Noch hängen die Werbeplakate für Mitarbeiter bei Foodpanda aus dem Hause Delivery Hero in Frankfurt am Main-Hauptbahnhof. Die Konditionen klangen gut, doch daraus wird nun nichts. Heute, am Heiligen Abend, sollten auch die Flitzer anderer Anbieter sich eine Pause gönnen. Um 13 Uhr schließen die Geschäfte. Online schläft und pausiert nie, das stimmt. Abhängig von den Verbrauchern. Auch das Morning-Briefing macht eine kurze Weihnachtspause. Am 3. Januar sind wir zurück. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!

///// HANDEL NATIONAL
Home24 übernimmt Butlers
Es wird nicht die letzte große Übernahme einer stationären Ladenkette in Pandemie-Zeiten gewesen sein, dennoch ist diese beachtlich: Der börsennotierte Online-Möbelhändler Home24 mit Sitz in Köln schluckt die Ladenkette Butlers mit 130 Filialen in elf Ländern und wird somit hybrid. Home24 ist mit einer halbe Mrd. Euro Umsatz um ein Vielfaches größer als Butlers (95 Mio. Euro). Man rechne bereits im kommenden Jahr mit signifikanten positiven Effekten, teilte Home24 mit.

XXXLutz-Gruppe investiert in Möbel.de
In die umgekehrte Richtung wie zuvor geht es beim Deal der XXXLutz-Gruppe mit dem Einrichtungsportal Möbel.de. Sie übernimmt die bestehende Beteiligung der ProSiebenSat.1-Tochter NuCom Group, die bei Möbel.de ausgestiegen ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 


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Deutschland vorn bei World Star-Awards der Verpackungsindustrie
Was es nicht alles gibt: Die World Packaging Organisation (WPO) vergibt einmal im Jahr die World Star Awards für Innovationen an Unternehmen der Verpackungswirtschaft. Bei den Awards 2022 führen insgesamt 45 deutsche Unternehmen die Liste der World Stars an, gefolgt von Australien & Neuseeland (27), Japan (23) und China (15). Der Fokus bei den Einreichungen liegt auf Nachhaltigkeit und Convenience, aber auch Post-Covid-19-Trends wie Hygiene, E-Commerce und Wellness spielen eine wichtige Rolle. 

Drei Mitarbeiter von Amazon in Bad Hersfeld beschweren sich über ihre Arbeitsbedingungen
Bad Hersfeld ist die Logistikhauptstadt Deutschlands. Aktuell wird dort das Amazon-Werk von der Gewerkschaft Verdi bestreikt. Drei Mitarbeiter, die dem Aufruf gefolgt sind, haben sich gegenüber dem Hessischen Rundfunk (HR) zu ihren Arbeitsbedingungen geäußert. Demnach erleben sie eine Überwachung auf Schritt und Tritt. Toiletten-Kontrolle, Mobbing und Konkurrenzdruck führten dazu, dass die Mitarbeiter nur noch mit Magenschmerzen zur Arbeit erschienen. Amazon sieht laut HR keinen Handlungsbedarf. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Distributionszentrum „FedEx Alfortville“ jetzt im Fonds Encore+ 
Die Veränderungen der Welt durch den Online-Handel machen die Immobilien entlang der Lieferketten attraktiv für Investmentfonds. So gab das französische Unternehmen LaSalle Investment Management („LaSalle“) bekannt, den 70.000 Quadratmeter umfassenden Fedex-City-Logistikhub Alfortville am Stadtrand von Paris für seinen offenen Fonds Encore+ gekauft zu haben. Eigentümer war bisher die Bank BNP Paribas REIM. Der Encore+Fonds strebe nach überdurchschnittlich steigenden Erträgen, heißt es in der Pressemeldung. Eine Übernahme-Summe wurde nicht genannt.  

Amazon baut und wächst...
Die Erfolgsgeschichte von Amazon als das Kaufhaus für Jedermann" führt zu immer weiteren Bauprojekten in den USA. Aktuell entstehen in Arlington bei Washington D.C. Unterkünfte für 25.000 Amazon-Mitarbeiter. In den Technologie-Hubs Austin, Chicago und Phoenix soll die Präsenz massiv ausgebaut werden. Dafür wurden große Flächen neu angemietet. Die Expansion außerhalb Seattles (derzeit 75.000 Mitarbeiter) schafft über 3.500 neue Arbeitsplätze im IT-Bereich in den Städten Dallas, Denver, Detroit, New York City, Phoenix und San Diego. Ende des 3. Quartals hatte Amazon weltweit über 1,468 Mio. Mitarbeiter, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen aktuellen Jahresrückblick auf das Jahr 2021 wurde im Amazon-Blog veröffentlicht. Wie Amazon in Deutschland vorankommt beschreibt die Wirtschaftswoche

Alibaba setzt Kurs auf die kleineren Städte in China
In Chinas kleineren Städten leben mehr als 930 Millionen Menschen, fast dreimal so viel wie in den USA - und die meisten von ihnen werden von E-Commerce-Websites nicht erreicht, heißt es aktuell bei Alibaba. Der Online-Riese hat in Chinas Tier-1- und Tier-2-Städten eine Marktdurchdringung von 99 Prozent erreicht, jetzt will er in weniger entwickelte Gebiete vordringen, heißt es auf dem Unternehmens-Blog Alizila. 


///// TRENDS & TECH

Lieferengpässe im Handel: Wie Händler Kunden bei Laune halten
Lieferprobleme bei PCs, Fahrrädern, Möbeln - die Probleme in den weltweiten Lieferketten haben längst spürbare Folgen für den Einzelhandel. Worauf es jetzt in der Kundenkommunikation ankommt und wie es trotz anhaltender Produktengpässe gelingen kann, die Onlineverkäufe anzukurbeln, sagt Ivana Nikic von der Norisk Group in einem Gastbeitrag.

Deutsche Händler vernachlässigen ausländische Kundschaft
Ibusiness.de berichtet über ein interessantes Phänomen im deutschen Online-Handel: Demnach bedienen die Portale hierzulande vor allem einheimische Kunden (63,1 Prozent), lediglich 50 Prozent ihrer Kunden kommen aus dem Ausland. Auch legen sie ausländischen Kunden unnötig große Steine für den Einkauf in den Weg zum Beispiel bei der Adressfeldeingabe und der Zahlung. In der Studie wurden 137 Online-Händler aus den USA, China, Großbritannien, Japan, Mexiko und Deutschland untersucht. 

Jeder fünfte Europäer ist bereit, sich für Weihnachten zu verschulden
Wenn man zu Weihnachten mit der Familie zusammenkommt, will man auch deren Erwartungen erfüllen. Für mehr als ein Fünftel der Europäer ist das der Grund, sogar einen Kredit aufzunehmen. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten in der Generation Z (18-21 Jahre). Auch Haushalte mit Familien würden sich für Lebensmittel und Geschenke verschulden. Die Ergebnisse stammen aus dem jährlichen Verbraucherbericht von Intrum und werden in 24 Ländern erhoben.

///// NACHHALTIGKEIT

Pfandpflicht auf Flaschen ist ein Erfolgsmodell
Ob es an den Flaschen sammelnden Obdachlosen liegt? Fast jede bepfandete Einweggetränkeverpackung wird nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe an den Getränkehandel zurückgegeben. Nun will Deutschland ab 2022 die Pfandpflicht auf alle Einwegflaschen aus Plastik ausweiten. Dankeschön.

Paketzustellung per Lastenfahrrad: Handelsblatt-Doku zeigt Arbeitsbedingungen der Zusteller
In München testet UPS seit dem Jahr 2017 die Zustellung per Lastenrad. Was das für Zusteller bedeutet, dokumentiert das Handelsblatt. Zwar sei die Umstellung vom LKW aufs Fahrrad gut für die CO2-Bilanz von UPS, sie bedeute aber eine enorme zusätzliche körperliche Belastung der Zusteller und mache den harten Job noch härter. UPS liefert bereits in 30 Städten per Rad aus. In München seien dadurch allein im Jahr 2019 mehr als 108 Tonnen CO2 eingespart worden, so viel, wie 50 Autos ausstoßen, heißt es im Umweltbericht. Die Stadt München allerdings, will die Zusteller am liebsten durch Abholstationen ersetzen. Lesenswert.