Liebe Leserin, lieber Leser, Büdchen, Kioske, Wasserhäuschen. Sie sind das Geschäft von Valora. Ein Test zeigt nun, dass man, wenn auch im Mini-Format, mit dem Tech-Riesen Amazon und Amazon Go mithalten möchte. Auch die gerne gescholtene Metro ist an einer Lösung dran. Auch wenn die Modelle (noch) nicht ganz überzeugen. Die gute Nachricht ist: Der Handel bleibt nicht tatenlos an der Seitenline. 

Valora kassiert (fast) automatisch
Begehbare Verkaufsautomaten sind ja gerade en vogue. Und so zeigt sich auch der Kioskbetreiber Valora mit einem vollautomatischen Mini-Laden. Der Einkauf in der "Avec Box" erfolgt über eine App, die erlaubt auch den Zutritt in das rund 50 Quadratmeter Kiosk mit Convenience-Sortiment am Bahnhof in Zürich. Drinnen scannt der Kunde seine Ware per App aber selbst. Von Amazon Go ist das weit entfernt, zeigt sich Carpathia enttäuscht.
Wer es live erleben will, muss sich zudem beeilen. Die "Avec Box" steht bis zum 22. April 2019 im Hauptbahnhof Zürich. Sie ist fast rund um die Uhr geöffnet. Hier erklärt Thomas Eisele, Mitglied der Konzernleitung, im Interview mit etailment, wie Valora den Ansprüchen moderner Kunden gerecht und digtaler werden will.

Picnic macht in Eiern
Das Liefer Start-up Picnic bietet im Heimatmarkt Niederlande künftig Eier als Eigenmarke an. Ziel ist es, in sechs Monaten 500.000 Eier pro Woche zu verkaufen. Die Eier von einem regionalen Bauern sollen die höchsten Standards im Bereich Tierschutz und Nachhaltigkeit erfüllen. Wenn die Kunden zufrieden sind, will das Unternehmen mehr regionale Produkte in den digitalen Regalen anbieten.

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INTERNATIONAL

Sensei will Amazon Go ausstechen
Sensei, Start-up in Lissabon, das von der Metro AG und der portugiesischen Sonae SGPS SA unterstützt wird, will Supermärkten zu ausgefeilter Technik für kassenlose Filialen verhelfen und damit Amazon Go Paroli bieten. Laut Bloomberg soll die Technik mit Kameras und KI noch in diesem Jahr in drei europäischen Supermärkten getestet werden (Demo-Video).

Asos greift gegen Viel-Retournier durch
Asos droht Kunden, die besonders viele Artikel zurückschicken, jetzt mit Kontosperrung. Ungewönlich sind gelbe und rote Karten gerade im Modehandel nicht. Zumeist begnügen sich Händler aber damit, Viel-Retournierern nur noch Vorkasse zu ermöglichen. Gleichwohl könnte das Beispiel Schule machen. Denn Instagram, sonst so nützlich für die Modehändler, wird zunehmend auch zum Problem. Wenn nämlich Teens und Twens Klamotten serienweise nur für ein hübsches Instagram-Bild bestellen. 

TRENDS & FAKTEN

Amazon greift Apple Airpods an
Amazon arbeitet an eigenen Airpods mit Alexa-Unterstützung. Wenn die Knöpfe im Ohr nicht so oft herausfallen, wie die Modelle von Apple, könnten sie eine echte Konkurrenz sein. Die drahtlosen Kopfhörer sollen Sprach- und Gestensteuerung beherrschen. Wichtigstes Ziel aber: Amazon Alexa ist dann noch näher am Kunden dran.

Amazon plant Satelliten-Flotte
Eine Nummer größer und weiter weg, will Amazon allüberall präsent sein und mit einem Netzwerk aus Tausenden Satelliten Internet rund um die Welt bringen, weiß Heise.

Start-up des Tages
Frühling. Eisdiele. Und jede Menge Plastiklöffel. Noch. Das Start-up Spoontainable hat längst eine Alternative.

Favorit der Leser am Vortag
Reden wir über Karstadt Kaufhof: bloß nicht, es ist doch alles gesagt. Längst nicht alles, denn nun wird auch noch das halbseidene Format Saks Off 5th dicht gemacht. Und weil es durch die Fusion mehr Sportabteilungen gibt, betrachtet man sich als kompetenter im Einkauf von Sportartikeln und gibt gleich dem Einkaufspartner Intersport den Laufpass. Wie schön ist da die heile Welt der Musterhaus-Küchen MHK - so unbeschwert und frei von den Sorgen des Onlinehandels.

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