Rückzug von der Insel. Als eines der ersten Unternehmen gibt die Mobile Bank N26 in Großbritannien auf. Dabei haben die Verhandlungen rund um neue Zoll- und Importregeln noch gar nicht richtig begonnen. Nach dem Brexit wird eine europäische Vollbank-Lizenz nichts mehr gelten, fürchten die Berliner. Könnte sein, dass diese Art von Exits bald Schule machen. Where do you drift away, Great Britain?

///// HANDEL NATIONAL
Real endlich verkauft?
Seit Monaten sucht der Handelskonzern Metro nach Käufern für die angeschlagene Supermarkt-Kette Real, nun scheint sich das Unternehmen mit dem Immobilienkonsortium X-Bricks einig geworden zu sein, berichtet Channelpartners: Für 300 Millionen plus rund 1 Milliarde Euro Schulden wechselt die Kette die Besitzer. Das Los von 34.000 Angestellten bleibt ungewiss, denn X-Bricks wird Real wohl zerschlagen. Exciting Commerce spekuliert über das Online-Geschäft von Real – davon könnten Lidl oder Kaufland profitieren.

Home24 erstmals profitabel
Der Online-Möbelhändler Home24 weist sein erstes profitables Quartal nach: Bei bereinigten Umsätzen von mehr als 100 Millionen Euro blieben in den letzten drei Monaten 2019 rund 2,5 Millionen Euro als operativer Gewinn übrig. Im noch neuen Geschäftsjahr will Home24 seine Erlöse um bis zu 20 % steigern, berichtet Internet World.

60 Cent Verlust pro 10 Euro
Zwar bestellen immer mehr Menschen in der Stadt ihr Essen bei Restaurants und Imbissbuden, trotzdem bleibt Lieferdienst Delivery Hero in den roten Zahlen. Internet World rechnet vor, dass sich der Verlust pro 10 Euro-Pizza auf 60 Euro-Cent summiert. Trotzdem bleibt das Unternehmen auf Wachstums- und Investitionskurs, will 2020 den Umsatz um 70 % auf mehr als zwei Milliarden Euro pushen. Für 2019 verzeichnet Delivero Hero bei mehr als 400 Millionen Euro Verlust.

Amazon weitet Reifenservice aus
Kurz vor dem Wechsel auf die Sommerreifen weitet Amazon die "Reifenmontage bei Partnerwerkstätten" aus. Amazon arbeitet laut eigenen Angaben für den Service mit der Driver Reifen & KFZ-Technik sowie der Pneuhage Management zusammen. Wer bei Amazon Reifen ordert, kann in 30 Städten bei der Bestellung einen Wunschtermin für einen Werkstatttermin ausmachen. 

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Digitalisierung in der Praxis
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///// INTERNATIONAL


Rückzug aus Großbritannien
Die Smartphone-Bank N26 verlässt die Insel: Seine europäische Vollbanklizenz gilt nicht mehr in Großbritannien nach dem Brexit, meint das Berliner Unternehmen. Drei Jahre nach dem Start in Berlin war N26 2018 nach Großbritannien gezogen, hatte dort "mehrere Hunderttausend Kunden" geworben, schreibt das Handelsblatt. Diese müssen ab 15. April 2020 einen neue Mobile-Bank suchen. Durchaus möglich, dass sich nach N26 noch weitere FinTechs aus Großbritannien zurückziehen.

Mit Unternehmenskunden wachsen
Der britische Lebensmittel-Lieferdienst Ocado legt Zahlen für 2019 vor und bilanziert ein Wachstum von 10 % beim Umsatz. Insgesamt klingelten 1,76 Milliarden britische Pfund in der Kasse, weiß Exciting Commerce. 800.000 Kunden nutzen den Service bereits, doch für mehr Wachstum spricht Ocado jetzt vermehrt Unternehmen an, hat dazu 50 Fulfillment-Zentren eingerichtet und will außerdem die Bereiche Food Robotics (Roboter im Gastro-Service) und Vertical Farming (also professionell Gemüse anbauen in der Stadt) investieren.

///// TRENDS & TECH


Industrie entdeckt B2B-Marktplätze
Sie haben es jetzt begriffen: Auch Einkäufer finden Online-Bestellungen praktisch und komfortabel. Und so bauen Unternehmen Einkaufsplattformen für Werkzeuge, Chemie, Technik und Zubehör. Aus dem Silicon Valley, beobachtet das Handelsblatt, käme wenig wenig Konkurrenz. Na dann.

Markenwaren schützen
Aus gutem Grund stehen Markenunternehmen Online-Marktplätzen kritisch gegenüber: Zu viele Fälschungen werden dort angeboten – und die Betreiber tun bislang nur wenig dagegen. Retail Dive stellt neue Maßnahmen der Marktplätze zum Schutz von Markenware vor, fragt aber zugleich kritisch, ob die nicht viel zu spät kommen.  

Zahl des Tages
Immere mehr Pakete, immer mehr Umsatz für die Logistiker: 18,78 Milliarden Euro nahmen die Post-Dienstleister 2019 ein, vermeldet das Manager Magazin. Das sind 1,12 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Wachstumstreiber sind Pakete sowie Express- und Kurierdienste. 70 % des Marktes beherrscht in Deutschland die Post/DHL, den Rest teilen sich DPD, Hermes, UPS. Die Branche sucht Hände ringend Zusteller.

Favorit der Leser: E-Autos senken die CO2-Emissionen, inzwischen laufen die ersten Modelle vom Band. Für Händler könnten E-Autos in der Fahrzeugflotte löhnen, zumal es dazu auch noch einige Tools gibt für das Mnagement und die Organisation. Das Whitepaper über E-Mobility klärt auf.