Liebe Leserin, lieber Leser, steigen die Umsätze, wissen Händler genau, dass das an tollen Produkten und greifenden Marketingmaßnahmen liegt. Sind sie schlecht, ist es zu kalt, zu heiß, zu trocken oder zu nass. Das können dann auch KI, BI und Big Data nicht verhindern. Ein Volksfest als Begründung für weniger Kundenservice ist da schon originell. Rewe lieferte jedenfalls mit der Ankündigung, einige Gebiete während der "Wiesn" eben nicht zu beliefern, die Steilvorlage für den Lieferdienst GetNow. Der hat genüsslich vermeldet, die Kundschaft nicht in den Supermarkt schicken zu wollen.

Rebelle expandiert in die USA
Nach der Übernahme des skandinavischen Wettbewerbers The 2nd Edit im Juni 2018 geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung. Ab sofort können US-Kunden unter Rebelle.com ebenfalls auf dem Online-Marktplatz für Luxusmoden aus zweiter Hand shoppen.

Lesara eröffnet Pop-up-Store im Alexa
Im Alexa-Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz hat Online-Modehändler Lesara sein erstes stationäres Geschäft eröffnet. Herzstück des 20 Quadratmeter großen Ladens ist ein großer Touchscreen mit Voting-Funktion, auf dem die Kunden das Produktsortiment mitgestalten können. Der Laden soll 6 Monate geöffnet bleiben. Danach will der Onlinehändler entscheiden, ob es weitere Läden geben wird.

Zalando bringt es per E-Bike
Zumindest testweise wird Zalando ab Oktober in Berlin Pakete mit dem E-Bike ausliefern. Dazu arbeitet das Unternehmen mit dem Start-up Citkar zusammen, das den „Loadster” entwickelt. Das Lasten-E-Bike fasst ein Transportvolumen von 500 Litern. Da die neuen Gefährte auch Radwege benutzen dürfen, verspricht sich Zalando ein schnelleres Durchkommen im Stadtverkehr, was gerade bei Same Day Delivery eine interessante Option sein könnte.

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INTERNATIONAL

Bei Amazon mit Snapchat einkaufen
Visuelle Suchfunktionen beschäftigen aktuell einige Händler. Snap, das Unternehmen hinter Snapchat, hat jetzt Spekulationen aus dem Sommer bestätigt: Eine neue Funktion ermöglicht es, weitere Informationen zu einem mit der Kamera des Smartphones erfassten Gegenstand oder Barcode abzurufen, um dann das erkannte Produkt gleich bei Amazon zu bestellen.

Krach um MyTheresa
Der Online-Händler für Luxusmode MyTheresa macht gute Geschäfte. Der Jahresumsatz wird im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 303 Mio. Euro angegeben. Im Rahmen der Bekanntgabe wurden das Unternehmen aber von der Warenhaussparte zur Holding-Gesellschaft Neiman Marcus Group verlagert. Und genau das stößt Gläubiger Marble Ridge Capital säuerlich auf. In einem offenen Brief an den Verwaltungsrat der Neiman Marcus Group wertet das Unternehmen die Transaktion als einen „Versuch, das MyTheresa-Geschäft aus der Reichweite der Gläubiger zu schaffen“, wie die TextilWirtschaft berichtet.


TRENDS & FAKTEN

Alipay mit 700 Millionen Nutzern
Ant Financial, der Finanzarm des Alibaba-Konzerns, hat bekanntgegeben, dass die Nutzerbasis gegenüber dem Vorjahr um 200 Millionen Kunden gewachsen ist. Nunmehr bezahlen 700 Millionen Konsumenten mit Alipay. In den vergangenen 12 Monaten wuchs die Zahl der Transaktionen in Geschäften und in Übersee um das zweieinhalbfache.

Start-up des Tages
Der Warenkorb ist voll, doch dann brechen rund 70 Prozent der Onlinekunden ihren Einkauf ab. Die Lösung des Hamburger Start-ups uptain richtet sich an kleine und mittelgroße Onlineshops. Damit soll der Händler erkennen, warum der Nutzer zögert und wie man ihn doch noch zum Kauf bewegen kann.

Beliebtester Beitrag am Vortag
Blicken Sie bei Amazon und seinen Werbemöglichkeiten noch durch? Bei den Kennzahlen? Kein Panik! Wie man sich durchschlagen kann, sagt uns Christian Otto Kelm.