Der Buchhandel verändert sich: Studien prognistizieren, dass E-Books wichtiger werden und Gedrucktes allmählich aus den Regalen verschwindet. Was tun? Bei Hugendubel setzen sie auf Kuchen, Spiele, sogar Yoga. Das zeigt: (Buch)Händler können durchaus auch Events. Mit Erfolg.

///// HANDEL NATIONAL
Spielen und Lesen
Studien zufolge soll der Verkauf von gedruckten Büchern zwar schrumpfen, doch lesen werden die Leute weiterhin: E-Books. Die Branche setzt heute mehr als 9 Milliarden Euro um und kann noch weitere 600 Millionen Euro schaffen. Doch das Geschäft in den Buchhandlungen verändert sich: Onlinebestellungen müssen sein, stellt das Handelsblatt fest, aber um Kunden in die Filialen zu locken, müssen neue Ideen her. Hugendubel etwa setzt auf Kaffee und Kuchen und auf Unterhaltung – etwa einen Escape-Room in der Filiale am Münchner Stachus, aus dem Kunden sich ihren Ausgang erknobeln, oder Yogastunden.

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///// INTERNATIONAL


Alibaba wächst weiter
Auch wegen Aktionen wie dem Single-Day oder Cloud-Angeboten wächst Alibaba weiter und weiter: Im 3. Quartal seines Geschäftsjahres (bis Ende Dezember) hat der chinesische Online-Konzern umgerechnet mehr als 21 Milliarden Euro eingenommen – ein Plus von 38 %. Neben der Cloudsparte, so Fashion United, wuchs auch der Logistikbereich. Allerdings werden im nächsten Quartal die Erlöse wohl sinken, weil das Corona-Virus Chinas (und also Alibaba) sowie die Weltwirtschaft bremsen wird, meint Chef Daniel Zhang Yong gegenüber TechAsia

Amazon hamstert, Nähereien akquirieren
Alles wegen eines Virus: Amazon hamstert Ware aus China und will damit möglichen Produktionsausfällen zuvorkommen, berichten die Onlinehändler-News. Damit wolle der Marktplatzbetreiber "Einkaufserfahrung und Verkäufer-Performance sicher(zu)stellen", manchen Lieferanten räumte das Unternehmen sogar Vergünstigungen ein. Derweil rüsten sich türkische Nähereien auf einen Auftragsaboom, weiß das Handelsblatt. Als Schutz vor dem Corona-Virus suchen Modemarken jetzt nach Alternativen für Dienstleister aus Asien. Die Türkei bietet Kapazitäten – weil sie wegen Menschenrechtsverletzungen zuletzt eher gemieden wurde. 

Klarna kauft in Italien ein
Einkaufsbummel in Italien: Klarna übernimmt das italienische Start-up Moneymour, das sich wie die Schweden um Ratenzahlungen kümmert. Mit Moneymour können Italiener online kaufen und ihre Rechnungen monatlich abstottern. Mit dem Unternehmen aus Mailand, das 2017 gegründet wurde, schafft sich Klarna gleichzeitig einen Tech-Hub in Italien an, meldet Tech.EU.

Europa bremst Facebooks Dating aus
Wär ein gutes Start-Datum gewesen: Am Abend vor dem Valentinstag wollte Facebook mit der Datingfunktione Secret Crush in Europa starten. Doch die irische Data Protection Commission – für Facebooks Europazentrale in Dublin zuständig – fühlt sich desinformiert: Facebook habe zu spät und nur unzureichend über die neue Funktion informiert, schreibt die Süddeutsche Zeitung.  Nun liegt Secret Crush auf Eis.


///// TRENDS & TECH


Spenden und verkaufen statt wegwerfen
Das sorgte 2019 für Schöagzeilen: Pro Jahr werden laut einer Studie der Universität Bamberg 280 Millionen Pakete und rund 490 Millionen Artikel an Online-Händler zurückgeschickt. Vier Prozent dieser Retouren werden weggeschmissen – wegen Verschmutzung, Gebrauchsspuren oder weil die Rückführung in den Vertrieb zu teuer ist. Wegen dieser  Verschwendung wird nun das Kreislaufwirtschaftsgesetz verändert, das den Umgang mit Müll regelt. Business Insider hat im Handel nachgefragt und zeigt Alternativen zum Wegwerfen.

Vernetzen, vernetzen, vernetzen
Boutiquen rüsten auf und vernetzen nicht nur ihre Läden mit dem Internet, sondern auch Spiegel, Etiketten, Kleidung. Die Vorteile der neuen Technik hat die Textischwirtschaft zusammengetragen.

Favorit der Leser: 20.000 Küchenmaschinen an einem Tag verkaufen oder 120.000 Abdeckungen für die Windschutzscheiben: Wie machen die das? QVC-Deutschlandchef Mathias Bork erzählt, was den Teleshoppingsender erfolgreich macht.