Es kommt wie eine Schnapsidee daher: Die weltgrößte Videoplattform Youtube schafft den Dislike-Button" ab. Was soll das? Wenn Verbraucher in der Online-Welt etwas gelernt haben, dann doch ihre Meinung kundzutun. Die negative Beurteilung ist weiterhin möglich, nur wird man nicht mehr sehen, wie viele so geurteilt haben. Der Mutterkonzern von Youtube will damit Mobbing- und Dislike-Attacken eindämmen. Es gehe auch um die seelische Gesundheit der YouTuber, teilt YouTube mit. Einverstanden. Das sollte Schule machen. 

///// HANDEL NATIONAL
Urteil zur Ausstattung von Lieferkurieren
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Lieferdienste ihre Mitarbeiter:innen mit Diensthandys und -Fahrrädern ausstatten müssen. Ausnahmen sind vertraglich möglich, müssen dann aber die Nutzung der privaten Handys und Fahrräder zusätzlich angemessen vergüten. Wie hoch eine angemessene Vergütung sein muss, ließ das Gericht offen.  

Nike zerstört Retourenware unter dem Deckmantel eines Recyclingprogramms
Investigative Journalisten von NDR, der "Zeit" und der "Flip"-Redaktion berichten über die systematische Zerstörung der Neuware bei Nike unter dem Deckmantel eines Recyclingprogramms, das den Konzern als besonders nachhaltig darzustellen versucht. Im belgischen Herenthout steht demnach eine Recyclingfabrik, die Nike in Zusammenarbeit mit einem Abfallentsorger betreibt, in der neuwertige Schuhe zerstört werden. Die meisten stammen wohl aus Retouren. Für die Recherche wurden Sneaker mit einem GPS-Tracker bestückt.  

dm: Click and Collect-Service besonders gefragt
Die Express-Abholung im dm-Markt war laut Pressemitteilung eine der wichtigsten Neuerungen der Drogeriemarktkette in der Corona-Pandemie. Als nächsten Schritt will sich das Unternehmen nun zum Omnichannel-Anbieter mit einem Express-Lieferservice wandeln. Erste Tests wurden bereits gestartet und sollen ausgeweitet werden. 

Putzhilfen-Vermittler Helpling profitabel
Auch das ist Online-Handel: Die Vermittlung von Putzhilfen in gewerbliche und private Haushalte ist das Kerngeschäft des Plattform-Anbieters Helpling. Bis zu 10.000 freiberufliche Reinigungskräfte sind auf ihr vertreten. Gerade hat Helpling das Unternehmen Call Jeffrey aus München mit 180 festangestellten Putzkräften übernommen und ist nach eigenen Angaben profitabel. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Mytheresa wächst um fast 30 Prozent
Die Erfolgsmeldungen für das in Aschheim bei München ansässige Unternehmen Mytheresa reißen nicht ab. Allein in den USA habe man ein Nettowachstum von 48,7 Prozent erzielt. Der Nettogewinn kletterte auf 8,2 Mio. Euro (5,4 Mio. Euro im Vorjahr). Für das Betriebsjahr bis Ende Juni 2022 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 22 bis 25 Prozent. 

Standsome verkauft Stehtische nach Kanada
Das rheinland-pfälzische Start-up Standsome hat in der Corona-Krise mit seinen Stehpulten fürs Homeoffice reüssiert. Mitte September schalteten die Gründer nun auch einen Online-Shop in Kanada frei. Die ersten Stehpulte sind bereits verkauft. Auch in den USA und Mexiko ist die Mainzer Friedrich und Patriz Möbel GmbH bereits aktiv. 

Delivery Hero weltweit erfolgreich
In einer Reportage auf FAZ.net zeichnet Delivery Hero eine positive Entwicklung seiner Geschäftstätigkeiten weltweit. In 50 Ländern ist der Berliner Schnell-Lieferdienst tätig, für das laufende Jahr hob das Unternehmen gestern seine Umsatzprognose leicht an. Dem Hauptmitbewerber auf dem deutschen Markt, Lieferando, zollt Delivery Heros-Deutschlandchef Artur Schreiber Respekt. Die Niederländer seien schon 14 Jahre in Deutschland aktiv. Diesen Vorsprung merke man deutlich. Noch schönerer Text.


///// TRENDS & TECH

Data Cloud: Wie Douglas seine Daten demokratisiert 
Der Parfümerieriese Douglas entwickelt sich vom Multichannel-Händler zum Digitalunternehmen, das Daten über die Data Cloud demokratisiert und Shops und Marktplatz-Partner auf einer Plattform integriert. Gastautor Arjan van Staveren vom Softwareanbieter Snowflake beschreibt, wie sich Douglas zu einem datengesteuerten Unternehmen entwickelt, und erläutert, wie der Konzern dadurch in der Coronakrise wichtige Erkenntnisse zum Kundenverhalten länderübergreifend nutzen konnte.

Black Friday-Umfragen in einem Satz:
  • BlackFriday.de hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio herausgefunden, dass 97 Prozent der Verbraucher in Deutschland den Shopping-Tag kennen, 76 Prozent an diesem einkaufen wollen und ein Budget zwischen 100 und 200 Euro dafür haben.  
  • Die Redaktion von vergleich.org hat herausgefunden, dass in Hamburg das Interesse von Verbrauchern am Black Friday am größten ist. 
  • Der "Cyber Week Report" von eBay Ads zeigt, dass Händler:innen am Black Friday ihre Verkaufszahlen um 450 Prozent steigern können. 
  • Ein Expertentalk von KPS will aufzeigen, wie der skandinavische Elektronikhändler Elkjøp Amazon am Black Friday die Stirn bietet. 
Wie der Cookie-Banner-Flut Herr werden
Es ist eine Gradwanderung für jeden Online-Anbieter, seine Kunden:innen nicht in DSGVO und ePrivacy Cookie-Banner-Flut ertrinken zu lassen. Abhilfe kommt dafür aus der Schweiz, da das Digital-Marketing-Unternehmen fusedeck® nun auch deutschen Website- und Shop-Betreibern intelligente Tracking-Methoden anbietet, die deren Besucher nicht in die Flucht schlagen. Session Tracking kommt ohne Cookies aus. Die Nutzereinwilligung zur Datenverarbeitung wird nur dann eingeholt, wenn es für weitere Marketing-Zwecke nötig ist.

///// NACHHALTIGKEIT

Amazon schließt sich SABA an
Laut Amazon-Watch-Blog hat sich der Online-Riese der SABA-Allianz angeschlossen (Sustainable Aviation Buyers Alliance), der Großunternehmen wie Boeing, JPMorgan Chase, Microsoft oder Netflix angehören. Das Ziel der Allianz sei es, die Marktnachfrage nach nachhaltigen Flugkraftstoffen zu erhöhen, Flugzeugemissionen zu verringern und den Flugsektor damit grundsätzlich grüner zu gestalten. Ebenfalls geplant ist eine Kooperation zur Entwicklung von neuen, sauberen Flugkraftstoffe und Technologien.