In der alten Welt wäre es ein großer Deal gewesen. SportScheck bildet ein Team mit Galeria Karstadt Kaufhof. Schade nur, wenn noch der  Sportsgeist aus der alten Welt zu spüren ist.

///// HANDEL NATIONAL
SportScheck geht (mit Mitgift) an Galeria Karstadt Kaufhof
SportScheck stand schon länger auf der Verkaufsliste der Otto Group. Galeria Karstadt Kaufhof hat nun zugegriffen. Wohl auch dank Mitgift eines zweistelligen Millionenbetrags. Filialen und Onlineshop passen ja durchaus zu Karstadt Sport. SportScheck, das rund die Hälfte des Geschäfts online macht, kämpft seit Jahren mit Verlusten. Sport-Scheck-Chef Markus Rech will das Unternehmen zu einer Art „Booking.com des Sports“ machen und "weg von einem reinen Handelsgeschäft hin zum Ökosystem für den aktiven und sportlichen Lebensstil".
Ob das klappt?
Das Marktplatzmodell mit dem Bauchladen an Erlebnissen, Reisen, oder Fitnessstudiozugängen liefere bereits "substanzielle Erlöse", versichert Jan Kegelberg, Chief Digital Officer (CDO) bei SportScheck, via Twitter.
Dennoch scheint Rech, ein guter Mann, noch in den Kategorien der alten Welt zu denken: "Unser Ziel ist es, ein so positives Kauferlebnis zu schaffen, dass der Kunde lieber in unsere Filialen kommt, anstatt den schnellen Klick im Internet zu tätigen", sagt er im Handelsblatt. Schneller Klick? Das klingt immer noch ein bisschen, als käme online der Umsatz aus dem schmuddeligen Hinterhof. Zukunftsfähig würde der Satz lauten: "Unser Ziel ist es, dem Kunden überall ein perfektes Kauferlebnis zu bieten."

Forscher fordern Retouren-Gebühr
Eine Rücksendegebühr für Retouren fordern Wirtschaftsforscher der Universität Bamberg in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Schon eine Rücksendegebühr von rund drei Euro könnte die Zahl der Retouren um 16% senken, erwarten die in der Studie befragten Online-Händler. Bei 490 Millionen zurückgeschickten Artikeln im vergangenen Jahr entspräche das etwa 80 Millionen Retouren weniger. Gut fürs Klima. Die befragten Händler stehen für 5,5 Milliarden Euro Online-Umsatz. Nur 15% von ihnen erheben Rücksendegebühren, vor allem kleinere Händler.

- ANZEIGE -
Omnichannel-Strategien im Einzelhandel
Noch stärker als der Preis entscheidet heutzutage das Kundenerlebnis über die Wahl einer Marke. Für Einzelhändler empfiehlt es sich daher einen nahtlosen Kundenservice über mehrere Kanäle hinweg zu bieten. Welche Prozesse Sie als Einzelhändler konkret implementieren sollten, um ein echter Omnichannel-Player zu werden, erfahren Sie im Whitepaper „Making Your Omnichannel Strategy a Reality“.

///// INTERNATIONAL


Amazon-Deliveroo-Deal in Gefahr
Die britischen Wettbewerbsbehörde meldet laut Reuters nun deutliche Zweifel an einer Beteiligung von Amazon am Lebensmittellieferdienst Deliveroo an. Das Amt spricht von "ernsthaften Wettbewerbsbedenken".

///// TRENDS & TECH


Lesetipp des Tages
Digitalchefs werden in Organisationen oft falsch eingesetzt. Das schmälert nicht nur ihre Wirkung, sondern macht die Position überflüssig. Der Versuch einer Kurskorrektur und ein Appell von
Marcus Diekmann, Chief Commercial Officer und Chief Digital Officer bei Rose Bikes.

Lloyd engagiert Magazino
Das Münchner Logistik-Start-up Magazino hat einen Lauf. Zuletzt beschloss Zalando, die mobilen Pick-Roboter TORU öfter einzusetzen, nun kommen die Kommissionier-Roboter auch beim Schuhhersteller und Retailer Lloyd Shoes zum Einsatz. Im Gegensatz zu anderen Automatisierungstechnologien, bei denen nur ganze Ladungsträger wie Paletten oder Kisten bewegt werden können, können die mobilen TORU-Roboter dank Künstlicher Intelligenz sowie 3D-Kameratechnik einzelne Objekte erkennen, greifen sowie transportieren und sind damit in der chaotischen Lagerung einsetzbar. Die intelligenten Roboter hat etailment hier vorgestellt.

Favorit der Leser
Bilder, Bilder, Bilder: Instagram, Pinterest und Co verändern nicht nur das Marketing, sondern auch ganz konkret die Surf- und Shopping-Gewohnheiten. Welche Folgen das für Webshops hat, untersucht Etailment-Experte Felix Schirl, Geschäftsführer und CTO bei trbo.