Alles spricht von notwendigen Veränderungen: Unternehmen und Handel müssten innovativer werden, ihren Service verbessern, sich mit Partnern, Stakeholdern und Kunden vernetzen. So weit die Theorie – aber wie umsetzen? Es scheint, als hätten sie bei Ikea verstanden: Früher habe sich das Unternehmen von innen, aus eigenem Antrieb und mit eigenen Ideen verändert. Heute wäre der Wandel von den Kunden getrieben. Eigentlich logisch: Innovationen waren früher riskant, weil nur ein Stochern im Nebel. Heute liefern Kunden und Daten die Antworten auf das, was heute und morgen gewünscht ist. Das Richtige anzubieten, wird sicherer. Warum aber tun sich Manager weiterhin so schwer mit dem Innovieren? Ist die eigentliche Crux mit den Daten, dass nur wenige auf sie vertrauen? Oder verstehen?

///// HANDEL NATIONAL
Kärchers Startup-Deal
Digitalisierung im Mittelstand – wie Kärcher, der Hersteller von Reinigungsgeräten aus Winnenden bei Stuttgart, mit Hilfe von einem Startup seine Geschäfte jetzt auch auf Dienstleistungen rund ums Saubermachen erweitert, erzählt gerade die Wirtschaftswoche. Spannend, denn Berliner Startup Service Partner One, das Kärcher im April 2019 kaufte, schaute bereits auf eine wechselvolle Geschichte und hat viel Erfahrung mit Reinigungsservices gesammelt. Zum Start 2015 bot Service Partner One Rundum-Services für Büros – Putzdienste, frische Blumen und mehr. Rentierte sich nicht, 2017 formierte sich das junge Unternehmen um und entwickelte, wie Gründerszene im April beschrieb, Software, mit der Unternehmen Dienstleistungen wie Reinigungsservices managen können. Jetzt folgt der dritte Teil der Unternehmensgeschichte – die mit dem Mittelständler.

Yorxs ist pleite
Diamanten um bis zu 50 % billiger: Das war ein Angebot des Münchner Startups Yorxs. Schon am 24. September haben die Gründer Joachim Giehl und Georg Graf Maltzan den Insolvenzantrag gestellt, berichtet das Handelsblatt. In Einzelfällen soll Yorxs schon bezahlte Edelsteine nicht geliefert haben.

Online-Apotheken geben Gas
Das digitale Rezept im Auge verschaffen sich Deutschlands Onöine-Apotheken nicht nur frisches Kapital, sondern planen auch noch ein gemeinsames Datenunternehmen. Nach der Shopapotheke, die sich bereits im Frühjahr Geld verschaffte, konnte nun auch dieZur Rose-Gruppe mit Doc Morris eine Anleihe von 180 Millionen Schweizer Franken platzieren. Exciting Commerce beschreibt die nächsten Pläne und setzt sich mit den neuesten Quartalszahlen der Apotheken auseinander.

Amazon setzt auf Gründer
Für die letzte Meile der Zulieferung setzt Amazon auf Gründer und kleine Unternehmen: Der Marktplatzbetreiber bastelt an einem neuen Programm für Liefer- und Transportdienste, berichtet die Lebensmittelzeitung. 

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///// INTERNATIONAL

Ikeas Vision
Die Schrankwand, die mit einem Click zum Schreibtisch, zum Kleiderschrank oder zum Bett wird: Das ist nur eine Idee, wie Möbelstücke mit Hilfe von (Digital)Techik noch praktischer werden und in welche Richtung sich Ikea verändern wird. Der schwedische Möbelhändler demonstriert in einer Musterwohnung seine Zukunft: Klein, flexibel, praktisch – irgendwie asiatisch wird das neue Wohnen wohl sein, weil es auf Mutter Erde zunehmend enger wird und Konsumenten sich auf neue Prestigeobjekte fokussieren. Dazu passen Sharing- und Upcykling-Konzepte – und auch sie werden den Möbelhändler wandeln. "Ikea steckt in der größten Veränderung seiner Geschichte", zitiert das Handelsblatt Dennis Balslev, der als Deutschlandchef den mit fünf Milliarden Euro Umsatz wichtigsten Einzelmarkt der Schweden verantwortet. "Früher haben wir uns selbst verändert, von innen. Nun kommt der Wandel auch von den Kunden."

LVMH greift nach Tiffany
Frühstück mit Tiffany: Die Marken-Holding LVMH will sich die weltbekannt Juwelierkette mit Stammsitz in New York einverleiben, berichtet das Manager Magazin. Die Übernahme würde LVMH, zu dem rund 70 Mode-, Parfum- und Kosmetik- sowie Wein-, Spirituosen- und Uhrenmarken gehören, weiter diversifizieren. Weiterer Asset: Tiffany wächst bereits durch seinen Online-Shop, und beim E-Commerce könnte LVMH noch ein wenig Nachhilfe vertragen – gerade bei Uhren und Schmuck.



///// TRENDS & TECH

Metros Marktplatz
Mit 200 Mitarbeitenden hat Geschäftsführer Philipp Blome einen neuen B2B-Marktplatz für Metro aufgebaut: der ging vor Kurzem online und richtet sich an Hotels und Restaurants sowie an kleine Unternehmen. In Kassenzone erklärt Blome Idee und Konzept der jüngsten Metro-Tochter. Unbedingt lesenswert.

Favorit der Leser
Sieht einfach gut aus – elegant, modern, digital. Adidas zeigt in seinem neuesten Showroom, wie im 21. Jahrhundert Sportartikel verkauft werden können. Natürlich spielen Smartphones dabei eine große Rolle, aber auch Lounge-Sessel und neue Services.

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