Nun macht sich die Metro-Gruppe auf, dem Marktführer Lieferando auf dem lukrativen Essenslieferservice-Markt Konkurrenz zu machen. Dieser steht diese Woche auch im Bundeskabinett auf der Tagesordnung, da Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einem verpflichtenden Mehrweg-Angebot den Plastikmüll senken will. Und in Hamburgs Altstadt wird projektweise nun mit Elektro-Lastenrad geliefert, während Amazon seine Händler über EU/GB-Lieferwege aufklärt. 

///// HANDEL NATIONAL
Metro nimmt Lieferando ins Visier
Der Großhändler Metro führt nach Testläufen in Frankreich nun auch in Deutschland, Italien, Spanien und Polen das Essenslieferangebot "Dish Order" ein. Gastronomen können die von Metro entwickelte Software auf ihrer Webseite integrieren und darüber Bestellungen und Lieferungen abwickeln. Kostenpunkt: einmalige Setup-Gebühr von 299 Euro sowie 49 Euro monatliche Pauschale. Die Bestelloption wird auf Google-Maps und in der Google-Suche angezeigt. 

Hamburger Altstadt: Elektro-Lastenräder statt Lieferwagen
Rewe und die Lieferdienste Hermes, UPS und Deutsche Post starten heute in Hamburg ein Gemeinschaftsprojekt: In der Altstadt wurde in der Burchardstraße ein erstes gemeinsam genutztes Mikrodepot für Warenlogistik eingerichtet, von dem aus die Waren per Elektro-Lastenrad verteilt werden. Das Verkehrsprojekt steht unter der Leitung der Hamburger Hochbahn (Reallabor Hamburg(RealLabHH) und ist zunächst bis Jahresende geplant. Ergebnisse werden auf dem ITS-Weltkongress im Oktober in Hamburg präsentiert. 

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Der Leitfaden für Online-Händler: Rücknahme & Recycling im E-Commerce

Online-Händler unterliegen weltweit verbindlichen Recycling-Pflichten. Deren Nichterfüllung geht mit erheblichen Sanktionen einher. Unser Leitfaden liefert Verantwortlichen das Know-how für einen rechtssicheren Umgang mit Verpackungen, Batterien, Elektrowaren und mehr. Erfahren Sie jetzt alles Wichtige zu weltweiten Pflichten auf 30 Seiten! Jetzt Whitepaper herunterladen. 

Online-Handel entdeckt die Zielgruppe Landwirtschaft
Das Potenzial ist riesig, mit geschätzt 30 Mrd. Euro pro Jahr: Produkte für die Landwirtschaft sind laut einem Bericht von kassenzone.de derzeit noch eine stationäre Hochburg mit Einkauf über Katalog. In einem Interview mit Justus Timm, Mitgründer des Online-Portals Farm-Tiger, wird aufgezeigt, wie dieser Markt für den E-Commerce erobert werden kann. 

Mehrweg bei "to go" soll verpflichtend angeboten werden
Gastronomen, Caterer und Lieferservice sollen nach einem Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze ab Januar 2023 verpflichtend eine Mehrwegvariante für Außer-Haus-Lieferungen anbieten. Bereits am kommenden Mittwoch soll der Gesetzentwurf das Bundeskabinett beschäftigen. Zielsetzung sei die Vermeidung von Plastikmüll im "to go"-Geschäft. Der Gesetzentwurf wird kontrovers diskutiert, da er Ausnahmen für kleine Betriebe und Filialen großer Ketten vor sieht, berichtet die Wirtschaftswoche.

Verbraucherrechte bei Click & Collect

Auch wenn der Kunde sich die Ware im Geschäft abholt, gilt bei Click & Collect: Online bestellt, ist online bestellt. Der Kunde hat das vom Onlineshopping her bekannte Widerrufsrecht. Entscheidet er sich allerdings erst bei Abholung, ob er die Ware mitnimmt, entfällt dieses. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Ikea produziert Möbel aus Reisstroh
Reisanbau hinterlässt Reisstroh, der in Indien verbrannt wird und dort maßgeblich zu Luftverschmutzung und Smog beiträgt. Der Möbel-Gigant Ikea hat nun angekündigt, die klimaschädlichen Ernterückstände zu einem Rohmaterial für seine Förändring-Kollektion zu verwenden und gleich auch in Nordindien zu produzieren. Das Projekt ist Teil der bereits im Jahr 2018 gegründeten Initiative "Better Air Now" und wird unter anderem von der Regierung und NGOs unterstützt. 

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Payment-Trends 2021, die jeder Händler 2021 kennen sollte

Welche Innovationen bringt 2021 für Händler? Welche Auswirkungen hat eine Datenanalyse im Payment auf Ihren Umsatz? Lesen Sie jetzt, was Ihre Kunden sich wirklich wünschen und wie sich das Zahlungsverhalten verändert. Mehr.

Ant-Group hilft beim Schutz der Urheberrechte
Urheberrechte effizient schützen, das ist im Internet nicht immer leicht. Die Muttergesellschaft des chiniesischen Zahlungsdienstleisters Alipay stellt dafür nun eine neue Plattform für digitale Urheberrechtsdienste zur Verfügung. Sie basiert auf Blockchain-Technologie und soll Millionen von Urhebern dabei helfen, ihre Rechte effizient und kostengünstig zu verifizieren und zu schützen. 

Brack.ch knackt Umsatzmilliarde
Im Jahr 1994 gründete Roland Brack als Einmannfirma die Brack.ch und setzte bereits sehr früh auf E-Commerce. Heute gehört der Schweizer-Online-Riese zu Competec und meldet für das vergangene Jahr ein Umsatzplus von mehr als 27% im Vorjahresvergleich. Erstmalig wurde damit die Eine-Milliarden-Umsatzmarke geknackt. Auch beim Personal wurde aufgestockt: Es wuchs um 140 Mitarbeiter. 

Tipps und Webinar für EU-Händler, die auf Amazon UK verkaufen
Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte Amazon seinen Händlern mitgeteilt, dass das Unternehmen mit Inkrafttreten des Brexits nicht mehr in der Lage sein würde, Waren über die Grenze zu befördern. Das grenzüberschreitende Fulfillment sei nun eingestellt, heißt es nun auf der britischen Webseite von Amazon. Damit die Waren trotzdem ankommen, gibt Amazon seinen Händlern Tipps, wie sie Lieferverzögerungen vermeiden können und bietet ein Webinar am 19. Januar für alle Händler an, die auf Amazon-UK weiterhin verkaufen wollen.  

///// TRENDS & TECH

Es war einmal in der Innenstadt...
Corona hat alle Prognosen über die Zukunft des stationären Handels hinfällig gemacht. Warum der von einigen geforderte Plan von 1 Mrd. Euro zur Rettung der Innenstädte nur ein Aerosol auf den heißen Stein wäre und warum wir bei der Konjunkturerholung vielleicht weder mit einem V noch einem U rechnen dürfen, erläutert der "E-Commerce-Papst" Prof. Dr. Gerrit Heinemann im Interview.

Youtube wird shopping-fähig
In den USA testet Youtube gerade, wie Videos mit einem Shopping-Symbol versehen werden können, das den Betrachtern das Ansehen und Kaufen der Produkte ermöglichen wird. Das Symbol wurde in die untere linke Ecke der Videos integriert. Beim Klick werden Produktinformationen, weitere verwandte Videos und Kaufoptionen angezeigt. Nach Angaben von Youtube befindet sich das Tool derzeit im Test mit einer begrenzten Anzahl von Anbietern. 

Whitepaper zur „API First"-Strategie
Offene Schnittstellen statt Datensilos - die Digital-Agentur Kernpunkt hat in einem Whitepaper die wichtigsten Faktoren für die Entwicklung einer API-Strategie für Online-Händler zusammengestellt. Ziel ist es, den übergreifenden Datenfluss im Omnichannel sicher zu stellen.