpunkte sind beispielsweise die Effizienzsteigerung bei Kampagnen, deren Skalierung und Internationalisierung sowie Möglichkeiten zur Verbindung verschiedener Marktplätze und Werbekanäle.

Favorit der Leser am Vortag
Kion, Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und Lieferketten-Lösungen, will mit dem Digital Campus Raum für konstruktive Diskussionen und kreative digitale Geschäftsmodelle schaffen.

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