Wir erleben gerade, wie sich Einkaufen und Arbeiten vom Ort entkoppeln – Online-Handel und Home-Office lassen grüßen. Gleichzeitig wird das lokale Umfeld immer wichtiger. Was macht das mit unseren Innenstädten? Was zieht Menschen künftig noch in die City und wie müssen diese sein? Die Welt um uns herum ist im Umbruch, das machte die dfv-Konferenz "Zukunft Stadt" deutlich. „Wir müssen die Ladentheke ins Internet verlängern", erklärt Wirtschaftsminister Altmaier dem Publikum. Kluge Konzepte sei die Regierung bereit, mitzufinanzieren. Neben Geld braucht es für die Rettung aber auch mutige Anstifter und Unternehmer.

///// HANDEL NATIONAL
Wie retten wir die City? Dfv-Konferenz gibt Impulse
Bei der digitalen Conference des Deutschen Fachverlages vom 28. bis zum 29. April wurde die Wiederbelebung der Innenstädte intensiv diskutiert. Die meisten deutschen Innenstädte wurden vor 1933 geplant und funktionieren so nicht mehr, war zu hören. In einer Zeit, in der sich Einkaufen und Arbeiten vom Ort entkoppele, müssen auch die Städte sich neu erfinden. Sie müssten zu Bühnen der Freiheit und des Lebens werden. Fazit: Für den Neuanfang braucht es mutige Anstifter und Unternehmer, ein Umdenken in Politik und Verwaltung, kluge Mobilitätskonzepte und engagierte Stadtretter. Was im stationären Handel geschieht, hat natürlich auch Rückwirkungen auf das Online-Geschäft, daher lohnt ein Blick auf die Argumente. Mehr Informationen zur Konferenz gibt es hier

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Durch datengestütztes Marketing Kundenzufriedenheit und Umsatz steigern
Der Einsatz von Daten zur erfolgreichen Steuerung von Marketingstrategien ist kein neues Konzept. Allerdings wurden Kundendaten noch bis vor kurzem in ihrem Wert unterschätzt und folglich zu selten von Markenunternehmen weltweit genutzt. Lesen Sie hier, wie man durch datengestütztes Marketing die Kundenzufriedenheit und den Umsatz steigern kann.

Amazon schaltet Live-Shopping mit Amazon-Explore frei
Wie bekomme ich Kunden trotz Corona-Lockdown und ohne Online-Shop in meinen Laden? Die Antwort von Amazon lautet: mit dem Smartphone. Dafür muss der Händler nicht einmal einen Katalog auf Amazon hochladen. Es reicht, wenn er Bilder der Produkte und entsprechende Informationen bereithält. Die Kunden vereinbaren online einen Termin, die Händler präsentieren und beraten über ihr Smartphone. Die Kaufabwicklung läuft über Amazon. Das neue Feature "Explore" kann auch für  virtuelle Städteführungen genutzt werden. 

Fielmann will online wachsen
Gerade geht ein großer Mitbewerber im Optiker-Geschäft von online nach stationär, da verkündet der Branchenprimus Fielmann den umgekehrten Weg. Schon bald soll der Online-Anteil am Umsatz bei zehn Prozent liegen, gab Vorstandschef Marc Fielmann gestern bekannt. Möglich sei dies dank künstlicher Intelligenz und neuer Apps für Smartphone. 

Lieferando und Amazon nehmen Attila Hildmann-Unternehmen aus dem Angebot
Der Spiegel berichtet über das Vorgehen von Lieferando und Amazon gegenüber dem Imbissbetreiber und Kochbuchautor Attila Hildmann. Beide Unternehmen haben die Waren und Angebote des mutmaßlichen Corona-Leugners und Verschwörungstheoretikers von ihren Plattformen entfernt.    


///// HANDEL INTERNATIONAL

Amazon-Logistikmitarbeiter erhalten in den USA mehr Geld
Für mehr als 500.000 Arbeiter in seinen Logistikbetrieben in den USA erhört Amazon den Stundenlohn um mindestens 50 Cent und bis zu drei US-Dollar. Beim Einstiegslohn von mindestens 15 US-Dollar sei man bereits branchenführend, betonte Vice President Darcie Harie. Außerdem habe der Online-Riese im vergangenen Jahr mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar in zusätzliche Boni und Anreize für Frontline-Teams investiert. Zu den guten Nachrichten aus dem Hause Amazon, die in diesen Tagen verkündet werden, passt die Meldung, dass Amazon 100 Beatmungsgeräte an Indien spendet.

Ebay verdient auch im Jahr 2021 prächtig
Mit einem Umsatz im 1. Quartal 2021 von drei Mrd. US-Dollar und einem Plus von 42 Prozent startet Ebay glänzend ins zweite Corona-Jahr. Das Handelsvolumen auf der Ebay-Plattform betrug 27,5 Mrd. US-Dollar, 57 Prozent davon wurden außerhalb der USA getätigt. Mehr als die Hälfte der Einkäufe wurden bereits über mobile Geräten abgewickelt (17,2 Mrd. US-Dollar). Insgesamt beträgt das Warenangebot auf Ebay ca. 1,7 Mrd. Artikel bei 187 Mio. aktiven Käufer:innen. 

Logistik-Riese JD expandiert nach Europa
Der chinesische Logistik-Riese JD hat seine ersten beiden Mega-Logistikzentren in Europa eröffnet, eins im Norden Frankfurt am Mains und ein weiteres direkt an der deutschen Grenze in Polen, nur 90 Kilometer vor den Toren Berlins. Beide Zentren haben bereits im März die Arbeit aufgenommen, wurden aber diese Woche offiziell eröffnet. „Mit den Lagerhäusern in Polen und Deutschland haben wir unsere hochwertigen Lieferketten-, Logistik- und Automatisierungstechnologien nach Europa gebracht", sagte Stard Huang, Chef des internationalen Logistikgeschäfts bei JD. „Die beiden Lagerhäuser werden als Beispiele dienen, die an anderen Orten in der Region weiter repliziert werden sollen." Mehr als 900 JD-Logistikzentren gibt es bereits weltweit. 

///// TRENDS & TECH

Das Start-up Slack will die mobile Arbeit effizienter machen
Wie lange die Corona-Pandemie noch anhalten wird, kann niemand vorhersagen. Sicher ist aber: Der rasante Wandel hin zu einer hybriden Arbeitswelt hat tiefgreifenden Einfluss auf die Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen. Große Onlinehändler wie About You oder Nike setzen auf channel-basierte Kollaborationsplattformen wie Slack, denn sie können die richtigen Personen und Tools miteinander vernetzen.

Facebook-Anzeigen mit WhatsApp Button
Nach Angaben von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg entwickelt sich der Nachrichtendienst WhatsApp immer mehr zur Ladentheke für die Nutzer seiner Business-Konten. Schaufenster seien Facebook und Instagram. Die Verknüpfung geschieht nun über Anzeigen, die auf den beiden Plattformen auf die Produkte der Unternehmen werben und in der Anzeige einen WhatsApp-Button enthalten. Beim Klick beginnt der Chat mit den Unternehmen über WhatsApp. Seit Einführung der Shoppingfunktion für WhatsApp-Business-Konten Anfang Dezember 2020 wurden bereits fünf Millionen Warenkörbe verschickt.