In der vergangenen Woche entschied die Regierung des australischen Bundesstaats New South Wales über die Einführung eines Mindestlohns für Fahrer von Amazon und Co. In Deutschland liegt der Stundenlohn für Fahrer von Amazon Flex deutlich über dem in Deutschland gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Nun hat sich Tagesschau diesem Thema angenommen und informiert über die in dieser Entlohnung versteckten Haken und nicht abgedeckten Kosten. Es kommt einiges zusammen.

///// HANDEL NATIONAL
Ebay bietet neue Design-Funktionen
Ebay Shops werden im ersten Quartal 2022 mit einigen neuen Funktionalitäten ausgestattet. So erhalten Händler die Möglichkeit, ihre virtuellen Schaufenster mit Hilfe von neuen Design-Funktionen selbst zu gestalten. Zu diesen gehören ein Banner-Bild, das Firmenlogo, ein Info-Tab und Produktkategorien, die visuell dargestellt werden können. Als weitere neue Anwendung kündigt der Marktplatzbetreiber an, dass die Kunden bei ihrem ausgewählten Shop einen personalisierten Newsletter bestellen können. Möglich sei dies über den Klick auf das Herz-Symbol auf der Webseite. Die dritte Neuerung soll die Weitergabe der Internetadresse des Online-Shops in die sozialen Medien werden.

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Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket für die Retail Tech Konferenz am 18. März 2022 der Universität St. Gallen.
An der Retail Tech Konferenz der Universität St. Gallen werfen Handels- und Tech-Unternehmen. wie Google, Facebook, Amazon Web Services, SAP, Microsoft, TikTok, Salesforce, IBM, Klarna, Douglas, On und Valora einen Blick in die digitale Zukunft des Handels. Sichern Sie sich jetzt die letzten Tickets für den 18. März 2022 und profitieren Sie von neuen Impulsen für den Handel.


Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt an

Das Ifo Institut meldet eine bessere Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im Februar einen Wert von 98,9 Punkten erreicht, im Januar lag er bei 96 Prunkten. Nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher beruhen die positiven Erwartungen auf einem Abflachen oder sogar dem Ende der Pandemie. Eine wesentliche Verbesserung habe es im Handel gegeben, der Index sei von -1,3 auf +6,6 angestiegen, die Händler seien deutlich zufriedener und ihre Erwartungen hätten sich ebenfalls verbessert. Die Umsätze bewegten sich im Vergleich zu den Werten von 2021 nach oben, Probleme bereiteten aber weiterhin die Lieferengpässe. Allerdings bleibe die Krise in der Ukraine für die gesamte Wirtschaft ein Unsicherheitsfaktor. Die Angaben, die das Ifo für den Index jeden Monat von rund 9.000 Unternehmen erhält, erfolgte auch vor der Zuspitzung der Krise am vergangenen Montag.


Vässla und Cure-Rider kooperieren
Der Fahrradhersteller Vässla und der Apotheken-Lieferdienst Cure-Rider haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die Kuriere nutzen jetzt für ihre Fahrten durch Berlin das Vässla Bike, nach Angaben des Unternehmens eine Mischung aus E-Bike, Scooter und E-Moped. Vässla habe für die Kunden aus der Lieferbranche, zu denen auch Uber Eats und Wolt gehören, einen Rundum-Service im Rahmen des Abo-Modell "Vässla Club for Delivery" aufgebaut. Bestandteil des Service sind laut Vässla die Wartungsarbeiten. Auf der anderen Seite übernehme Cure die Servicekosten, da die Fahrer dort fest angestellt seien.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Klarna legt in Frankreich und Italien zu
Finanzdienstleister Klarna meldet für Italien und Frankreich Kundenzahlen von jeweils mehr als einer Million. In beiden Ländern ist Klarna nach eigenen Angaben erst seit Ende 2020 respektive Frühjahr 2021 aktiv. Die Zahl der angeschlossenen Händlern liege in Frankreich bei 2.200 und Italien bei 6.500. Ein Ausbau plant das Unternehmen für das Bonusprogramm, das bisher Kunden in den USA und Australien nutzen können. Es soll ab sofort in neun weiteren Ländern verfügbar sein, zu denen Deutschland aber nicht gehöre. Hier sei der Start bis Ende des Jahres geplant. Ebenfalls 2022 soll die Freischaltung der "Pay now"-Funktion als Alternative zu "Pay later" in allen Märkten erfolgen.

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Zertifizierung "Omni-Channel-Manager"
An der Universität St.Gallen (Schweiz) startet am 23. Mai das vierte Omni-Channel-Management-Seminar. Absolventen werden zu zertifizierten (CAS) Omni-Channel-Managern. Zusammen mit Dozierenden (Universität St.Gallen, Universität Groningen, HEC Paris, Henley Business School) und namenhaften Praxisreferenten lernen Omni-Channel-Manager in sechs dreitätigen Modulen verteilt über zwölf Monate für Ihr Unternehmen die neusten Entwicklungen und Trends und profitieren von etablierten Tools zum Omni-Channel-Management in der Praxis. Profitieren Sie von diesem etablierten Praxisseminar und lösen Sie die Omni-Channel-Herausforderungen für Ihr Unternehmen.


Zoomo erhält 20 Millionen US-Dollar
Die europäische Expansion von Zoomo kann weitergehen. Das australische Start-up, das sich auf Bau und Vermietung von E-Bikes für Lieferdienste spezialisiert hat, erhält von Investoren nach Angaben von Reuters weitere 20 Millionen US-Dollar, damit liege die Kapitalbasis nun bei 100 Millionen US-Dollar. Tätig sei Zoomo in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Spanien, zu den Kunden gehörten Uber Eats, Doordash und Just Eat Takeway. Die Gebühren reichten von 20 US-Dollar pro Woche bei bis zu 50.000 Kilometer pro Jahr bis zu 54 US-Dollar in Großbritannien. Neben einer Ausdehnung in weitere Zielländer und einer Weiterentwicklung der IT werde auch an neuen Radtypen und Bauteilen, mit denen ein höheres Gewicht transportiert werden könne, gearbeitet.

Macy's trennt den Online-Bereich nicht ab
Die längere Zeit diskutierte und von einigen Investoren geforderte Abtrennung des Online-Handels von Macy's von der stationären Schiene ist vom Tisch. Der Kaufhauskonzern habe die möglichen Szenarien mit Beratern durchgerechnet, es habe sich gezeigt, dass sich das Unternehmen mit den bestehenden Plänen auf dem richtigen Weg befinde, heißt es bei CNBC. Macy's habe als ein komplett integriertes Unternehmen bessere Zukunftsaussichten, laute die Einschätzung des Vorstands. Im Laufe des Jahres sei aber der Start eines eigenen Online-Marktplatzes geplant. Nach der Einschätzung von Marktforschern könnten die nur auf Online-Verkauf fokussierten Unternehmen vor deutlich höheren Kosten für Werbung stehen, wenn die Kunden in den nächsten Wochen und Monaten wieder in die Geschäfte zurückkehrten.


///// TRENDS & TECH

DHL Supply Chain nimmt ein vollautomatisiertes Kleinteilelager in Betrieb
In Braunschweig ist der Startschuss für das erste vollautomatisierte Autostore Logistiksystem der DHL Supply Chain, dem auf Kontraktlogistik spezialisierten Bereich der Deutsche Post DHL Group, gefallen. Die Anlage läuft im Lager der Omnichannel-Auktionsplattform 1-2-3.tv. Mit dem neuen System könnten Kleinteile platzsparend gelagert und vollautomatisch kommissioniert werden, heißt es von Unternehmensseite. Die Kapazität liege bei 18 Millionen Produkten jährlich. Die Lagerung sei in bis zu 40.000 Kunststoffbehältern möglich, die auf 16 Ebenen gestapelt werden könnten. Auf der obersten Ebene bewegten sich die Fahrroboter für die Kommissionierung der Ware und um sie für die Weiterverarbeitung durch die Mitarbeiter zusammenzustellen.

Metaversum noch weitgehend unbekannt
In Deutschland ist das Metaversum und was sich dahinter verbirgt noch für viele Menschen ein unbekanntes Feld. Nach den neuesten Zahlen einer Umfrage von Bitkom kennen es drei Prozent genau, 17 Prozent haben davon gehört oder gelesen, fünf Prozent können es einordnen und neun Prozent wissen nicht genau, was es bedeutet. Insgesamt liege der Anteil der Deutschen, die noch nie vom Metaversum oder Metaverse gelesen oder gehört hätten, bei 74 Prozent. Aber ein Drittel wolle es kennenlernen, nach einer kurzen Einführung hätten es 34 Prozent als "spannend" eingestuft. Aber 42 Prozent stuften es als Hype ein, der bald vorbei sei.

Influencer-Marketing: Wo beginnt Schleichwerbung?
Wenn Influencer die Follower scheinbar vertraulich an ihrem Privatleben teilhaben lassen, verschwimmt mitunter die Grenze zwischen persönlicher Empfehlung und Reklame. Immer öfter müssen sich deshalb bekannte Persönlichkeiten wegen des Vorwurfs der Schleichwerbung vor Gericht verantworten. Etailment-Expertin und Rechtsanwältin Kathrin Schürmann klärt über die Kennzeichnungspflicht auf und sagt, welche Auswirkungen die Novelle des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) hat.


///// NACHHALTIGKEIT

Die EU-Kommission will ein strenges Lieferkettengesetz
Die EU-Kommission will für größere Unternehmen stärkere Regeln bei Klima-, Umwelt- und Menschenrechtsverstößen der Lieferanten festlegen. Das neue Lieferkettengesetz, dessen Entwurf am Mittwoch vorgelegt werde, soll dann für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern gelten, meldet die Süddeutsche Zeitung. Dazu gehörten rund 12.000 Unternehmen innerhalb der EU. In Branchen mit höheren Risiken für Verstöße gegen Umwelt- und Menschenrechtsstandards sei eine Grenze von 250 Arbeitskräften geplant. Das europäische Gesetz solle auch für Unternehmen gelten, die nicht aus der EU kommen, aber hier tätig sind. In Deutschland liegt die Grenze im geplanten Gesetz ab 2023 bei 3.000 Mitarbeitern, nach einem Jahr sinkt sie auf 1.000 Mitarbeiter. Nach einem Bericht von Correctiv und SWR waren und sind im Hintergrund diverse Lobbygruppen aktiv, um das europäische Gesetz abzuschwächen.