Wer kann Warenhaus? Diese Frage stellt man sich jetzt womöglich bei Galeria-Karstadt-Kaufhof. Die viel wichtigere Frage aber lautet: Wer kann Wandel? Diese Frage sollten wir uns alle stellen.

///// HANDEL NATIONAL
Stephan Fanderl verlässt Galeria-Karstadt-Kaufhof
Galeria-Karstadt-Kaufhof-Chef Stephan Fanderl tritt beim Warenhauskonzern ab. Der Manager war in der Galeria-Zentrale schon längere Zeit nicht mehr an Bord. Grund: eine Reha-Maßnahme. "Krankheitsbedingt war ich seit Mitte März nicht mehr in die Führung der Geschäfte eingebunden", erklärte Fanderl jetzt. Und: "Ich habe Signa eine einvernehmliche Trennung vorgeschlagen." Zuletzt hatte es Gerüchte über seine bevorstehende Abberufung durch den Karstadt-Eigentümer gegeben. Mitten in der Corona-Krise steckt nun Karstadt-Kaufhof auch noch in einer Führungskrise. Finanz-Vorstand Miguel Müllenbach könnte Interimschef werden.

Gorillas wollen der schnelle Supermarkt sein
Gorillas nennt sich ein Berliner Start-up, das per App bestellte Lebensmittel binnen 10 Minuten zum Kunden liefern will. Derzeit erprobt man das Modell in Berlin im Bezirk Prenzlauer Berg. Dort klappt das ganz gut. Eine Test-Bestellung des Supermarkt-Blog kam binnen 12 Minuten. Allerdings ist die Auswahl des Sortiments eher überschaubar und passt eher zu einem Convenience-Store oder in den Bereich Vergesslichkeitsbedarf. Das gilt auch für die Verfügbarkeit. "Mit etwas Pech fliegen die Artikel während des Bestellprozesses nämlich wieder aus dem Einkaufswagen raus, weil jemand anderes schneller war", schreibt Peer Schader. Dafür sind die Lieferkosten mit 1,80 Euro vergleichsweise ruinös günstig.

Media-Markt verkauft Autos
Zusammen mit dem Autohaus Gotthard König, der Santander Bank und dem Berliner Mobility-Startup Vehiculum verkauft Media-Markt jetzt einen Fiat 500 Hybrid. Die monatliche Rate für das Leasing-Angebot beträgt 99 Euro. Die Bestellung erfolgt online. In Halle, Berlin und Erfurt kann das Auto abgeholt werden.

///// INTERNATIONAL


Alibaba setzt in den USA auf virtuelle Messen
Alibaba startet 20 virtuelle Online-Messen in den USA für diverse Branchen. Außerdem wurden neue Online-Zahlungs- und Frachtdienste für B2B-Kunden eingeführt.

Kroger baut mit Ocado
Die US-Handelskette Kroger baut mit Hilfe der Technologie von Ocado drei weitere automatisierte Warenlager. 20 sind in den kommenden drei Jahren geplant.


///// TRENDS & TECH


Chancen für virtuelle Messen?
Fachmessen sind gerade im B2B-Geschäft ein zentrales Marketing-Instrument. Aufgrund des Coronavirus mussten unzählige Messen in diesem Jahr abgesagt oder zumindest verschoben werden. Welche Auswirkungen das für das Marketing im B2B-Geschäft hat, wie Strategien und Kommunikationskonzepte angepasst werden, haben die dfv Mediengruppe und ihre Tochter, die Business Target Group GmbH, in einer umfassenden Studie untersucht. Insgesamt wurden über 120 relevante Marketingentscheider von ausstellenden Unternehmen befragt. Der Business Guide zur Studie umfasst alle Studienergebnisse und gibt konkrete Tipps, wie man erfolgreich virtuelle Veranstaltungen plant und durchführt. Auch für Teilnehmer gibt es Infos, wie man virtuelle Events optimal für sich nutzt. Der Ratgeber kostet 99 Euro zzgl. MwSt. und kann hier im Shop bestellt werden.

Favorit der Leser
Unternehmen, die ihre Produkte über die eigene Onlinepräsenz direkt an den Konsumenten vermarkten und verkaufen - neudeutsch auch Direct-to-Consumer-Marken (D2C) könnten vom boomenden Online-Handel in Corona-Zeiten besonders profitieren. Wie die D2C-Marken ihren Vorteil nutzen können, beschreibt HelloBody Geschäftsführerin Monique Hoell in einem Gastbeitrag.