An wen ich in diesen Tagen besonders denke: Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte, aber auch Paketboten und Supermarktkassiererinnen. Helden dieses seltsamen Alltags. Bleiben Sie alle gesund.

///// HANDEL NATIONAL
E-Commerce leidet
Fast 90% der E-Commerce-Händler sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen – jeder zweite erwartet Umsatzrückgang. 41% verzeichnen schon jetzt Nachfragerückgänge. Das sagt eine Umfrage des Branchenverbands bevh. Gut 50% der Unternehmen rechnen momentan mit einer temporären Schließung zumindest von einzelnen Bereichen im Jahresverlauf. Allerdings wird mit Hochdruck daran gearbeitet, Abteilungen zu separieren, um insbesondere die Logistik nicht zu gefährden.

Bayern macht dicht
Bayern will am Montag den Katastrophenfall ausrufen. Demnach müssten ab Mittwoch alle Geschäfte schließen, die nicht mit Waren des täglichen Bedarfs handeln. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen bleiben also geöffnet.


Lieferung mit Abstand
Lieferanten wie Lieferando und Picnic bieten ab sofort die Lieferung ohne physischen Kontakt an. Die Lieferung wird dann vor der Tür abgestellt.

Fake-News über Schließungen
Wir sind so sehr daran gewöhnt, alles zu bekommen, was wir wollen, wann immer wir wollen, dass wir in Panik ausbrechen, wenn es einen halben Tag lang kein Toilettenpapier gibt. Schlimmer noch: nun geistern Fake-Meldungen über die angebliche Schließung oder über eingeschränkte Öffnungszeiten von Lebensmittelgeschäften herum. Politik und Verbände kommen kaum mit den Dementis hinterher.

Echte Schließungen
Shopping macht ja jetzt eh keinen Spaß. Nur folgerichtig, und gesünder auch für die Angestellten, dass Nike und Apple nun ihre Läden in Europa schließen. notebooksbilliger.de-Stores werden ab heute geschlossen bleiben. Mister Spex stellt alle Stores auf Notversorgung um. In Italien und Frankreich, wo die Zahl der COVID-19-Fälle rapide angestiegen ist, wurde die Schließung aller nicht lebensnotwendigen Einzelhandelsgeschäfte bereits umgesetzt, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Offen bleiben unter anderem Supermärkte, Apotheken und Tankstellen.

Corona-Fall bei Zalando
Zalando hat seinen ersten Corona-Fall. Ein Mitarbeiter in der Berliner Konzernzentrale wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Die Person befinde sich seitdem zu Hause.

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Digitalisierung in der Praxis
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///// INTERNATIONAL

Picnic holt Pakete
Der Online-Lebensmittellieferdienst Picnic wird ab Anfang April auch DHL-Pakete bei den Kunden zu Hause abholen. Der Abholdienst wird in Gouda und Zoetermeer starten und dann an über 100 Standorten in den Niederlanden eingeführt.

Prime-Lieferung stockt
Auch bei Amazon ist die Ware gebremster unterwegs. Hierzulande muss man auf Prime-Lieferungen schon mal einen Tag drauf schlagen. Aus New York höre ich, dass Bestellungen am Sonntag eher Mittwoch kommen.

Amazon Go kommt nach London
Noch in diesem Jahr will Amazon einen kassenlosen Supermarkt in London eröffnen. Der Amazon-Go-Laden soll im Viertel Notting Hill stehen.

Walmart kürzt die Öffnungszeiten
Walmart kürzt die Öffnungszeiten in seinen 24-Stunden-Läden. So hat man mehr Zeit für eine gründliche Reinigung. Supermärkte sind schließlich quasi Petri-Schalen für das Coronavirus.

///// AUCH NOCH WICHTIG


Hohe Nachfrage bei E-Food
Beim Food-Lieferdienst Picnic ist die "Nachfrage um knapp 50 Prozent gestiegen – in allen Gebieten", das twitterte Deutschland-Chef Frederic Knaudt.

Kleine Hilfen
Die Coronavirus-Pandemie ist ein gewaltiger Test für die Logistik-Infrastruktur, für Start-ups und kleine Händler. Viele müssen um ihre wirtschaftliche Zukunft kämpfen. Weil Kunden ausbleiben, weil Lieferketten austrocknen. Eine gute Idee, die gerade im Netz herumgereicht wird, um beispielsweise kleinen Händlern vor Ort und im Web zu helfen: Kaufen Sie Geschenkgutscheine. Für später. Jetzt sind sie eine Art kleiner Kredit.

Favorit der Leser
 Wer einmal in Mailand einkaufen war und das Flair hier genossen hat, findet für den aktuellen Zustand der Stadt nur ein Wort: Silentium. Italien ist vorübergehend stillgelegt worden, das Coronavirus lässt das Land erstarren. Das trifft den Handel jetzt schon hart, und wehe, wehe, wenn ich das Ende sehe. Das Italien-Dilemma trifft sogar deutsche Händler. Doch manch deutscher Händler sorgt noch für erfreuliche Nachrichten.