In den USA waren die Nachrichten gestern voll mit Deals & Co zum zweiten Tag des Prime-Days. Heute sollten die Ergebnisse bekannt werden. In Deutschland ist die Zalando-Partnerschaft mit dem französischen Kosmetikproduzenten Sephora das große Thema. Mode und Kosmetik vereinen sich zu Schönheit. Amazon kümmert sich derweil um autonom fahrende Sattelschlepper und kauft sich beim kalifornischen Start-up Plus ein. Und schließlich ist da noch das Münchner Start-up Shop&Tree, das auch beim Online-Shopping die Umwelt retten will. 

///// HANDEL NATIONAL
Mister Spex bestätigt Börsengang am 2. Juli
Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, nun kam die Bestätigung seitens der Berliner Unternehmensleitung von Mister Spex für den Börsengang am 2. Juli. 2021. Die Aktien werden zwischen 23 und 27 Euro angeboten. Damit soll eine Marktkapitalisierung von 763 bis 895 Mio. Euro erfolgen. 

Zalando kooperiert mit Sephora
Wenn der größte europäische Online-Modehändler mit dem führenden französischen Kosmetikanbieter kooperiert, dann klingt das nach einem perfekten Match. Sephora wird nun auf der Zalando-Plattform mehrere Tausend Produkte von über 300 Marken anbieten. Die LVMH-Tochter ist in 34 Ländern Europas mit über 2.000 stationären Läden und einem Online-Shop vertreten. Zalando sei für Sephora der ideale Partner, erklärt Sephora-CEO Martin Brok in einer Presseerklärung. Die Kooperation startet im vierten Quartal 2021 in Deutschland und soll im kommenden Jahr auf weitere europäische Märkte ausgedehnt werden.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Amazon rüstet sich für eine Zukunft mit selbstfahrenden Lastwagen
Um seine Logistik noch weiter zu verschlanken, bestellt Amazon beim kalifornischen Start-up Plus mindestens 1000 Systeme zur Automatisierung herkömmlicher Sattelschlepper. In einem Kaufvertrag sichert sich der Online-Riese außerdem die Möglichkeit, bis zum Jahr 2024 ein Fünftel von Plus zu übernehmen. Die Sattelschlepper, die in Kooperation mit Iveco entwickelt werden, sollen eine Strecke von 1.500 Kilometer zurücklegen können. Plus will in Kürze an die Börse gehen

Tmall Innovation Center (TMIC) beschleunigt den Markteintritt in China
Der Markteintritt und die Kreation von marktfähigen Produkten für China haben in der Vergangenheit schon mal mehr als anderthalb Jahre gedauert. Mithilfe der Alibaba-Tochtergesellschaft Tmall Innovation Center (TMIC) waren es im vergangenen Jahr durchschnittlich nur noch sechs Monate. Derzeit arbeite man mit 300 Marken an Produktneuheiten, die jeweils zehn Mio. RMB umsetzen können, sowie 3.000 weiteren Produkten mit einem Umsatzpotenzial von über einer Mrd. RMB, heißt es im Alibaba-Newsupdate Alizila. Marktführer wie Beiersdorf, Nestlé, BASF und der Schweizer Duft- und Geschmacksstoffhersteller Givaudan sind bereits aktiv. 

Paypal hebt in den USA die Gebühren an
Zahlungen über Paypal werden für amerikanische Händler teurer. Eine digitale Transaktion wird ab 2. August 3,49 Prozent (aktuell 3,40) kosten, einschließlich der Paypal-Kassen- und Venmo-Dienste, teilte das Unternehmen in einem Blogpost mit. Für digitale Zahlungen werden die Gebühren für Kredit- und Debit-Kartenzahlungen auf 2,59 bis 2,99 Prozent erhöht, abhängig von Rückbuchungsschutzmaßnahmen. 

Berlin Brands Group erobert China
Die Berlin Brands Group (BBG) ist auf dem chinesischen Markt aktiv. Man werde in den nächsten Jahren Dutzende Marken im Land kaufen, erklärte Gründer und CEO Peter Chaljawski gegenüber TechCrunch. Das bestehende Portfolio von derzeit 14 eigenen und über 20 akquirierte Marken solle aufgewertet werden. 


///// TRENDS & TECH

Coupang-Marktplatz: Lohnt sich der Markteintritt in Südkorea?
Am Wochenanfang haben wir hier über den bevorstehenden Verkauf von Ebay in Südkorea berichtet. Der stärkste Marktplatz dort ist mit derzeit 20 Prozent Coupang. Südkorea ist der drittgrößte Online-Markt in Asien. Was sind die Hürden für internationale Händler? Wortfilter führt vor allem die Sprachbarriere ins Feld. Ohne Agentur oder Übersetzer gehe gar nichts. Auf der Plattform selbst finden sich viele Hilfestellungen und Anleitungen wie ein Seller-Konto eröffnet werden kann. 

Instant-Pay: Zahlungen in weniger als 25 Sekunden möglich
Immer schneller, immer weiter, immer höher - gegen die Instant-Payment-Lösungen von Mangopay sind Banküberweisungen eine Landschildkröte. Marktplätze sehen in der superschnellen Zahlungsmethode einen Wettbewerbsvorteil durch weiter verbesserte Prozesse, Verkäufer bekommen maximale Verfügbarkeit über ihre Budgets, sowie Transparenz und Kontrolle. Die Obergrenze liegt bei 15.000 Euro. Die Zahlart ist europaweit im SEPA-Verfahren einsatzfähig.  

Avanciert Shopify mit seinem Affiliate-Programm zum Wettbewerber für Amazon?
Der Anbieter von Shop-Lösungen Shopify hat laut Medienberichten ein neues Programm für Publisher bekannt gegeben. Es ermöglicht Webseiten auf Produkte von Shopify-Anbietern zu verlinken und für darüber generierte Verkäufe Provisionen einzusammeln. Medienanbieter erlaubt das Programm, ihren eigenen Shop auf der Plattform zu erstellen, zu dem die User über Artikel oder die Startseite gelangen. Mit BuzzFeed und Vox News sind erste Partner an Bord. Shopify sei bereits heute ein wichtiger Player im E-Commerce. Jetzt könne das Unternehmen gar zum Wettbewerber für Amazon aufsteigen. 

///// NACHHALTIGKEIT

Mit Shop&TREE auch beim Online-Shopping die Umwelt retten
Das Wiesbadener Start-up Shop&Tree regt zu aktivem Klimaschutz beim Onlineshopping an. Indem der Online-Shop ein Plugin in das vorhandene Shopsystem integriert, können Kunden:innen Baumpflanzungen in Tansania und Deutschland veranlassen, wenn sie am Ende ihres Online-Einkaufs eine Umweltpauschale buchen. Mit jedem Paketversand seien im Durchschnitt die Freisetzung von 600 Gramm CO2 verbunden. Ein Baum hingegen, nehme pro Jahr 800 Gramm CO2 aus der Umgebungsluft, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Plugin ist kostenlos. Shop-Betreiber sehen im Backend, wie viel Geld in bestimmten Zeiträumen eingenommen wird und wie viele Bäume sie pflanzen können.