Der Streit zwischen Neil Young und Spotify geht in die nächste Runde. Nun fordert der Musiker die Mitarbeiter des Streamingdienstes auf, das Unternehmen zu verlassen. Young fährt scharfe Geschütze auf, denn er bezeichnet Spotify-CEO Daniel Ek als ein größeres Problem als Joe Rogan, wegen dessen Podcasts er seine Musik bei Spotify zurückgezogen hatte. Rogan hatte das Impfen in Frage gestellt und sich in der Vergangenheit auch rassistisch geäußert. Ek erklärte nun in einer Mitteilung gegenüber den Mitarbeitern, dass er keine Lösung darin sehe, Rogan aus dem Programm zu streichen. Die fehlende klare Haltung von Ek gegenüber den Aussagen von Rogan in den Fragen von Impfung und Rassismus wird die Position Spotifys nach innen und nach außen nur verschlechtern. Mitarbeiter werden ihre Taschen packen, auch wenn sie keine Fans von Young sind.

///// HANDEL NATIONAL
Lieferando findet neue Kooperationspartner
Lieferando will sein Expansionstempo in Deutschland erhöhen, dabei das Risiko aber auch auf andere Schultern verteilen. Der Lieferdienst hat sich auf die Suche nach Partnern gemacht und ist jetzt fündig geworden, schreibt die Lebensmittelzeitung. Im Segment der Schnelllieferdienste von Lebensmitteln gehörten nun Food.de, Grovy und Wuplo dazu, die in unterschiedlichen Städten unterwegs seien. Die Kuriere von Food.de sollen ihre Dienst nun in Leipzig über Lieferando anbieten, in Frankfurt am Main sei Grovy der neue Partner, Wuplo schließlich folge bis Ende März in Berlin. Damit sei Lieferando in 14 deutschen Städten mit der Lieferung von Lebensmitteln aktiv. Just Eat Takeaway, die Konzernmutter von Lieferando, sehe in den Lieferdiensten von Lebensmitteln ein Zusatzgeschäft, dass bei der Gewinnung neuer Kunden und der Verstärkung der bestehenden Kundenbeziehungen helfen könne.

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Zertifizierung "Omni-Channel-Manager"
An der Universität St.Gallen (Schweiz) startet am 23. Mai das vierte Omni-Channel-Management-Seminar. Absolventen werden zu zertifizierten (CAS) Omni-Channel-Managern. Zusammen mit Dozierenden (Universität St.Gallen, Universität Groningen, HEC Paris, Henley Business School) und namenhaften Praxisreferenten lernen Omni-Channel-Manager in sechs dreitätigen Modulen verteilt über zwölf Monate für Ihr Unternehmen die neusten Entwicklungen und Trends und profitieren von etablierten Tools zum Omni-Channel-Management in der Praxis. Profitieren Sie von diesem etablierten Praxisseminar und lösen Sie die Omni-Channel-Herausforderungen für Ihr Unternehmen.

Shopware erhält Kapitalspritze

Shopware hat zwei neue Geldgeber gefunden. Der internationale Investmentmanager Carlyle und PayPal investieren insgesamt 100 Millionen US-Dollar in den Anbieter von Softwarelösungen für E-Commerce. Nach Unternehmensangaben verbleibt die Mehrheit der Unternehmensanteile bei den Gründern und CEOs Sebastian und Stefan Hamann, die mit dem neuen Kapital die internationale Expansion und die Entwicklung neuer Produkte forcieren wollen. Shopware war bislang zu 100 Prozent eigenfinanziert und ist auf Lösungen für Digital Commerce für mittelständische Unternehmen konzentriert. Die ganzheitliche Omnichannel-Plattform ist API-first und baut auf einer Open-Source-Architektur auf. Die neuen Partner kündigen an, dass sie Shopware zu einem internationalen Marktführer im Digital Commerce ausbauen wollen.


Die Frist für den Deutschen Verpackungspreis 2022 läuft
Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (DVI) hat die Bewerbungsfrist für den Deutschen Verpackungspreis 2022 gestartet. Bis 15. Mai können sich Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen mit innovativen Ideen und Produkten bewerben, das Institut verleiht den Preis materialübergreifend in zehn Kategorien. Zu diesen gehören Gestaltung und Veredelung, Warenpräsentation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, Logistik und Materialfluss, Verpackungsmaschine sowie Digitalisierung. "Besonders wegweisende Innovationen" werden zusätzlich mit dem Gold Award ausgezeichnet. Schließlich wird der schulische, studierende oder in Ausbildung befindliche Nachwuchs mit einem Sonderpreis prämiert. Verliehen werden die Auszeichnungen am 27. September auf der Fachpack in Nürnberg.

Premium XL übernimmt Lomado
Der Online-Möbelhändler Premium XL erweitert sein Portfolio und übernimmt Lomado, einen Online-Anbieter von Bade-, Wohn-, und Schlafzimmermöbeln, zu 100 Prozent. Möglich wird die Transaktion durch die Beteiligungsgesellschaft Verdane, die das Portfoliounternehmen Premium XL dabei mit Kapital unterstützt, meldet Deal Advisors. Lomado werde nun in die bestehende Premium XL Holding integriert. Dabei blieben sowohl die Marke Lomado als auch die Marke und der Name Premium XL bestehen. Der Verkauf der Möbel der Marke Lomado erfolge über den eigenen Online-Shop und weitere Online-Marktplätze. Die beiden E-Commerce-Anbieter erhofften sich eine effizientere Nutzung der gemeinsamen Lagerhäuser und der Logistik. Geplant sei auch die Integration weiterer Möbelgruppen, Premium XL wolle den Verkauf über den eigenen Webshop ausbauen. Ziel der beiden Partner sei ein starkes Wachstum, Premium XL habe den Umsatz im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent steigern können.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Gericht lehnt ein Verfahren gegen Amazon ab
Ein Bundesrichter in New York hat ein Verfahren gegen Amazon in einem Fall von Diskriminierung abgewiesen, meldet Reuters. Der frühere Mitarbeiter Christian Smalls hatte gegen den Konzern geklagt. Er hatte Amazon vorgeworfen, dass das Unternehmen ihm wegen seiner schwarzen Hautfarbe gekündigt habe. Schwarze Mitarbeiter würden bei Amazon gegenüber dem in der Mehrzahl weißen Management benachteiligt, so erhielten sie keine Schutzausrüstung gegen mögliche Coronainfektionen. Von beiden Seiten habe es keine Stellungnahmen zu dem Gerichtsentscheid gegeben. Smalls könne innerhalb von 30 Tagen in Berufung gehen. Er war im März 2020 entlassen worden. Nach Einschätzung Amazons habe er, nachdem er Kontakt zu einer infizierten Person gehabt hatte, gegen die Quarantäneregeln verstoßen. Smalls hatte in der Folgezeit zusammen mit Kollegen den Aufbau der Arbeitnehmervertretung Amazon Labor Union mit dem Ziel besserer Arbeitsbedingungen und höherer Gehälter organisiert.

Amazon erhöht das Grundgehalt
Amazon gibt dem Grundgehalt der Angestellten einen kräftigen Schub, zu Anfang in den USA. Bislang lag die Obergrenze des Einkommens bei 160.000 US-Dollar, in Zukunft können die Angestellten bis zu 350.000 US-Dollar verdienen, berichtet Geekwire nach einer internen Mitteilung von Amazon. Der Online-Konzern unternehme den Schritt unter anderem, um die Abwanderung der Mitarbeiter zu den anderen Internetriesen wie Google oder Meta zu verhindern. Bislang hatte das Grundeinkommen bei Amazon ein deutlich niedrigeres Niveau als bei anderen Technikunternehmen. Die bislang in vielen Fällen als Kompensation ausgezahlten Boni sollten im neuen System beibehalten werden. Die Erhöhungen sollen für einen Großteil der Stellen international umgesetzt werden. Genaue Angaben zur Gesamthöhe der Gehaltszahlungen habe Amazon nicht gemacht, da sich die individuelle Gehaltshöhe für jeden Mitarbeiter nach unterschiedlichen Kriterien zusammensetze.



///// TRENDS & TECH

Mix der Zahlungssysteme mit großer Bedeutung
Rund die Hälfte des Handels sieht ein breites Angebot an Zahlungssystemen als wichtiges Element im Bezug auf Kundengewinnung und Umsatzsteigerung. Nach einer Befragung von Payone unter 340 der bei dem Payment-Anbieter angeschlossenen Händler stufen 48 Prozent von ihnen einen Mix der Zahlungssysteme als wichtig ein, dazu gehören 27 Prozent mit der Bewertung "sehr wichtig". Für 31 Prozent sei er vergleichsweise wichtig. Über 23 Prozent der Unternehmen gingen davon aus, dass zwischen ein und zehn Prozent der Käufe wegen des Fehlens der bevorzugten Zahlungsmethode nicht zustande komme. Hier seien auch Defizite auf Seiten des Handels erkennbar, denn 15 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie sich nie damit auseinander setzten, 18 Prozent der Händler hätten nur maximal einmal im Jahr Zeit dafür. Für 20 Prozent werde das Thema erst dann aktuell, wenn das Fehlen einer Zahlart zu möglichen Umsatzeinbußen und unzufriedenen Kunden führe.

Penny unter den besten Drei bei You Tube
You Tube hat die besten Marken für ihre Werbekampagnen 2021 gekürt. Zu den Gewinnern gehört neben Samsung und BVG auch Penny. Der Lebensmittel-Discounter erreichte bei den Langformaten Platz eins. Die Gewinner werden im Rahmen des You Tube Ads Leaderboards, in dem mit einem Algorithmus organische Reichweite, Views, Klicks, Zuschauerbindung und Sentiment berücksichtigt werden, ermittelt. Henry Bose, Creative Lead bei Google, fordert von den Marken, dass die Kommunikation durch Werbung die eigene Marke reflektieren sollte. Das Video solle vor allem auf einer innovativen Idee basieren und den Zuschauern etwas Unterhaltsames bieten. Ausgezeichnet werden die Werbefilme in den Kategorien "Superkurz" (Sechs-Sekunden-Spots), "Kurz" (zehn bis 30 Sekunden) und "Lang" (länger als 30 Sekunden). Das Ad Leaderboard wird jeden Monat für die jeweils zehn besten Filme erstellt.

Rechnungskauf und Ratenzahlung: Was Händler bei BNPL beachten sollten
Erst die Ware, dann die Zahlung - in der Corona-Krise haben BNPL-Zahlungsarten ("Buy now Pay later") bei Kunden weltweit an Bedeutung gewonnen. Um vom pandemiebedingten Wachstum zu profitieren, sollten auch kleinere Onlinehändler Rechnungskauf und Ratenzahlung anbieten. Was dabei zu beachten ist, erklärt Ken Serdons vom Zahlungsdienstleister Mollie in einem Gastbeitrag.


///// NACHHALTIGKEIT

Alibaba nennt Details zur Nachhaltigkeitsanleihe
Die Alibaba Group hat Details über die vor einem Jahr aufgelegte Nachhaltigkeitsanleihe in Höhe von einer Milliarde US-Dollar bekannt gegeben. Nach Angaben des Konzerns fließen rund 450 Millionen US-Dollar in den Aufbau energieeffizienter Datencenter, rund 350 Millionen sollen für den Bau entsprechender Gebäude verwendet werden. Die Zahl der Recycingstationen liege bei 13.000, dazu hat die Gruppe angegeben, dass sie mehr als eine Million Megawattstunden erneuerbarer Energien eingekauft habe. Insgesamt knapp 15 Prozent will der chinesische Online-Riese in Maßnahmen gegen die Pandemie investieren.