Liebe Leserin, lieber Leser, da verstehe einer die Logistiker. Erst wird gejammert und auch die Händler kriegen ihr Fett weg. Sie tragen Mitschuld an der Misere, weil sie eine Dienstleistung verschenkt hätten. So äußert sich sinngemäß der scheidende Hermes Chef in der DVZ. Und jetzt startet DHL versuchsweise die taggleiche Zustellung von Weihnachtsbäumen für den Händler "Meine Tanne". Als wären die Wagen derzeit noch nicht voll genug. Mögen Ihre Pakete also pünktlich ankommen! Weitere News nach dem Klick.

Ein neuer Chef soll es bei Paydirekt richten:

Christian von Hammel-Bonten heißt der neue Chef beim Bezahldienstleister Paydirekt. Er darf sein neues Amt gleich ab Mitte Dezember antreten und soll dem bisher nicht in Tritt gekommenen Payment-Angebot der Banken und Sparkassen neue Impulse geben, um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. Der 47-jährige bringt viel Erfahrung in Sachen Bezahldiensten mit. So hat er zuvor u.a. bei Wirecard und Click&Buy gearbeitet. Die beiden bisherigen Chefs Niklas Bartelt und Helmut Wißmann bleiben in der Geschäftsführung, die Aufgabenbereiche werden aber neu zugeschnitten.

Otto Now zieht Bilanz:

Pünktlich ein Jahr nach dem Start zieht Otto für sein Mietangebot "Otto Now" eine erste Bilanz. Zu Umsätzen war in der Pressemitteilung leider nichts zu erfahren. Dafür ist zu lesen, dass das Interesse der Kunden an längeren Vertragslaufzeiten während des Jahres gestiegen ist. Zu den beliebtesten Produktkategorien gehören Fernseher und Smartphones, gefolgt von Kaffeevollautomaten und Waschmaschinen. Aktuell sind rund 100 Produkte im Angebot und 15 Mitarbeiter mit dem Service betraut.

Giesecke+Devrient beteiligt sich an Verimi:

Die Identitätsplattform Verimi soll ein Gegengewicht zu Google und Facebook bilden. Die bieten schnelle Logins für Shops und Webseiten an. Zum Gründerkreis von Verimi gehören unter anderem Allianz, Daimler, Springer, Deutsche Bank, die Bundesdruckerei, die Deutsche Telekom und die Lufthansa. Nun gesellt sich auch Giesecke+Devrient dazu. Das Unternehmen ist unter anderem stark im Geschäft mit Sicherheitschips für Bankkarten oder SIM-Modulen in Handys.

Birken macht es kommissarisch:

Nachdem es bisher nicht gelungen ist, einen Nachfolger für den Service-Vorstand Hanjo Schneider zu finden, übernimmt im Januar nun Otto-Chef Alexander Birken erst einmal selbst kommissarisch diesen Posten. Er übernimmt damit dann auch die Verantwortung für Hermes mit. Die Suche nach einem externen Kandidaten gehe allerdings weiter.

Volksbanken und Raiffeisenbanken bringen Girocard auf das Smartphone:

Die genossenschaftliche Finanzgruppe will im kommenden Jahr ihren 30 Millionen Kunden das kontaktlose Bezahlen mit Smartphone auf Basis der Girocard anbieten. Dazu wird bereits jetzt ein Family&Friends-Test in Hessen gestartet. Zunächst wird mit einer digitalisierten Mastercard in der Banking-App gestartet. Danach werden dann girocard und Visa folgen. Ab Juli kommenden Jahres soll das Projekt dann in die Fläche gehen.

EP verpasst Fachhändler-Webshops einen neuen Anstrich:

Vor rund eineinhalb Jahren hat die Verbundgruppe auch die Bestellmöglichkeit beim Händler über Webshops eingeführt. Jetzt wurde pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auch ein funktionaler und optischer Relaunch umgesetzt. Mobile Optimierung, größere Content-Tiefe, aber auch eine bessere Bedienbarkeit für den Kunden standen im Fokus, zum Beispiel die optimierte Suche nach dem nächsten Händler oder größere Übersicht bei den Versandoptionen.

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Erfolgreicher mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie:

Der „naive“ Kunde war gestern. Wer heute einkauft, kommt mit ganz anderen Erwartungen, Tools und Wünschen. Nur wenige Einzelhändler haben darauf bereits die passende Antwort. Zwar entscheiden sich immer mehr Händler für die Umsetzung einer ganzheitlichen Omnichannel-Strategie, dennoch ist Europas Einzelhandel noch nicht optimal auf die Zukunft eingestellt – zu diesem Ergebnis kommt der IDC-Bericht: Making Your Omni-Channel Strategy a Reality.

INTERNATIONAL

Vertu Motors bietet Online-Gebrauchtwagenkauf:

Kunden in Großbritannien haben jetzt die Möglichkeit, unter 6.500 Gebrauchtwagen ihren neuen fahrbaren Untersatz vollständig online zu kaufen, Lieferung bis vor die Tür inklusive. Vertu Motors bietet aber auch die Abholung bei einem Händler an.

Online überholt stationäre Läden bei Carpetright:

Der Online-Shop ist für den britischen Möbelhändler in diesem Jahr erstmals zu seiner wichtigsten Filiale geworden und hat die stationären Läden hinter sich gelassen. Das hat das Unternehmen im Rahmen seiner Zahlenpräsentation mitgeteilt. Innerhalb eines Jahres ist der Online-Absatz um 49 Prozent gestiegen und liegt damit weit vor allen anderen Filialen. Insgesamt wuchsen die Umsätze mit 2,6 Prozent nur leicht, dafür gab es aber deutlich weniger Gewinn.


TRENDS & FAKTEN


Zahl des Tages:

Im internationalen Vergleich landet Deutschland beim Omnichannel-Index von PwC nur im hinteren Mittelfeld. So reicht es nur für Platz 17 von 28. Die Studie untersucht weltweit vier grundlegende Kriterien: den Digitalisierungsgrad von Verkaufsaktivitäten, das Omnichannel-Potential (erwartete Steigerung des digitalen und insbesondere des mobilen Verkaufs), die Kundenerwartung nach Einkäufen über Kanalgrenzen hinweg sowie die technologische Infrastruktur im Sinne der Verbreitung von mobilen Endgeräten und Breitband-Internet. Im Vergleich zu 2015 hat sich Deutschland nur leicht verbessert.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Natürlich haben wir PayPal-Deutschlandchef Frank Keller auch nach Paydirekt gefragt. In unserem Interview erläutert er, wieso die Konkurrenz kaum Chancen hat und warum der Zahlungsdienstleister Unternehmenskredite vergibt. „Stationär fehlt die Killerapplikation“

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