Überall auf der Welt sind die Fahrradkuriere mit ihren Rädern unterwegs, Lastenräder gehören zum Stadtbild und sind für die Lieferdienste essentiell. Der Vorschlag der Grünen einer staatlichen Förderung der Lastenräder wurde während des Wahlkampfs heftig diskutiert und war nach kurzer Zeit abgehakt. Nichtsdestotrotz unterstützen zahlreiche Städte und Gemeinden heute den Kauf der Räder. Im Januar 2021 startete auch Brandenburg ein entsprechendes Programm, das nun in diesem Jahr eine neue Geldspritze erhält. Bis zum Jahresende stehen 750.000 Euro für Räder mit und ohne Elektroantrieb zur Verfügung.

///// HANDEL NATIONAL
Bünting nimmt Alnatura-Produkte ins Sortiment auf
Die Bünting-Unternehmensgruppe stockt die Filialen der Famila-, Combi- und Markant-Märkte um Alnatura-Produkte auf. Das Portfolio des Bio-Spezialisten Alnatura umfasst rund 600 Waren aus dem Trockensortiment sowie aus den Bereichen Frische und Tiefkühl. Die Bestellung der Waren ist auch in den Webshops Mytime.de und Combi.de möglich, die Lieferung erfolgt dann direkt nach Hause, melden die beiden Partnerunternehmen. Bünting hatte den Start der Lieferung im Februar angekündigt (das "Morning Briefing" berichtete). Nun stehe für die Handelsgruppe als regionalem Nahversorger die Erweiterung des Bereichs der nachhaltigen Produkte im Mittelpunkt.

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Langsame Erholung der Konsumausgaben
Die Verbraucher in Deutschland bewegen sich nur in einem langsamen Tempo zurück auf das Niveau vor Corona. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts lagen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im vergangenen Jahr um fünf Prozent unter dem Level von 2019. Dabei hatte es gegenüber dem ersten Coronajahr praktisch keine Veränderungen gegeben, sie waren 2021 um 0,2 Prozent niedriger als 2020. Die Analysten führen diese Entwicklung auf den Lockdown im ersten Quartal 2021 und weitere im Jahresverlauf geltende Beschränkungen zurück.


Klarna und Ebay schließen strategische Partnerschaft
Ebay und Klarna bieten den Kunden im Rahmen eines strategischen Partnerschaftsvertrag zusätzliche Zahlungsoptionen. Kunden des Online-Marktplatzes haben bei der Bezahlung neben der bislang möglichen Sofortüberweisung nun auch Zugriff auf die Zahlungsoptionen "Kauf auf Rechnung" oder "Ratenkauf" von Klarna. Die Freischaltung der Varianten werde schrittweise erfolgen, zum Beginn erhielten ausgewählte Händler die Möglichkeit für beide Optionen, im Laufe des Jahres sei die Freigabe für alle Partner vorgesehen.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Primark will einen Abholservice aufbauen
Die britische Modekette Primark plant im Rahmen des Neuaufbaus der Webseite die Einführung eines Abholservices, schreibt Fashion United. Die neue Homepage in Großbritannien soll in diesem Monat starten, zu den Funktionen gehöre dann auch eine Anzeige der Verfügbarkeit der Ware in den Geschäften. Einen Lieferdienst werde es nicht geben, er passe nicht zu den niedrigen Preisen, für die Primark bekannt sei. Die neue Webseite, die auch in den anderen 13 Märkten, in den Primark vertreten ist, starten soll, gehöre zur im November 2021 vorgestellten Unternehmensstrategie. In den nächsten fünf Jahren stehen 530 neue Läden auf der Liste.

Kein Bitcoin-Verbot in der EU
Jetzt ist es endgültig, das von einigen Fraktionen angestrebte Verbot der Bitcoins innerhalb der EU wird es nicht geben. In der vergangenen Woche war ein Entwurf an einem entscheidenden Punkt geändert worden (das "Morning Briefing" berichtete), nun hat der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments für ein Fortbestehen der Kryptowährung gestimmt, meldet die Wirtschaftswoche. Grundlage für das angestrebte Verbot waren das Nichteinhalten nachhaltiger Konsensmechanismen, da das Mining der Bitcoins sehr viel Energie benötigt und hohe Kosten für den Klimaschutz verursacht. Im nun verabschiedeten Entwurf werde festgelegt, dass die Kryptowährungen Bestandteil der EU-Taxonomie werden. Das Parlament fordert ein Verfahren bis zum 1. Januar 2025, heißt es aus Straßburg. Die abschließende Entscheidung des Trilogs von Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und dem EU-Rat steht noch aus.

Billionen-Umsatz für den Online-Handel in den USA
Der Umsatz des Online-Handels während der Pandemie erreichte in den USA zwischen März 2020 und Februar 2022 ein Volumen von 1,7 Billionen US-Dollar, eine neue Rekordmarke. Damit lag der Wert nach den neuesten Zahlen von Adobe Analytics um 609 Milliarden US-Dollar höher als in den beiden vorangegangen Jahren. 885 Milliarden US-Dollar seien 2021 über die virtuellen Ladentheken geflossen. Von den 1,7 Billionen seien 32 Milliarden auf die höheren Preise im Verlauf der Inflation zurückzuführen, die im Online-Handel seit Juni 2020 vorgelegen habe. In den ersten zwei Monaten 2022 seien bereits 3,8 Milliarden US-Dollar des Umsatzes Resultat der höheren Preise. Für dieses Jahr erwarten die Marktforscher ein Volumen von einer Billion US-Dollar, ebenfalls ein neuer Rekord.


///// TRENDS & TECH

Das BSI warnt vor dem Einsatz von Kaspersky-Produkten
Die Virenschutzsoftware des russischen Produzenten Kaspersky könnte momentan ein Risiko darstellen, daher warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor dem Einsatz. Die Behörde rät die Nutzer zum Einsatz alternativer Produkte. Im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands und den drohenden Warnungen gegen EU, NATO und Deutschland bestehe ein erhebliches Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs. Ein russisches IT-Unternehmen könnte selbst in dieser Richtung aktiv werden, zu Cyberattacken gezwungen werden oder über seine Produkte von außen als Werkzeug genutzt werden.

20 Prozent der Deutschen nutzen Lieferdienst-Abos
Die Lieferdienste können sich auf einen stabilen Kundenstamm bei den Abo-Angeboten verlassen. Nach einer repräsentativen Dynata-Umfrage zum Online-Shopping im Rahmen des Global Consumer Trend Reports "The New Experience Economy" nutzten mittlerweile 20 Prozent der Deutschen einen Kurierservice. Einen deutlichen Schub des Anteils zeige sich bei den Millenials, hier liege die Rate bei 35 Prozent. Besonders populär seien die Abos für die Bestellung von Nahrungsmitteln, Getränken und fertigen Gerichten mit 39 Prozent. Es folgten Pflegeprodukte mit 32 Prozent und Produkte für Haustiere mit 29 Prozent. 34 Prozent der Verbraucher setzten bei der Kaufentscheidung gerne oder sehr gerne Augmented Reality ein, für 35 Prozent sei sie ein beliebtes Hilfsmittel für die Einrichtung der Wohnung.

Der Einkauf mit Glücksmomenten
In den Zeiten der Pandemie haben sich die Deutschen beim Einkauf immer stärker auf die Suche nach Glücksmomenten begeben. Ebay Ads hat bei der Auswertung des Kaufverhaltens für den "Corona Shopping Report" die Verkaufszahlen der vergangenen zwei Jahre im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 ausgewertet. Eine deutlich wachsende Bedeutung sei dabei für das Thema Nachhaltigkeit festzustellen, für Kriterien wie Fairtrade, recyclebar, ressourcenschonend, klimaneutral oder Bio habe es deutliche Zuwächse gegeben, am stärksten bei der Frage nach Produkten ohne Mikroplastik, hier sei ein Wert von plus 2.497 Prozent erreicht worden. Die Kunden informierten sich auch beim Kauf von Elektroprodukten stärker nach der Energieeffizienz als früher. Auch sei hier die Nachfrage nach gebrauchten Geräten gewachsen, wie auch bei Bekleidung mehr nach Second-Hand-Ware gesucht werde.


///// NACHHALTIGKEIT

Climate Pledge gewinnt neue Mitglieder
Die von Amazon und Global Optimism gestartete Klimainitiative Climate Pledge wächst weiter. Mittlerweile gehören nach Angaben der beiden Partner mehr als 300 Unternehmen dazu, in den vergangenen Monaten gab es insgesamt 95 Neuzugänge. Die Unterzeichner stammten aus 51 Branchen in 29 Ländern, sie alle verpflichten sich zur Klimaneutralität bis 2040. Die Initiatoren sehen die Wirtschaft nach dem neuesten Report des "Weltklimarats" der UNO, IPCC, verpflichtet, die Emissionen schnellstmöglich zu verringern und in nachhaltige Klimaschutzlösungen zu investieren.