Liebe Leserin, lieber Leser, die Nachricht ist fast schon historisch und natürlich auch ein bisschen PR. Ein Vergnügungspark-Hotel in Japan hat der Hälfte seiner 243 Roboter-Helfer gekündigt. Die waren als Concierge und für den Zimmerservice teilweise nicht zu gebrauchen oder nervten die Gäste. Fortschritt kann manchmal ganz schön enttäuschen. Das merkt gerade auch manch ein Player im E-Commerce.

Home24 enttäuscht
30 Prozent Wachstum wollte Home24, einer der Hoffnungsträger der Start-up-Schmiede Rocket Internet,  ursprünglich schaffen. Dann wurden es etwas kleinmöblierter: 20 Prozent wären auch wohnlich. Gelandet ist Home24 2018 dann bei rund 19 Prozent Umsatzzuwachs und somit zwischen 312 und 315 Millionen Euro. Kurz nach dem IPO noch ein Börsenliebling mit einem Aktienkurs von 31 Euro wandelt man sich derzeit eher zu einem Bettvorleger um die 10 Euro. Trotzdem bleibt das Management optimistisch. Ende 2019 will man den Break Even erreichen.

Amazon bietet Tierfutter-Eigenmarke
Amazon lanciert in Deutschland nun auch eine Tierfutter-Eigenmarke. Lifelong verspricht „qualitativ hochwertige Mahlzeiten für gesunde, glückliche Tiere zu einem attraktiven Preis“ und ist ein direkter Angriff auf die Angebote von Zooplus und Fressnapf. Der 5-Milliarden-Markt für Tierfutter ist digital indes noch klein. Gerade mal bei rund 10 Prozent liegt der Umsatzanteil des E-Commerce. Rund die Häflte davon wird bei Zooplus verortet. In den USA hatte Amazon im Frühjahr  2018 mit "Wag" eine eigene Marke für Haustierprodukte gestartet.

Picnic expandiert
Online-Händler Picnic weitet seinen Lebensmittel-Lieferdienst nun nach Krefeld aus. Ende Februar geht es dort los, meldet das Handelsblatt. Picnic beliefert derzeit rund 15.000 Kunden in Neuss, Kaarst, Meerbusch, Mönchengladbach und Düsseldorf-Oberkassel. Picnic setzt im Gegensatz zu vielen Rivalen auf Gratislieferung und feste Lieferzeitfenster. Das Wachstum fällt in eine Zeit, da etliche Rivalen derzeit online eher auf die Bremse treten. Selbst die E-Food-Attacke von Amazon ruht derzeit.

Roomle macht Design sichtbar
So richtig Fahrt aufgenommen hat das simulierte Möbelrücken in den eigenen Wänden noch nicht. Und dies obwohl beispielsweise das Plannungstool Roomle mit dem Marken wie USM Haller, Vitra, Hay oder eben auch Ikea arbeiten, schon lange beim virtuellen Einrichten hilft. Das 2014 gegründete Linzer Start-up bietet nun auch bei Design-Bestseller.de die Option, photorealistische 3D-Darstellung zu konfigurieren und in Fotos der eigenen Wohnung zu "beamen".

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INTERNATIONAL


Online-Dessous gehen auf die Fläche
Der Online-Dessous-Händler Adore Me hat in den USA seine ersten beiden stationären Laden eröffnet. 300 weitere Stores sind in den kommenden fünf Jahren das Ziel.

Ahold Delhaize schickt Roboter an die Regale
Ahold Delhaize setzt in über 170  Läden seiner Marken Giant/Martin’s in den USA nun Roboter für die Inventur ein. Die "Marty" von Badger Technologies sollen Regallücken, Preisauszeichnungen und Abweichungen des Regal-Layouts erkennen.


TRENDS & FAKTEN

Die beliebtesten Shopping-Apps
Amazon und Wish sind die Shopping-Apps mit den meisten Downloads 2018 in Deutschland. Das sagt der internationale "State of Mobile Report" von App Annie. Im Ranking aller Apps liegen sie damit bei den Downloads hinter WhatsApp, Instagram, Facebook Messenger und Netflix. Nutzer weltweit verbrachten 2018 sage und schreibe 18 Milliarden Stunden in Shopping-Apps, ein Anstieg um 45 Prozent im Vergleich zu 2016.

Zahl des Tages
44 Prozent der deutschen Onlinekunden, die in ausländischen Shops einkaufen, haben schon einmal bei Online-Händlern aus China bestellt. Das sagt das aktuelle E-Shopper Barometer von DPD, für das über 24.000 Konsumenten in 22 Ländern, davon 1.550 in Deutschland, befragt wurden. Rund jeder zweite deutsche Online-Kunde hat schon einmal im Ausland eingekauft. 

Start-up des Tages
Einkaufs- und Vertriebsprozesse zu optimieren, das ist die Idee. Eine Plattform vernetzt Lieferanten, Handel und Märkte des Lebensmittelhandels. Der Händler legt auf einer App sein Lieferanten-Netzwerk an und die Interaktion kann starten: Angebote, Aktionen, Terminvereinbarung bis zu Retouren oder Prozessoptimierungen lassen sich managen. Das Start-up go to emma kompakt erklärt.

Favorit der Leser am Vortag
In Deutschland ist die Begeisterung über die neue Bezahlmöglichkeit per Smartphone noch verhalten. Das EHI-Institut hat Verbraucher befragt und zeigt, was Kunden überzeugt.

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