Die gute Nachricht zum Wochenstart lautet: Die Amerikanerinnen kaufen wieder Kleider. Mehrere große Modemarken in den USA bestätigen, dass sich die Frauen im Land darauf vorbereiten, die Jogginghose gegen das Kostüm zu tauschen - sprich Homeoffice gegen Büro. Auch in Deutschland kommt Bewegung in den stationären Handel. Ab heute gibt es Lockerungen, die bundesweit sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Ob in den USA oder hierzulande - den Höhenflug des Online-Handels dürfte das nicht ausbremsen. 

///// HANDEL NATIONAL
Niederländischer Online-Supermarkt Crisp will in Deutschland starten
Wird sich der Trend zum Online-Einkauf auch bei Lebensmitteln durchsetzen? Darauf wetten zumindest Investoren und pumpen ordentlich Geld in immer neue Anbieter. So hat das Start-up Crisp aus den Niederlanden nun weitere 30 Mio. Euro erhalten, um seine Expansion nach Deutschland vorzubereiten. Das Handelsblatt nimmt dies zum Anlass, die neuen Anbieter und Konzepte zu beleuchten. 

Arte-Doku zu Billigmode
Morgen läuft um 20:15 Uhr auf Arte der Dokumentarfilm „Fast Fashion - Die dunkle Welt der Billigmode". Laut Fashionunited.de ist der Film ein Muss für alle Shoppingsüchtigen. Er zeige die Methoden auf, mit denen der Konsum von Bekleidung durch Billigmode ins unermessliche gesteigert wurde. Vorreiter der Fast-Fashion sei die Modemarke Zara. Auch der Online-Handel wird kritisch beleuchtet. 

Momox legt bei Bekleidung fast 50 Prozent zu
Die Zeit im Lockdown haben viele Menschen dazu genutzt, ihre Kleiderschränke und Bücherregale zu entrümpeln. Davon profitierte der Berliner Re-Commerce-Anbieter Momox und legte im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis von 312 Mio. Euro Jahresumsatz hin, ein Wachstum von 25 Prozent. Besonders stark wuchs der Verkauf von Second-Hand-Bekleidung mit 47 Prozent. Im Interview mit Fashionunited.de erläutert Momox-Geschäftsführer Heiner Kroke die neuen Ziele.  


///// HANDEL INTERNATIONAL


Walt Disney setzt auf E-Commerce und schließt 60 Disney-Stores in den USA
Um sich mehr auf vernetzte, flexible E-Commerce-Prozesse zu fokussieren, schließt Walt Disney in den USA nun 60 seiner Flagship-Läden im Laufe dieses Jahres, auch die Schließung von Standorten in Europa sei im Gespräch, schreibt das Handelsblatt. Es sei der perfekte Zeitpunkt sich operationell neu auszustellen, wird Walt Disney-CEO Bob Chapek in Business-Insider zitiert. Die Zukunft gehöre der E-Commerce-Plattform. 

Alibabas Lieferservice Ele.me liefert jetzt auch Medikamente und Blumen 
Chinesische Verbraucher können ab 2. März 2021 den Alibaba-Restaurant-Lieferservice Ele.me dazu nutzen, Medikamente von ihren lokalen Apotheken zu bekommen. Dafür wählen sie in der Karten- und Navigations-App Amap (Alibaba) eine Apotheke in der Nähe aus.
Noch in der Pilotphase befindet sich die Lieferung von Blumen über Ele.me. Wie Alibaba auf seinem Newsblog Alizila berichtet, wird dieser gerade mit 5.000 Floristen und Blumenhändlern getestet. Eine eigens dafür geschaffene Landingpage soll vor allem Firmenkunden ansprechen, die ihre Mitarbeiterinnen zum Beispiel am Weltfrauentag beschenken wollen. 

Ende der Pandemie in Sicht: Amerikanerinnen kaufen wieder Kleider
Während in Deutschland der Lockdown fortgeführt wird, sieht man in den USA Licht am Ende des Tunnels. Mit der Nachricht Frauen kaufen wieder Kleider" hat Richard Heyne, CEO von Urban Outfitter, in der vergangenen Woche der Wirtschaft in seinem Land Hoffnung gemacht. 2,4 Billionen Dollar hätten die Amerikaner in der Corona-Zeit gespart, berichtet das Handelsblatt. Der Online-Handel bleibe aber auch nach der Pandemie entscheidend. Verbraucher, die wieder rausgehen und sich feinmachen, bedeuteten noch lange nicht, dass sie wieder in Geschäfte gehen. 

DM expandiert doch nicht in die Schweiz
Schweizer Medien hatten in der vergangenen Woche über einen Markteintritt der Drogeriemarktkette DM in der Schweiz spekuliert. Das Unternehmen dementierte diese nun, berichtet die Lebensmittelzeitung

///// TRENDS & TECH

Amazon „Launchpad Innovation Award" - Bewerbung läuft
Bis zum 28. März 2021 fordert Amazon innovative Startups europaweit auf, sich für seinen „Launchpad Innovation Award" zu bewerben. Es winken Preisgelder von bis zu 100.000 Euro, ein kostenloser Zugang zu Amazon-Launchpad für ein Jahr sowie Werbe-Platzierungen. Bewerben dürfen sich Markeninhaber mit Sitz in der Europäischen Union (inklusive Großbritannien und der Schweiz), die weniger als 50 Mitarbeiter:innen beschäftigen, seit weniger als zehn Jahre am Markt sind und einen Jahresumsatz unter zehn Mio. Euro aufweisen.

Taschenhersteller stellt Satire-Video ins Netz
Weil er Amazon Design-Klau vorwirft, stellte der Taschenhersteller Peak-Design ein Satire-Video ins Netz. Amazon soll demnach die Schultertasche „Everyday Sling" für seine Eigenmarke Basic kopiert und unter gleichem Namen angeboten haben, nur knapp 60 Euro günstiger. Nach Veröffentlichung des sehenswerten Videos habe Amazon den Namen der Tasche geändert. 

Favorit der Leser
Wie stellen sich Online-Händler richtig für die Post-Cookie- und Post-Privacy-Shield-Ära auf? Welchen Handlungsbedarf gibt es aufgrund der verschärften Datenschutz-Rechtslage und was heißt das für das Web-Tracking mit gängigen US-Tools? Gastautor Olaf Brandt, Geschäftsführer der etracker GmbH, gibt Antworten