Liebe Leserin, lieber Leser, manchmal möchte man eigentlich gar nicht so genau wissen, wo und wie Amazon so dominant ist. Wir können Ihnen das dennoch nicht ersparen. Denn es sind wichtige Felder. Und ein weiteres Feld will Amazon gerade erobern.

Werbekrösus Amazon
"Werbung ist der Preis den man für ein uninteressantes Produkt zahlt". Diesen Satz (von 2009) würde Amazon-Boss Jeff Bezos heute wohl so nicht mehr sagen. Längst ist auch das Marketing-Budget des Online-Riesen gewaltig. 554,3 Millionen Euro (brutto) waren es 2018 allein in Deutschland, die Amazon laut Nielsen in die Werbung steckte. Wo das Geld landete und wie weit Amazon auch hier die Verfolger hinter sich lässt, lesen Sie bei etailment. 

App-Dominator Amazon
Auch als App ist Amazon dominant. 43 Prozent der Befragten einer Studie des Handelsforschungsinstituts IFH, haben die App von Amazon installiert. eBay bringt es nur noch auf 25 Prozent. Die Zalando-App ist demnach auf elf Prozent der Smartphones. H&M, Otto, Wish, About You bringen es noch auf einstellige Prozentwerte, hat das Handelsblatt erfahren.

Brille24 vor Verkauf
Der französisch-italienische Augenoptik-Konzern Essilor-Luxottica könnte laut Handelsblatt den Onlinehändler Brille24.de für eine mittlere zweistellige Millionensumme kaufen.

Getnow an Lidl interessiert?
Der Lebensmittel-Lieferdienst Getnow will nach der Metro offenbar unter anderem Lidl an Bord holen. "Wir beschäftigen uns konkret damit, Getnow zu einem Multi-Supply-Angebot zu entwickeln, das mehrere Händler auf einer Plattform bündelt", erklärt Getnow-Geschäftsführer Sebastian Wiese gegenüber der LZ.

Media-Saturn bekrabbelt sich
Verblüffend positive Zahlen kamen am Freitag von Ceconomy (Media-Saturn) (pdf). Von Oktober bis Dezember erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro. Das Onlinegeschäft zeigt ein Umsatzplus von 28 Prozent auf 1 Mrd. Euro. Aber Rabatte und Millionenschwere Abfindungen für Manager belasten das Ergebnis: Das operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte um 17 Prozent auf 291 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern (Ebit) sank um 19 Millionen Euro auf 234 Millionen Euro. Wissen sollte man zudem: Das Vorjahresquartal war besonders mies. Da musste es einfach besser werden.  

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INTERNATIONAL

Amazon bietet Homeshopping-Kanal
Amazon macht auf QVC und bietet auf der Streaming-Plattform Live Verkäufern einen eigenen Homeshopping-Kanal. Bei den Live-Shows stellen Verkäufer Produkte vor, die auf Amazon zum Verkauf angeboten werden. Unter dem Video befindet sich ein Karussell, in dem Käufer Produktdetails sehen und Einkäufe tätigen können. Für das Live Streaming gibt es auch eine spezielle App, die die Händler unterstützen soll.

Amazon denkt über New York neu nach
Amazon überdenkt wohl seine Baupläne für die zusätzliche New York-Zentrale: Grund ist der gewaltige öffentliche Widerstand gegen das Projekt. Vielleicht wird da aber auch nur ein wenig gepokert.

TRENDS & FAKTEN

Nach Erpressungsversuch - Schaden für Amazon?
Der Aufreger am Freitag: Amazon-Gründer Jeff Bezos wehrt sich öffentlich gegen eine versuchte Erpressung durch David Pecker, Chef von "National Enquirer"-Publisher AMI. Der hatte mit der Veröffentlichung intimer Fotos in dem Boulevardblatt gedroht. Bezos schießt aus vollen Rohren zurück. Die wichtigste Frage: Schadet das Amazon? Der Aktie? Stand heute - eher nein. Die Kursschwankungen bewegten sich innerhalb des Marktgeschehens.

Project A investiert in Kundenservice aus der Cloud
Dixa, ein in Kopenhagen und London ansässiger Anbieter für Cloud-basierte Kundenservice-Lösungen hat eine erfolgreiche Series A-Finanzierungsrunde in Höhe von 12,3 Millionen Euro abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wird von Project A Ventures angeführt, weiterhin beteiligt sich der dänische Investor SEED Capital.

Zahlen des Tages
Was kostet den Handel eine Bargeldzahlung? Was eine Girocard-, Kreditkarten- oder ELV-Transaktion? Eine bislang unveröffentlichte Studie der Bundesbank gibt Aufschluss. BargeldlosBlog dokumentiert die zentralen Ergebniss.

Start-up des Tages
Mit mehr als mit mehr als 1,5 Millionen Nutzern zählt CGTrader zu den weltweit führenden Anbietern von 3D-Content. Das Start-up aus Litauen bietet einen Online-Marktplatz für Computer-generated (CG) 3D-Modelle mit einer Bibliothek von mehr als 720.000 Vorlagen, die Modeling-Plattform „3D Projects” und einen individuellen und interaktiven Service für Geschäftskunden.

Favorit der Leser am Vortag
Chinesen sind reisefreudig und kommen mit prall gefülltem Portemonnaie. Doch das ist nicht wörtlich zu nehmen, denn bezahlt wird gern per App – darauf muss sich der deutsche Handel einstellen.

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