So unterschiedlich sind die Geschwindigkeiten: Bei Otto kümmert man sich um die Kunden von Morgen: Bots und Geräte. Im Kadewe plant man auch für die Zukunft. Schon 2021 will das KaDeWe in Berlin auch online verkaufen. Beides irgendwie schon irre.

///// HANDEL NATIONAL
Zalando kommt schneller
Zalando sputet sich vor Weihnachten mit dem Liefertempo. Ab sofort kann man sich das Paket am gleichen oder nächsten Abend nach Hause liefern lassen. Der Tempo-Service war als Premium Lieferung am Abend bislang nur für Mitglieder von Zalando Plus zu haben. Jetzt gibt es ihn in mehr als 30 Städten für ausgewählte Produkte. Die Kunden können die eilige Sendung als neue Lieferoption einzeln dazubuchen. Zalando kooperiert dabei auch mit lokalen Lieferdienstleistern.

Otto und Conrad vernetzen IoT
Künftig können über Conrad-Connect vernetzte Geräte, das ist die Internet-of-Things-Plattform von Conrad Electronic, eigenständig bei Otto Verbrauchsmittel nachbestellen. Somit können die Spülmaschine oder der Drucker von derzeit 440.000 Nutzern von Conrad Connect selbst bei Otto für Nachschub sorgen. Analog dazu können alle Otto-Kunden mittels Conrad Connect Verbrauchsmaterialien per Sprachbefehl, smarten Schaltern oder Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram – beim Versandhändler nachbestellen, ohne ein IoT-Haushaltsgerät zu besitzen.
Ottos smarte Bestellfunktion "Otto ready" macht es möglich, dass Kunden derart bestellen können. Über derlei Dinge freuen sich drei: Otto, weil der Kunde nicht mehr nachdenken muss, wo er was bestellt. Der Hersteller, weil man nicht über eine neue Spüli-Marke nachgrübelt. Der Kunde, weil es so schön bequem ist. Und eines Tages, wenn Sie Künstliche Intelligenz hat, auch die Spülmaschine, weil ihr Gehirn dann den ganzen Tag mit anderen Bots über den Preis verhandeln kann.

Gericht verbietet Amazon Sonntagsarbeit
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat in einem Grundsatzbeschluss entschieden, dass Amazon in Deutschland keine Sonntagsarbeit festsetzen darf. Dringende Pakete im Logistikzentrum seien kein ausreichender Grund, so die Richter. Amazon könnte es nun noch mit einer Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig probieren.

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Omnichannel-Strategien im Einzelhandel
Noch stärker als der Preis entscheidet heutzutage das Kundenerlebnis über die Wahl einer Marke. Für Einzelhändler empfiehlt es sich daher einen nahtlosen Kundenservice über mehrere Kanäle hinweg zu bieten. Welche Prozesse Sie als Einzelhändler konkret implementieren sollten, um ein echter Omnichannel-Player zu werden, erfahren Sie im Whitepaper „Making Your Omnichannel Strategy a Reality“.

///// TRENDS & TECH

FTC erwägt einstweilige Verfügung gegen Facebook
Auf Facebook kommen womöglich harte Zeiten zu. Die US-Kartellbehörde FTC könnte versuchen, Facebook daran zu hindern, seine Apps (WhatsApp, Instagram) weiter zu integrieren. Das könnte ein Vorläufer für eine Aufspaltung des Unternehmens sein. Denn wie das WSJ berichtet, erwägt die FTC eine entsprechende einstweilige Verfügung gegen Facebook.

Millionen für ID-Start-up
Das Münchner Start-up IDEE erhält in einer Finanzierungsrunde 5,4 Millionen Euro für den Ausbau seiner Software-Lösung zum Austausch digitaler Identitäten. Damit lassen sich Zahlungs- und Anmeldeprozesse im Online-Bereich vereinfachen und die Verwendung von Passwörtern, einem der Hauptgründe für Sicherheitsverstöße und schlechte Customer Experience, wird somit obsolet.

Kunden brauchen keinen Kassenbon
Ab Januar 2020 wird der Kassenbon für alle zur Pflicht. Der Kontrolle wegen. Für Kunden ginge es auch ohne. Die Mehrheit der Deutschen, so eine YouGov-Studie (pdf), würde beim Einkauf im stationären Handel in vielen Fällen die Zusendung des Kassenbons per Email oder Messenger anstelle eines ausgedruckten Belegs bevorzugen. Bei Kunden, die mobil oder per Karte bezahlen, ist der Anteil natürlich höher als bei Barzahlern. 

Favorit der Leser
Gerade via Google-Suchanfragen ganz besonders gefragt: Unser Beitrag über "Schmutzige Tricks und Betrug" rund um Amazon. Denn Händler kopieren, täuschen, sabotieren, bedrohen und erpressen Konkurrenten - und bestechen sogar Konzernmitarbeiter. Im Krieg auf der Plattform sind Amazons eigene Regeln zur ultimativen Waffe geworden. Hintergründe gibts bei etailment.