Liebe Leserin, lieber Leser, an den Börsen ist es ja ein großes Auf und Ab. Angebot und Nachfrage eben. Auch hier kann ja der Satz von John D. Rockefeller, erster Milliardär der Weltgeschichte, gelten: "Habe keine Angst, das Gute aufzugeben, um Großartiges zu erreichen." Das gilt natürlich nicht nur für Aktien, sondern ganz allgemein für das Geschäft und das Leben. Und so gibt es auch heutige einige Player, die Deals aufgeben und andere, die groß(artig)e Pläne haben.

///// HANDEL NATIONAL
ECE und Otto vernetzen Einkaufswelten
Otto vernetzt sich immer mehr mit den eigenen Planeten im Universum der Otto Group. Diesmal mit dem Shopping-Center-Betreiber ECE. Stationäre Einzelhändler in den ECE-Zentren, schon länger auf einem noch lückenhaften Weg hin zur Digital Mall, werden mit Otto.de verknüpft und online eingebunden. Vorteil des Konzepts: Händler, die Geschäfte in einem der rund 90 deutschen ECE-Center betreiben, können ihres kompletten Filialnetz einbinden, also auch den Bestand außerhalb der ECE-Malls.
In Phase 1 können Kunden auf otto.de online sehen, ob ein Artikel in einem nahegelegenen Store vorrätig ist. Eine Option , die viele große Ketten im eigenen Webshop ohnehin längst bieten. Später sollen auch Reservierung, Online-Bezahlung und taggleiche Lieferung möglich werden. Zum Start mit rund 20.000 Artikeln sind unter anderem die Mode-Anbieter Marc O'Polo, Reno, Brax, Ulla Popken sowie SportScheck und myToys dabei. Das Connected Commerce Konzept, für das eigens ein Joint Venture namens Stocksquare gegründet wurde, erinnert an den Connected Retail von Zalando. Dort ist man aber schon deutlich weiter.

Stylebop hat kein Geld
Der deutsche Luxus-Onlinehändler Stylebop hat seine Lieferanten darüber informiert, seinen Geschäftsbetrieb 2020 einstellen zu wollen – und zugleich um Zahlungsaufschub gebeten. Das geht aus einem Brief  hervor, der der TextilWirtschaft vorliegt. Stylebop war 2004 einer der ersten Online-Shops für Mode in Deutschland.

///// INTERNATIONAL


FedEx beendet Deal mit Amazon
FedEx scheint von den Logistik-Eskapaden von Amazon zu Wasser, zu Lande und in der Luft zunehmend genug zu haben und beendet seinen Liefervertrag für Überlandlieferungen mit Amazon und bricht damit eine weitere Verbindung zum E-Commerce-Riesen ab. Für Express-Lieferungen per Flieger hat FedEx seinen US-Vertrag mit dem Riesen bereits nicht verlängert. Angesichts wachsender eigener Lieferflotten und Modellen wie Amazon Flex wird der Onlinehändler das verkraften. Die Reaktion von Amazon-Offiziellen bei Twitter ist trotz der symbolhaften Zeitenwende entsprechend entspannt. Ich übersetz mal: Tschö.

Amazon schickt "Treasure Truck" in weitere Städte:
Mit einer Mischung aus altmodischem Zirkuswagen und Coca-Cola-Truck tingelt Amazon seit 2016 mit dem Treasure Truck durch amerikanische Städte. Beladen ist der Treasure Truck jeweils mit nur einem Produkt, das Kunden nur an einem bestimmten Tag und nach Vorbestellung in der Amazon App erwerben können. Inzwischen haben sich eine Millionen Abonnenten in 25 US-Städten für neue Nachrichten des Schatzsuchers angemeldet. Den schickt Amazon jetzt in vier weitere Städte: Charlotte, Cincinnati, Columbus und Las Vegas. Der Schnäppchen-Truck bietet in der Regel ein spektakuläres Sonderangebot, das in begrenzter Stückzahl weit unter UVP angeboten wird. Wichtiger als der Ertrag dürfte für Amazon der emotional aufgeladene Kauf, begleitet von Showeinlagen rund um den rollenden Markenbotschafter sein.

///// TRENDS & TECH

"Think Tank" zur Cyber-Sicherheit
Jahrelang wurde an der Datensicherheit gespart. Jetzt wird, spätestens seit dem Daten-Hack der Cyber-Erpresser bei Wempe, umgedacht. Doch wie kann sich der Handel erfolgreich schützen? Solchen Fragen widmen sich Experten und Händler beim neuen Business-Event "Think Tank" von Der Handel und etailment.de. Im limitierten Teilnehmerkreis treffen sich dort Entscheider aus der Handelsbranche mit Experten. Diesmal zum Thema "Die verkannte Bedrohung: Cyber-Attack & Diebstahl". Der Termin: 15. Oktober 2019 im Panasonic Business Solutions Centre in Wiesbaden.  Am besten jetzt hier anmelden. Die Limitierung ist kein Werbe-Gag.

Start-up des Tages
Designerin Jessica Liepelt traut sich mit Business-Kleidung für Frauen zum zweiten Mal, sich selbstständig zu machen. Auf etailment.de berichtet sie, wie sie sich online herantastet und wie ihr dabei Amazon helfen soll.

Favorit der Leser
Die E-Mobilität war lange eher eine Enttäuschung. Mit der Ausweitung der Modellpalette machen die Hersteller jetzt aber ernst: Die Zukunft soll elektrisch werden. Hermes und Amazon fahren schon mal vor.

Das „Morning Briefing“ ist der News-Espresso zum Frühstück. Teilen Sie das gerne mit Freunden und Kollegen. Danke vorab! 
Hier geht es zum Abo.
Unsere Newsletter liefern Nachrichten über die man spricht, Analysen und Hintergründe.