Liebe Leserin, lieber Leser, da hat Jeff Bezos mal wieder einen cleveren Schachzug getan. Denn mit der Ankündigung, den Mindestlohn für die Arbeitnehmer in den USA und Großbritannien auf 15 Dollar zu erhöhen (der staatliche Mindestlohn in den USA liegt bei 7,25 Dollar), nimmt er vielen Kritikern den Wind aus den Segeln. Und erschwert so nebenbei in der wichtigen Vorweihnachtszeit den Konkurrenten, unzufriedene Mitarbeiter abzuwerben.

Martha Louisa geht schon wieder
Erst im Frühjahr war die neue Plattform für Edeltreter an den Start gegangen. Ende des Jahres ist damit schon wieder Schluss. Die Mytheresa-Gründer Susanne und Christoph Botschen werden die Online-Verkaufsplattform vom Netz nehmen, wie den Lieferanten mitgeteilt wurde.

Kleiderkreisel bekommt Konkurrenz
Re-Commerce liegt im Trend, gerade bei Kleidung. Kleiderkreisel konnte sich im Sommer noch über eine aktuelle Kapitalspritze freuen, muss sich aber jetzt auf mehr Konkurrenz einstellen. Die finnische Marktplatz-App Zadaa will in Deutschland angreifen. Noch ist der Abstand in Hinblick auf die Nutzerzahlen gewaltig, aber bei Zadaa gibt man sich selbstbewusst. Als einen der größten Vorteile sieht man dort das internationale Angebot.

Zalando setzt auf eigene Zusteller
Die taggleiche Zustellung seiner Pakete in Mönchengladbach nimmt Zalando lieber selbst in die Hand. Wie das Unternehmen seinen Kunden mitteilt, werden nahezu täglich eigene Fahrer in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr im Stadtgebiet zustellen. Ähnliches versucht ja auch Amazon verstärkt, wo die hauseigene Logistik seit wenigen Wochen in Hamburg aktiv ist.

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INTERNATIONAL

Walmart übernimmt Eloquii
Für kolportierte 100 Mio US-Dollar wird Walmart das Unternehmen Eloquii übernehmen. Das gut vier Jahre alte Start-up hat sich auf große Größen in der Damenmode spezialisiert. In erster Linie werden die Stücke bisher über den eigenen Webshop, Stitch Fix und 5 Läden verkauft. Finanzielle Einzelheiten wurden offiziell zwar nicht bekannt gegeben, Gerüchten zufolge soll der Handel aber 100 Mio Dollar schwer sein. Nach Moosejaw, Bonobos, Shoebuy und Modcloth wird die Liste der Modehändler, die damit zu Walmart gehören, wieder um eine Position länger.

Stitch Fix kehrt in die Gewinnzone zurück
In seinem ersten Börsenjahr ist Stitch Fix in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete der Curated-Shopping-Anbieter einen Nettogewinn von 44,9 Mio. US-Dollar. 2017 war noch ein Minus von etwas über einer halben Million Dollar angefallen. Stitch Fix kündigt im Rahmen der Bekanntgabe der Geschäftszahlen die Expansion nach Großbritannien an. Der Ableger soll Mitte 2019 online gehen.


TRENDS & FAKTEN

Fast Retailing und Google wollen Kunden auf die Spur kommen
Der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing hat eine Kooperation mit Google vereinbart. Gemeinsam mit dem Advanced Solutions Lab-Team von Google Cloud sollen Lösungen entwickelt werden, die die Vorhersage von Kundenwünschen und Produkttrends ermöglichen. Der Konzern erklärt, dank der Kooperation könne er Big Data und Daten zu Kundenfeedbacks nutzen. Und dies solle letztlich die Entwicklung von On-Demand-Produktion vorantreiben.

Start-up des Tages
Modekauf ist immer Abenteuer: Bei einem Hersteller passt die Anzuggröße 50, bei dem anderen denkt sich der Kunde: Bin ich geschrumpft? Gut, wer den Online-Größenberater von Fit Analytics nutzen kann.

Beliebtester Beitrag am Vortag
Für Thilo Haas ist Amazon unverbesserlich gut und daher erfolgreich. Trotzdem sieht der Chef des Onlinemöbelhändlers Connox die Zukunft des Internetgiganten skeptisch - aus einem einfachen Grund.