Heute beginnt der Amazon-Prime-Day, bereits seit dem Wochenende überbieten sich die Mitbewerber mit Angeboten. Trittbrettfahren ist rund um das größte Online-Schnäppchen-Event äußerst beliebt. Doch noch weitere Nachrichten vom Wochenende lassen aufhorchen: Walmart steigt in die Drohnenlieferung ein und die Sängerin Lena Meyer-Landrut verkauft ihre Modekollektion exklusiv über About You. Kurioses kommt von Amazon-Gegnern. Gleich zwei Petitionen gibt es zu Jeff Bezos, deren Inhalte mehr als bizarr sind (siehe unten). 

///// HANDEL NATIONAL
DHL: Gleich zwei starke Männer für große Lieferungen zum Wunschtermin
Onlinehändler können ab sofort ihren Kunden:innen die Lieferung von sperrigen Produkten in einem 2-Mann-Handling zum Wunschtermin an Samstagen und am späten Abend anbieten. DHL macht das ab sofort möglich. Gerade bei diesen großen Lieferungen sei die persönliche Übergabe wichtig, heißt es bei DHL. Durch die Corona-Krise sei der Einkauf von Möbeln im Internet stark gestiegen. Das 2-Mann-Handling beinhalte auch, dass die Waren an den vorgesehenen Platz getragen und aufgebaut sowie das Verpackungsmaterialien direkt wieder mitgenommen werde.

Neue Kollektion von Lena Meyer-Landrut exklusiv bei About You
Wer unbedingt Mode von der Sängerin Lena Meyer-Landrut tragen will, kommt um Zalando nicht herum. Nur dort ist die neue Kollektion, die den Namen „A lot less” trägt, zu haben. Mit About You habe sie den richtigen Vermarktungspartner gefunden, erklärt die Sängerin in einer Pressemeldung. Hauptaugenmerk liege auf bequemer Mode für Zuhause aus nachhaltigem Material. About You äußert sich zufrieden über diese prominente Kooperation. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Walmart setzt auf On-Demand-Drohnenlieferdienst
Der US-Einzelhandelsriese Walmart investiert in DroneUp, einen landesweiten On-Demand-Drohnenlieferdienst. Der nun verkündeten Zusammenarbeit ging eine Testphase mit Covid-19-Selbstabholer-Kits voraus. Walmart US sei prädestiniert für diese Art von Lieferung, da sich seine 4.700 Geschäfte mit über 100.000 Artikeln in einem Umkreis von zehn Meilen von 90 Prozent der US-Bevölkerung befänden, heißt aus dem Unternehmen. Der Drohnenlieferdienst soll in den kommenden Monaten in einer Filiale in Bentonville, Arkansas, stattfinden.

Britische Umstandsmode-Marke Seraphine geht an die Börse
Londons Börse LSE bekommt Zuwachs: Die im Jahr 2002 gegründete, digitale Umstands- und Stillbekleidungsmodemarke Seraphine hat über ihre Holdinggesellschaft, Kensington Topco Limited, den Börsengang angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens bediene man einen wenig umkämpften, globalen Markt. Neben den Online-Shops, die 120 Märkte weltweit beliefern, gibt es stationäre Geschäfte in Großbritannien, Frankreich, Dubai, Hongkong und bald auch in Indien. Etwa zwei Drittel des Umsatzes wird außerhalb Großbritanniens erzielt. 

Kuriose Meldungen zu Amazon zum Wochenstart
  • Der Newsfeed Change.org berichtet von einer Petition, die Amazon-Chef Jeff Bezos vorschlägt, mit seinen Milliarden das Gemälde der Mona Lisa zu kaufen und diese dann aufzuessen. Ergebnis: 9.000 Unterzeichner bisher.
  • Mehr als 41.000 Unterschriften wurden für eine Petition gesammelt, die vorschlägt, Jeff Bezos nicht mehr aus dem All zurückkommen zu lassen, berichtet der Business-Insider. 
  • Eine Frau aus Buffalo, New York, soll mehr als 100 Pakete von Amazon erhalten haben, die sie nicht bestellt hatte. Einem Bericht des Nachrichtensenders NBC zufolge, hat Amazon die Lieferung von weiteren 1.000 Paketen zwischenzeitlich gestoppt. Der Auftraggeber ist bisher unbekannt. 
  • Amazon hat in der Nähe von Seattle seinen ersten kassenlosen Hightech-Supermarkt in der 2000-Quadratmeter-Klasse geöffnet. Das sei der Durchbruch für die "Just-walk-out-Technologie", schreibt die Lebensmittelzeitung

///// TRENDS & TECH

Digitale Panel-Diskussion: Cashflow meets Financing im E-Commerce
Welche Aspekte sind im E-Commerce neben Verkauf und Marketing noch erfolgsentscheidend? Viele Fallstricke lauern hinter den Kulissen in der Finanzplanung. Am Donnerstag, 24. Juni 2021 um 10 Uhr, diskutieren Dominik Becker (Head of Finance bei GOT BAG), Nicolas Martin (CFO von Primal State Performance GmbH), Fredi Gruber (Co-Founder von fulfin - financing ecommerce) und Timo Hoffmann (Head of Partnerships bei Agicap Deutschland) bei einer digitalen Panel-Diskussion über die finanzstrategischen Probleme von eCommerce-Unternehmen im Wachstum. Zur Anmeldung geht es hier

German Shopper-Report 2021: Das Erfolgsrezept von Amazon
Der E-Commerce-Dienstleister Pattern hat in einer Sonderauswertung seines German-Shopper-Report-2021 die Erfolgsfaktoren von Amazon in der Kundenbindung analysiert. Die Attraktivität des Online-Riesen liegt demnach im Sortiment, da die Kunden:innen bei Amazon Produkte finden, die im stationären  Läden nicht vorhanden sind. Außerdem sei Amazon zu einer Art Warenverzeichnis mit Preis- und Produktauskunft sowie einem Verbraucherforum (Kundenbewertungen) geworden. Das ziehe die Menschen regelmäßig auf den Marktplatz und habe zu einer großen Kundenloyalität beitragen. Die Studie gibt es zum Download hier

Lebensmittelplattformen wollen mit Werbung mehr Geld verdienen
Sie operieren auf hart umkämpften Märkten mit kleinen Margen, da liegt es nahe, über weitere Nutzungsmöglichkeiten der Plattformen nachzudenken, um profitabler zu werden. In den USA macht das jetzt der Blitzlieferdienstleister Gopuff vor. Große Marken wie Pepsico, Kraft Heinz und Unilever sollen bereits erste Werbebuchungen in der Gopuff-App platziert haben. In Deutschland erwägen nach Medienberichten Gorillas und Flaschenpost die Öffnung für Werbepartner. Gopuff hat nach einer Testphase sein Werbebuchungs-Tool nun für alle Werbetreibenden geöffnet.

///// NACHHALTIGKEIT

E-Commerce Kunden wollen umweltverträgliche Verpackungen
In Deutschland wissen Verbraucher:innen ganz genau, was sie unter umweltverträglichen Verpackungen verstehen, das hat der Verband der Wellpappen-Industrie in einer Online-Umfrage herausgefunden: 75 Prozent fordert eine vollständige Recyclingfähigkeit des Verpackungsmaterials, 72 Prozent die Vermeidung von Plastik und 67 Prozent sieht in der Größe der Verpackungen ein Nachhaltigkeitsindiz, wenn diese nicht größer sind, als es die Ware erfordert. Schließlich sollte die Verpackung aus Recycling- oder nachwachsendem Material sein.