Black Friday, Black Week. Cyber-Tage. Man kann es nicht mehr hören. Es ist, als liefe "Last Christmas" von Wham in Dauerschleife. Zeit der saisonalen Preishits eben. Also kaum anders als der einstige Schlussverkauf. Und auch da war man immer froh, wenn es vorbei war. Halten Sie also einfach noch ein bisschen durch. Oder schauen Sie traurig zu, wie die Billig-Flut das Weihnachtsgeschäft torpediert.

///// HANDEL NATIONAL
Douglas zeigt Haltung
Als "Spot mit Haltung" lobt die W&V die Weihnachtswerbung von Douglas. Die Kampagne solle ausdrücken, worauf es ankommt: "Toleranz, Individualität, Zwischenmenschlichkeit, Akzeptanz. Diese Werte und Weihnachten fasst das Motto "Ein Geschenk kann so viel mehr bedeuten" zusammen." Schön zu sehen, mit welchen Worten man einen Werbespot schminken kann, der Kosmetik verkauft. Das tut er (Video) aber tatsächlich mit Gefühl.

Picnic - 250 Mio Euro für die Expansion
Der rasant wachsende Online-Supermarkt Picnic hat in einer Finanzierungsrunde 250 Millionen Euro erhalten. Alle bestehenden Investoren nahmen an der Finanzierungsrunde teil. Das Geld braucht man unter anderem für ein automatisiertes Fulfillment-Center in Utrecht, in dem jede Woche rund 150.000 Bestellungen abgewickelt werden sollen.

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///// INTERNATIONAL


Migros beendet Amigos
Die Schweizer Migros beendet ihr Experiment mit Amigos. Im Raum Zürich und Bern konnten Kunden über die Plattform Amigos testweise füreinander einkaufen gehen. Die Besteller kauften online ein, die Zusteller nahmen die Bestellung per App an und lieferten die Einkäufe dem Besteller nach Hause. Gegen ein Entgeld.
Grund für das Ende: Zuletzt habe sich das Modell mehr und mehr von Peer-to-Peer-Gedanken entfernt und wurde zusehends eine normale Shopping-Plattform, heißt es. Anders gesagt: Nachbarschaftshilfe funktioniert als Geschäftsmodell nicht. Auch all die gesetzlichen Streitfragen, die hinter dem Einsatz der private Helfer stehen, die dann rechtlich am Ende vielleicht doch eher Mitarbeiter sind, und die das Hackfleisch vielleicht sogar ohne Kühlkette vorbeibringen, waren da ganz sicher ein Bremsklotz.


///// TRENDS & TECH


Alexa soll mehr Gefühl bekommen
Die Stimme von Alexa soll künftig emotionaler klingen - und damit menschlicher. Amazon stellt Entwicklern dafür Tools bereit, die der Software beispielsweise Aufregung oder Enttäuschung beibringen können. Das dürfte zunächst wohl vor allem Spiele-Entwickler interessieren.

Datenschützer prüfen Personal-Bewertungs-Software
Nach einer eher fragwürdigen Studie über die Software Zonar, die Zalando zur Beurteilung von Mitarbeitern einsetzt, wird die Software nun von der Berliner Datenschutzbehörde unter die Lupe genommen. Verdi hatte das Programm öffentlich als "arbeitnehmerfeindlich" und datenschutzrechtlich problematisch kritisiert. Zalando hatte die Studie sinngemäß als Quatsch bezeichnet, ist aber klug genug, das politische Spielchen weiter mitzumachen.

Favorit der Leser
Immer mehr, immer mehr, immer mehr: Deutschland schreit nach Logistikflächen, auch, weil der Onlinehandel wächst und wächst und wächst. Doch der Platz wird immer knapper, und man kann das Land nicht einfach vergrößern. Manche Regionen sind bereits ausverkauft. Die Lösung: Hochstapeln.