Russland ist zur Haltungsfrage geworden. Immer mehr Unternehmen kündigen den Rückzug an. Metro will bleiben und steht dafür öffentlich in der Kritik. Mit jedem Tag werden die Sorgen in den Chefetagen weltweit größer. Die russische Regierung droht offen mit Enteignung der Unternehmen, die ihre Geschäfte aussetzen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob man sich den Wegfall der Geschäfte in Russland künftig leisten kann. Mercedes Benz hat im Jahr 2019 ein nagelneues Werk in Moskau eröffnet. Putin fährt Mercedes. Wie lange noch? 

///// HANDEL NATIONAL
Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft gründen Initiative für Ukraine-Hilfen
Mit dem Ziel, die Maßnahmen der Bundesregierung und der internationalen Gemeinschaft in der Ukraine-Krise zu unterstützen, haben der Industrieverband BDI, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Handwerksverband ZDH sowie der Arbeitgeberverband BDA die Initiative #WirtschaftHilft ins Leben gerufen. Auf der dazu gehörigen Webseite finden Betriebe und Unternehmen Informationen zu Aktivitäten, an denen sie sich beteiligen können. Ein wichtiger Aspekt soll außerdem die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter sein. 


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Self-Scanning im Supermarkt: Mit reibungslosen Abläufen zum smarten Einkaufserlebnis
Beim Self-Scanning erfassen Kunden ihre Waren im Geschäft per App, über die dann auch die Bezahlung läuft – ohne Halt an der Kasse. Vorausgesetzt, dass alle Produkte entsprechend mit Barcodes gekennzeichnet und in das Warenwirtschaftssystem integriert sind. Viele Produkte, wie Importware, unverpackte oder lokale Lebensmittel müssen daher im Supermarkt flexibel mit Etiketten gekennzeichnet werden. Mehr lesen

Insolvenzwelle droht bei kleinen Spediteuren
Da die Spritpreise explodieren und sich der Fahrermangel weiter auswirkt, warnen große Logistiker wie DHL bereits vor einer Rezession und kleine Spediteure vor einer Insolvenzwelle, berichtet die Wirtschaftswoche. Am Wochenende wurden die Stimmen lauter, die einen Schutzschirm für betroffene Unternehmen wie in der Covid-19-Krise fordern. Spediteure warnen außerdem vor einem Verkehrschaos und drohen an, ihre Lastwagen stehen zu lassen. 

Teehaus Ronnefeldt online erfolgreich
Weil der Luxushotelmarkt schwächelt, hat das Traditions-Teehaus Ronnefeldt in der Pandemie-Zeit den Weg übers Internet zu seinen Kunden gesucht - und gefunden. Man habe online seine Hausaufgaben gemacht, berichtet Jan-Berend Holzapfel der F.A.Z. 700 Tonnen Tee fanden im vergangenen Jahr ihren Weg in so manches Homeoffice. Tee profitiere auch vom steigenden Gesundheitsbewusstsein der Menschen. Holzapfel will den Online-Handel weiter ausbauen, aber auch künftig seine Tees nicht in Supermärkten verkaufen.  


///// HANDEL INTERNATIONAL

Amazon kündigt Aktiensplit an
Zum ersten Mal seit dem Dot-Com-Boom will Amazon einen Aktiensplit vornehmen. Laut CNBN-News sind die Anleger in der vergangenen Woche informiert worden, dass sie für jede Aktie, die sie derzeit besitzen, 20 Aktien erhalten werden. Die Amazon-Aktien legte daraufhin im erweiterten Handel um sechs Prozent zu. Das Unternehmen teilte auch mit, dass der Vorstand es ermächtigt habe, Aktien im Wert von bis zu zehn Mrd. US-Dollar zurückzukaufen. Ziel des Aktiensplits könnte es sein, die Aktie aufgrund des günstigeren Preises für eine größere Zahl von Anlegern attraktiv zu machen. Eine Amazon-Aktie kostet derzeit etwa 2.400 US-Dollar.

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E-Commerce Finanzprozesse dank FIEGE besser abwickeln
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Cartier und Burberry testen neue Livestream-Funktion von Tmall
Tmall Luxury Pavilion, Alibabas spezielle Plattform für Luxusmarken, hat eine One-on-One-Livestreaming-Funktion eingeführt, die es Vertriebsmitarbeitern von Luxusmarken ermöglicht, in privaten Livestreaming-Sitzungen individuell mit Kund:innen in Kontakt zu treten. Die Kunden können die Produkte virtuell anprobieren. Laut Tmall ist es für Luxusmarken wichtig, online personalisierte Dienstleistungen anzubieten, um die exklusive Atmosphäre, die die Kunden in den Geschäften vorfinden, zu wiederholen.

Cainiao erobert Brasilien
Alibabas Logistikunternehmen Cainiao Network legt Charterflüge von Hongkong nach São Paulo auf, um eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Ziele in Lateinamerika zu bedienen. Der Flug, der in Partnerschaft mit Qatar Airways Cargo durchgeführt wird, findet einmal pro Woche statt und bietet 100 Tonnen Frachtkapazität, heißt es in einer Mitteilung. Das erste von Cainiao gecharterte Boeing 777-Frachtflugzeug verließ Hongkong am 5. März und transportierte Schönheits- und Modeartikel, Schmuck, Uhren, Haushaltsgeräte, Spielzeug und Sportausrüstung. Man habe sich zum Ziel gesetzt, weltweit innerhalb von 72 Stunden zu liefern. 


///// TRENDS & TECH

Pinterest will mehr Geld im Online-Handel verdienen
Die Idee ist nicht neu und andere Social-Media-Plattformen sind damit bereits erfolgreich: Nun will auch die Foto-Inspirations-Plattform Pinterest mehr Geld mit dem Online-Handel verdienen und macht die Integration von Produktkatalogen für den Online-Einkaufsbummel möglich. Zusätzlich sollen Marken Zugang zu Software-Werkzeugen bekommen, mit denen sie Trends schneller erkennen können. 

Reife Frauen entdecken Social-Media-Kanäle
Wir wissen nicht, wie alt die Journalistin Weixin Zha von Fashionunited.de ist, doch scheint sie nicht zu Frauen der Altersklasse über 35 zu gehören, deren Präsenz in Social Media-Kanälen sie in einem Trendbericht unter die Lupe nimmt. Die 53-jährige Ula Hoffmann spielt darin eine große Rolle. Hoffmann hat 577.000 Follower auf Instagram, 37 Prozent davon in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen. Laut Ulla Ertelt, Geschäftsführerin des Frankfurter Marktforschungsunternehmens HML Modemarketing, ist vor der Pandemie kaum eine Frau über 30 Jahren auf Instagram aktiv gewesen. Beeindruckend. 

///// NACHHALTIGKEIT

Bei Migros Online die Emissionen des Einkaufs kompensieren
Wie viele CO2-Emissionen verursacht ein einfacher Einkauf? Bei Flugtickets gibt es dafür Rechner, für den Online-Einkauf legt nun Migros Online eine erste Berechnung vor. Per Mausklick erfahren die Kunden beim Check-Out die Höhe der CO2-Emissionen und können diese dort auch gleich kompensieren. Die Funktion soll bald in die App integriert werden. In die Berechnung gehen alle CO2-Emissionen aus Herstellung und Transport der Produkte sowie die Herstellung und Entsorgung der Verpackungsmaterialien ein; bei Non-Food-Artikeln wird auch deren Entsorgung eingepreist. Das Geld aus dem freiwilligen Klimabeitrag fließt in den M-Klimafonds, der eigene Klimaschutzprojekte in der Migros-Lieferkette finanziert.