Liebe Leserin, lieber Leser, das richtige Timing ist im Handel wichtig. Und während Paydirekt wohl ein bisschen spät dran ist, um den Markt für Zahlungssysteme neu aufzurollen, war der Entwickler, der 2010 seine bestellte Pizza mit Bitcoins bezahlte, eindeutig zu früh dran. Je nach Tageskurs wäre er heute um 40 Millionen Dollar reicher. Das ist deutlich mehr als Glossybox zuletzt umgesetzt hat. Jetzt wechselt das Unternehmen den Eigentümer. Weitere News wie immer nach dem Klick.

Rocket verkauft Glossybox:

Für eine nicht näher bezeichnete Summe übernimmt die britische The Hut Group das Start-up für Kosmetik-Abo-Boxen. Allzu viel dürfte das aber nicht sein. Das 2011 gegründete Unternehmen erlöste, wie die Lebensmittelzeitung weiß, im Jahr 2016 knapp 15 Mio Euro, im laufenden Jahr sollen es 20 Mio werden. Die Briten sehen den Kauf als Ergänzung ihres Portfolios und Rocket, das zuletzt ja lauter kritisiert wurde, darf sich freuen.

Casper liegt im KaDeWe:

Das Matratzen-Start-up Casper kooperiert mit der KaDeWe-Group. Ab Ende August bis Januar 2018 können die Kunden in Berlin, München und Hamburg nicht nur Probeliegen. Der Pop-up-Auftritt umfasst auch eine Reihe von Aktionen, die den originellen Titel "Im Bett mit..." tragen. So gibt es Frühstück, Fußmassagen und kinderfreies Probewälzen, während eine Casper-Oma dem Nachwuchs etwas vorliest.

Hello Fresh mit mehr Umsatz und fast gleichen Verlusten:

Das ist doch schon mal was. Die Rocket-Tochter Hello Fresh konnte im ersten Halbjahr den Umsatz kräftig steigern. Um knapp 50 Prozent wuchs der Umsatz auf 435,4 Mio Euro an. Die Verluste sind dagegen nur leicht gestiegen. Lagen diese im Vorjahreszeitraum bei 45,7 Mio Euro, sind es nun 46,5 Mio, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Auch die Kundenbasis wurde im zweiten Quartal weiter ausgebaut. Die bessere Ertragslage ist deutlich gestiegenen Brutto-Margen geschuldet.

Bringmeister liefert am selben Tag:

Wie das Supermarktblog herausgefunden hat, bringt die Edeka-Tochter Bringmeister in Berlin den Kunden die bestellte Ware nun auch am gleichen Tag. Der Service wurde in der vergangenen Woche gestartet. Wer bis 14 Uhr bestellt, erhält seine Lebensmittel noch zwischen 18 und 24 Uhr.

Home24 mit neuem Showroom in Frankfurt:

Das nach eigenen Angaben größte Online-Möbelhaus Europas hat am vergangenen Wochenende einen neuen Showroom in Frankfurt am Main eröffnet. Auf 450 Quadratmetern präsentiert das Unternehmen eine Auswahl an Design-Möbeln, aber auch Wohnaccessoires. In Frankfurt war das Unternehmen bereits vertreten. Dieser Showroom unter der Marke "Fashion for Home" ist in die neuen Räume umgezogen, die in der Bleichstraße 1 liegen, wie Möbelmarkt.de berichtet.

Rocket kauft Aktien zurück:

Rocket Internet meldet, nach und nach eigene Aktien zurückzukaufen. Bis zum 30. April 2018 werden im Zuge des "Share Buy-Back Program" Anteile im Wert von bis zu 100 Mio Euro zurückgekauft. Im Höchstfall geht es um 5 Millionen Aktionen, was einen Anteil von knapp über 3 Prozent entspricht.

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"Immer mehr B2B-Hersteller setzen auf Spryker“:

Die Anforderungen von B2B-Herstellern lassen sich mit herkömmlicher Software kaum noch bedienen. Es gibt spezielle Konditionen, Absprachen, Erwartungshaltungen und vor allem sehr individuelle Prozesse. Aus diesem Grund erhält das flexible Commerce OS von Spryker aktuell sehr viel Zulauf von Unternehmen, die ihre Geschäftskundenabläufe mit der Softwarelösung digitalisieren. Der Werkzeughersteller HILTI hat das erst kürzlich getan und Johann Jenson, Global Head of Digital Customer Experience, erklärt im Spryker Commerce Cube auf der dmexco, wie das Unternehmen das Thema Digitalisierung bisher voran getrieben hat, warum es sich nun für Spryker entschieden hat und wie sie das Commerce OS im Unternehmen etablieren. 
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INTERNATIONAL

Aldi und Instacart kooperieren:

Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, startet ALDI Süd Ende des Monats ein Pilotprojekt in drei Städten: Los Angeles, Atlanta und Dallas. Kunden des Lieferdienstes Instacart können dann auch Produkte aus dem Sortiment von Aldi auswählen und erhalten die Ware binnen einer Stunde geliefert. Größter Kunde von Instacart ist derzeit noch Whole Foods, was sich aber in absehbarer Zeit ändern dürfte. Denn wahrscheinlich dürfte Amazon die Auslieferung der Produkte seiner neuesten Tochter dann selbst übernehmen.

Target kauft sich Software-Firma:

Um seine Position gegenüber Amazon zu stärken, kauft sich die Kette Target das Software-Unternehmen Grand Junction. Das Start-up hat sich auf die Abwicklung von taggleichen Lieferungen spezialisiert. Es verbindet Händler mit einem Netzwerk von Lieferdiensten. Über die finanziellen Hintergründe der Übernahme liegen keine weiteren Details vor, wie u.a. adage.com berichtet.


TRENDS & FAKTEN


Beliebtester Beitrag am Vortag:

Wer bei Amazon als Händler erfolgreich ist, braucht meist nicht lange darauf zu warten, bis die Einladung kommt, doch zum Vendor-Status zu wechseln. Aber ist der Schritt so vorteilhaft, wie es zunächst aussieht? Etailment erklärt. Seller oder Vendor - welches Amazon-Konzept lohnt sich?