Liebe Leserin, lieber Leser, ein Luxuslabel wie Burberry macht, so aktuelle Zahlen, bereits 40 Prozent seiner Umsätze mobil. Im Niedrigpreissegment spielt Mobile eine noch weitaus größere Rolle. Ein Start-up wie Wish rollt da gerade gewaltig den Markt auf, schildert etailment-Autorin Iki Kühn. Der Erfolg beruht übrigens auf nicht immer ganz sauberen Mitteln. Otto mit seinem Bekenntnis zu Mensch und Natur (und guten Mobile-Zahlen) wirkt da fast schon wie aus der Zeit gefallen. Hoffen wir, dass Otto damit seiner Zeit diesmal voraus ist.

Adidas gibt Sportgeschäften einen Korb (aber keine WM-Trikots):

Neuerliche Muskelspiele von Adidas gegenüber dem Fachhandel zeigen dem gerade einmal mehr, wie wenig er noch gebraucht wird. Die umsatzträchtigen neuen Nationaltrikots der DFB-Elf zur WM gibt es erstmal nur in Adidas-Läden und im eigenen Onlineshop. Die "SZ" schildert die Empörung der Zukurzgekommenen, die feststellen, dass sie zunehmend von zwei Seiten einen Korb bekommen - vom Hersteller und von den Kunden.

Otto hat Wert(e):

Viel kann man angesichts der Bilanzzahlen über Ottos Gewinne (405 Millionen Euro Ebit, plus 11 Prozent) und Umsatz (13,7 Milliarden Euro) lesen. Da geht das wichtigste beinahe unter: Das deutliche Bekenntnis der Otto Group zu Werten wie Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Damit will man auch gegen Amazon punkten. Online kletterten die Umsätze übrigens um rund elf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Der Einzelkonzern Otto konnte den Umsatz um 8,5 Prozent auf über drei Milliarden Euro steigern. Auch die Witt-Gruppe, Baur und Mytoys konnten sich verbessern, während Schwab und Sportscheck schwächeln. Weitere Zahlen zu den Einzelgesellschaften - und zu den Werten - bietet der Geschäftsbericht (pdf).

Douglas steigert E-Commerce um 10 Prozent:

Douglas steigert den Gesamtnettoumsatz (Zahlen als pdf) auch dank Zukäufen im ersten Halbjahr um 18,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das Ebitda stieg leicht um 1,6 Prozent auf 199 Millionen Euro. Der Nettogewinn sinkt leicht auf 59 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung bleibt mit 2 Milliarden Euro hoch. Sorgen macht vor allem der Umsatzrückgang in Deutschland und das mit 10 Prozent eher durchschnittliche Wachstum im E-Commerce. Da braucht es noch mehr Frischzellenkuren, als nur der Zukauf von Parfumdreams. 

About You will sich fit machen für die Börse:

About You könnte innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre an die Börse gehen. Dafür soll die Otto-Tochter dann Voraussetzungen mitbringen, die manche Rocket-Internet-Bude verfehlt - nämlich schwarze Zahlen und ein Umsatz um die Milliarden-Euro-Marke. Aktuell hat About You rund 280 Millionen Umsatz erreicht und sich damit um etwa 110 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, erinnert t3n. Auch ein weiterer Investor soll vor der Tür stehen. 

Thalia legt Onlineshops zusammen:

Thalia legt seine Onlineshops thalia.de und buch.de unter der Marke Thalia zusammen. Thalia.de bot immer auch Omni-Channel-Services, buch.de war eine reine Online-Plattform, weiß man beim Börsenblatt.

- ANZEIGE -

EDI weltweit im Trend zu noch mehr Vernetzung zwischen Unternehmen sowie Konsolidierung:

Das amerikanische Marktforschungsinstitut Forrester analysiert, wie sich 2018 entwickelt. Lesen Sie jetzt den kompletten Bericht „Vendor Landscape: B2B Business Networks“. Zum kostenlosen Download

INTERNATIONAL


Rabatte bei Whole Foods für Prime-Kunden:

Amazon Prime-Mitglieder bekommen nun bis zu 10 Prozent Rabatt auf Angebote bei Whole Foods und dürfen sich über weitere Discount-Angebote freuen. Die Rabatte-Kombi war nach der Übernahme von Whole Foods erwartet worden.

Walmart beerdigt "Scan & Go:

Walmart beendet seine Experimente mit "Scan & Go".Bei dem Checkout-System scannt der Kunde per Smartphone und Walmart-App die Produkte, wenn er diese aus dem Regal holt, zahlt dann in einem Rutsch an einer SB-Kasse. Anfang des Jahres hieß es noch, das System solle sogar ausgeweitet werden. Jetzt stellte man fest: Die Prozedur ist den Kunden zu umständlich. Ach.

Macy's steigert sich:

Macy's steigert sich im ersten Quartal auf 5,54 Milliarden Dollar Umsatz und schafft so ein Plus von 3,9 Prozent auf vergleichbarer Fläche. Damit fielen die Zahlen besser als erwartet aus. Auch auf der Haben-Seite bleib deutlich mehr Geld liegen. Macy’s führt den Erfolg unter anderem auch auf den E-Commerce zurück. 

Amazon will Lagerplatz besser managen:

Mehr Penner als Renner gleich weniger Platz im Lager, heißt bei Amazon für Marktplatz-Händler im FBA-Programm künftig in den USA. Amazon will, das sich was dreht, nicht steht. Wer also schlecht abverkauft, bekommt weniger Platz im Lager.

TRENDS & FAKTEN

bevh bestätigt Gero Furchheim:

Gero Furchheim wurde für weitere vier Jahre als Präsident des E-Commerce- und Versandhandelsverbands bevh wiedergewählt. Furchheim ist auch Vorstandschef des Designermöbel-Händlers Cairo.

Uber testet Food-Lieferung per Drohne:

Uber will die Lieferung von Pizza und Co per Drohne in San Diego testen. Bei dem Test wird Uber unter anderem mit Alphabet, FedEx, Intel und Qualcomm zusammenarbeiten.

Zahlen des Tages:

Wie sehen Kunden das Shopping der Zukunft? 56 Prozent glauben, dass Ladengeschäfte zukünftig stärker als Showrooms dienen werden, in denen die Produkte getestet werden, ehe der Verbraucher sie dann bei Amazon im Online-Shop des Händlers bestellt. 51 Prozent denken, dass 2030 aufgebrauchte Produkte dank smarter Haushaltsgeräte einfach ohne weiteres Zutun nachgeliefert werden. Mit Shopping ohne Kassen und Anstehen rechnen 53 Prozent. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben.

Event-Tipp e-Commerce Day:

Standardtermin für viele E-Commerce-Experten in der Bundesliga-Pause: Der e-Commerce Day 2018 am 25. Mai, der traditionell im Kölner RheinEnergie Stadion stattfindet. Wie gewohnt gibt es reichlich schlaue Leute, echte Fach-Debatten und eine tolle Kulisse. Deshalb spar ich mir Name-Dropping (die Promi- und Expertendichte ist eh hoch) und sage einfach, der Weg ins Stadion lohnt sich wirklich.

Lesetipp des Tages:

Jochen G. Fuchs erklärt, warum sich Händler nicht zu viel von lokaler Werbung bei Google erhoffen sollten: "Kunden wollen primär nicht lokal einkaufen, sondern schnell ihren Bedarf decken. Mehr steckt nicht hinter dem Anstieg des Suchvolumens nach örtlichen Angeboten."

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Das US-Start-up Wish will die  Nummer 1 werden. Deutsche Händler sollten sich ob der Konkurrenz der Shopping-App schon heute warm anziehen. Gründe dafür gibt es genug.

Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment - gibt es auch bei iTunes, bei Spotify und Soundcloud kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast abonnieren und keine Folge verpassen.