Liebe Leserin, lieber Leser, Alibaba, Amazon, Lidl, Zalando und andere haben einiges gemeinsam. Natürlich wollen sie alle das Geld der Kunden. Sie wollen dann aber auch noch deren Daten. Das kann mit kundenzentrierten Retail-Konzepten gelingen, sagt Accenture-Geschäftsführer und Retailexperte Thomas Täuber und zeigt Wege dahin auf, die manchmal faszinierend, zuweilen zum Fürchten, zumeist aber gewinnbringend sind. Übrigens auch nur dann, wenn der Kunde davon einen klaren Vorteil hat. Nötig scheint der Weg. Sonst eilen die US-Riesen noch weiter von dannen.

///// HANDEL NATIONAL
Amazon und Microsoft wertvoller als alle deutschen Aktien zusammen
Amazon und Microsoft kosten an der Börse 2036 Milliarden Dollar. Das ist erstmals mehr als die 763 börsennotierten deutschen Unternehmen zusammen. Das hat das Handelsblatt zusammengerechnet. Amazon bringt es dabei auf einen Marktwert von 978 Milliarden Dollar. Microsoft auf 1058 Milliarden Dollar. Und falls Sie das noch nicht irre genug finden: Beyond Meat, der hochgehypte Hersteller von Veggie-Bulletten, bringt es inzwischen übrigens auf einen Börsenwert von 12 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Zalando kommt auf eine Marktkapitalisierung von rund 10 Milliarden Euro, die Metro schafft etwa die Hälfte davon.

Amazon wird teurer
Waren, die in den FBA-Lagern entsorgt werden müssen, kommen die Amazon Seller ab 3. September teurer zu stehen. Die Gebühren pro entsorgter Einheit steigen abhängig von der Größe teils kräftig an. Vor allem die Vernichtung von übergroßen Artikeln wird teuer, meldet Internet World.

///// INTERNATIONAL


Alibaba lockt US-Händler
Alibaba öffnet seine Plattform für kleine Händler und Hersteller aus den USA und ermöglicht ihnen dort den Verkauf. Bislang konnte der Mittelstand auf Alibaba.com nur Waren beziehen.

Starbucks lizensiert Technologie
Die Kaffeekette Starbucks beteiligt sich an der Restaurant-Technologiefirma Brightloom. Die soll dafür die Mobile- und Loyality-Technologie von Starbucks in Lizenz vermarkten. Die umfassende Mobile-Strategie der Kette mit Bestellung und Bezahlung per App gilt allgemein als eine der Erfolgssäulen von Starbucks. Das könnte also für andere Ketten ein interessantes Angebot werden.
Starbucks will außerdem seinen Lieferservice bis Anfang 2020 zusammen mit Uber Eats bundesweit ausdehnen und mit Uber bei "Innovation und Technologieintegration" zusammenarbeiten.

///// TRENDS & TECH

Uber testet eigenes Prime-Modell
Abo ist ja das neue Jodel-Diplom im digtalen Business. Da will auch Geldverbrennungsweltmeister Uber was eigenes haben und testet in San Francisco und Chicago ein monatliches Abo-Modell mit Rabattversprechen und Flatrate für seine Dienste wie den Fahrdienst, den Essenslieferdienst Uber Eats sowie die Leih-Fahrräder und Scooter. Preis: rund 25 Dollar. Quasi eine Art Prime-Mobility-Mitgliedschaft. Prime ist ja quasi das Jodel-Diplom für Fortgeschrittene.

So sieht es bei Fahrrad de im Laden aus
Internetstores, Europas wohl führende Online-Plattform für Bike und Outdoor, gönnt seiner Marke fahrrad.de den mittlerweile fünften Laden. Wie sieht das Flächenkonzept aus? Unsere Bildergalerie zeigt es.

Zahl des Tages
Logistik ist eines der Problemfelder im Handel, wo noch mächtig Boden gut gemacht werden kann. Die Logistikreise des Branchenverbands bevh könnte also ganz erkenntnis- und folgenreich sein. Vom 16. bis 20- September geht es unter anderem zu Orion, bonprix, QVC, Hermes. Hier gibt es weitere Infos.

Start-up des Tages
Fjolla Myftari entwickelt Haarpflegeprodukte aus natürlichen Zutaten und ohne chemische Zusatzstoffe. etailment.de erzählt sie, wobei Amazon der Start-up-erfahrenen myRapunzel-Gründerin noch helfen kann.

Favorit der Leser
Der Einsatz neuer digitaler Technologien ebnet den Weg vom Point of Sale zum Point of Experience, Convenience und Omnichannel, schreibt Accenture-Geschäftsführer und Retailexperte Thomas Täuber und plädiert dafür, dass auch stationäre Händler dem Weg des „New Retail“ folgen.

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