Liebe Leserin, lieber Leser, eher wenig überraschend hat Amazon (wieder einmal) glänzende Weihnachtsgeschäfte verkündet. Konkrete Zahlen (auch wie immer) wurden indes nicht genannt. Es sind halt so viele Produkte wie nie bestellt worden, heißt es. Zu einer konkreten Äußerung hat sich das US-Unternehmen aber doch hinreißen lassen. Mehr als eine Milliarde Produkte wurden allein in den USA während dieser Weihnachtssaison kostenlos an Prime-Mitglieder verschickt. Ein Effekt dieser Rekordjagd dürfte sein, dass der vom stationären Handel erhoffte Endspurt in den deutschen Innenstädten eher überschaubar ausgefallen ist.

Otto hat auch Wetter, jedenfalls ein bisschen
Die Hamburger Otto Group wächst 2018 weniger stark als erwartet. Zwar sei das Weihnachtsgeschäft gut gelaufen, aber dennoch werde das Wachstumsziel von 5 Prozent verfehlt, wie Konzernchef Alexander Birken im Interview mit der WirtschaftsWoche verraten hat. Schuld daran hat auch bei Otto das Wetter. So habe der heiße Sommer den Konsum insgesamt gedrosselt. Davon betroffen waren besonders die Textil- und Möbelumsätze. Für 2019 sei das Unternehmen aber zuversichtlich, mindestens fünf Prozent Wachstum zu erreichen.

Görtz bittet Lieferanten um einen "Konjunkturbonus"
Der Geschäftsgang bei Schuhfilialist Görtz war im Sommer und Herbst schwach. Im sieben Monate anhaltenden Sommer sei kaum Übergangsware abgeflossen. Um sich „vor einer Negativentwicklung mit unabsehbaren Folgen schützen“, hat das Unternehmen einen Brief an die Schuhhersteller geschrieben. Darin wird u.a. um einen Rabatt in Höhe von 2,5 Prozent gebeten. Görtz spricht dabei von einem „Konjunkturbonus“. Auch anderswo sollen Kosten reduziert werden. So verhandelt das Unternehmen bei einigen Filialen die Miete nach.


INTERNATIONAL

Amazon baut seine Flugzeug-Flotte aus
Der US-Konzern hat seinen Vertrag mit der Air Transport Services Group (ATSG) erweitert, und sich weitere zehn Boeing 767-Cargo gesichert. Diese sollen im Lauf der Jahre 2019 und 2020 Routenflüge für Amazon aufnehmen. Der abgeschlossene Vertrag gibt dem Online-Händler zudem die Möglichkeit, bis zu 39,9 Prozent der Anteile an ATSG zu übernehmen.

TRENDS & FAKTEN

Jeder achte Online-Kauf geht wieder an die Händler zurück
Wie eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter 1.054 Internet-Käufern ergeben hat, geben die deutschen Online-Shopper ihre Einkäufe immer häufiger wieder an die Händler zurück. Inzwischen wird jeder achte Online-Kauf wieder als Retourensendung zurückgeschickt – eine Steigerung um 20 Prozent innerhalb der vergangenen zwei Jahre. Vor allem jüngere Verbraucher senden häufig wieder etwas zurück. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es 18 Prozent.

Favorit der Leser am Vortag
Amazon polarisiert, sorgt stets für Schlagzeilen und hat Sie in diesem Monat eindeutig am meisten interessiert. Die ersten drei Plätze unseres Rankings nehmen Beiträge zum US-Konzern ein.


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