Liebe Leserin, lieber Leser, Liza Minelli sang in Cabaret einst so hinreißend „Money makes the world go around“. Inzwischen würde Jeff Bezos das aber wohl mit dem Titel eines James Bond Films kontern: „The world is not enough“. Denn der Amazon-Chef will gern unsere Schwerindustrie auf den Mond verlagern. Das schone die Ressourcen unseres Planeten. Es scheint, als ginge den Wirtschaftskapitänen in den USA langsam etwas die Bodenhaftung verloren. Gewohnt bodenständig folgen dagegen jetzt unsere News.

Outfittery bleibt hinter eigenen Erwartungen:

Das Ergebnis für das Geschäftsjahr sei leicht unterhalb des erwarteten Wertes geblieben. So schätzt Curated Shopping-Anbieter Outfittery selbst seine Lage im Geschäftsbericht für 2016 ein. Das Unternehmen hat seinen Rohertrag zwar um 21 Prozent auf 22,7 Mio. Euro gesteigert. Dagegen ging der Verlust indes nur leicht von 17,1 auf 14,6 Mio. Euro zurück. Im laufenden Geschäftsjahr soll es aber besser laufen. Denn bereits im November 2017 wurde angekündigt, erstmals seit der Unternehmensgründung 2012 schwarze Zahlen geschrieben zu haben.

Metro baut Kooperation mit Getnow aus:

In Berlin und München arbeiten Metro und der Online-Shop Getnow schon seit 2016 zusammen. Dabei verkauft Getnow in seinem Online-Shop Lebensmittel aus dem Metro-Sortiment, die von Mitarbeitern des Online-Händlers im Markt kommissioniert und dann in nur 90 Minuten von DHL zum Kunden gebracht werden. Das Start-up macht dabei auch Endverbrauchern das Sortiment des Großhändlers zugänglich. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll das Angebot nun auf 24 Metro-Standorte ausgeweitet werden.

Factor-a an Dept verkauft:

Die Amazon-Marketing-Agentur Factor-a ist für einen nicht näher genannten Betrag an die Agentur Dept aus Holland verkauft worden. Das Unternehmen bietet Beratung für Amazon-Lieferanten an. Gegründet wurde Factor-a von der Wald & Wiese Capital, hinter der Tarek Müller und Alexander Graf stecken. Factor-a wurde im Rahmen des Deals achtstellig bewertet.

Otto Now vermietet WM-Ausstattung:

Kunden, die stilecht und schick die deutsche Mannschaft bei der kommenden Fußball-WM unterstützen wollen, können zu Produktpaketen greifen, die Otto Now vermietet. Da gibt es dann etwa den Kühlschrank plus Tischgrill ab rund 90 Euro Miete pro Monat. Für den Fernseher inklusive Bierzapfanlage werden schon 130 Euro pro Monat fällig. Unabhängig von Abschneiden der Mannschaft macht eine Zapfanlage ja aber auch über die Dauer der WM etwas her.


-ANZEIGE -

Ihre Plattform zur Digitalisierung:

Analoger Austausch für digitalen Fortschritt: Mit der Veranstaltungsreihe „DIGITALX“ fördert die Deutsche Telekom den Aufbau regionaler Business-Netzwerke. Ob Startup oder Mittelständler, Vertreter von Medien oder aus der Politik: An sechs Standorten in Deutschland haben Teilnehmer Gelegenheit, über die Digitalisierung zu diskutieren und sich inspirieren zu lassen. Melden Sie sich jetzt für die Events in Hamburg, Berlin oder Frankfurt an.

INTERNATIONAL

Alibaba denkt über Logistikzentrum in Hamburg nach:

Derzeit wird viel darüber spekuliert, dass der chinesische Handelskonzern Alibaba ein Logistikzentrum am Standort Hamburg plant. Derzeit versendet das Unternehmen bereits über 50.000 Pakete am Tag nach Deutschland. Die Hafenstadt könnte bei weiterem Wachstum der Sendungsmengen als Drehkreuz für die Lieferungen dienen.

Spekulationen um Amazons Interesse an Morrisons:

Die aktuelle Fusionswelle im britischen Handel setzt den kleineren Verbrauchermarktbetreiber Morrisons unter Druck. Der hat zwar für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 ordentliche Zahlen präsentiert, aber Analysten halten die Kette für zu klein, um allein zu überleben. Und so leben Spekulationen an der Börse wieder auf, wonach Amazon ein Kaufangebot für Morrisons machen könnte. Amazon Fresh und Amazon Prime Now unterhalten seit Juni 2016 eine Vertriebspartnerschaft mit Morrisons, der als Großhändler fungiert.


TRENDS & FAKTEN

Mehr als die Hälfte shoppt mit dem Smartphone:

Eine Studie des Unternehmens Textlocal kommt zu dem Ergebnis, dass in Großbritannien inzwischen 62 Prozent der Besitzer eines Smartphones darüber auch einkaufen.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Der Handel mit teuren Uhren und Schmuck entdeckt allmählich das Internet, muss sich aber ranhalten. Denn es rückt eine neue Käuferschicht nach, die viel Geld hat und das nicht mehr nur in schnöseligen Läden in teuren Einkaufsstraßen ausgeben möchte. Achtung, die Millennials kommen: Wie neue Kunden eine Branche verändern

Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment - gibt es auch bei iTunes, bei Spotify und Soundcloud kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast abonnieren und keine Folge verpassen.