Liebe Leserin, lieber Leser, vieles (noch nicht alles) ändert sich gerade. Nach 70 Jahren nennt sich der Spieleklassiker Scrabble in Deutschland um in "Buchstaben YOLO". Und die Restaurantkette "Dunkin' Donuts verzichtet auf die "Donuts" im Namen. Was bleibt und was sich sonst noch ändert, lesen Sie im "Morning Briefing".

Zalando-Gründer wollen nicht verkaufen
10 Jahre nach dem Start von Zalando haben die Gründer David Schneider, Robert Gentz and Rubin Ritter den Zeitpunkt, an dem Gründer gewöhnlich aus einem Start-up ausscheiden, schon ein bisschen überschritten. Kein Wunder also, dass zuweilen an mit Hussen bedeckten Kongresstischen über ihren Abgang spekuliert wird. Zumal immer mal wieder über einen Einstieg internationaler Handelsriesen im großen Stil gemutmaßt wird. Im "Focus" wurde Gentz daher jetzt deutlich: „Wir verkaufen nicht.“ 

Programmier-Boxen für Kinder
Wie führt man Kinder an das Programmieren, an Technologie heran? Vielleicht am besten spielerisch. Und dann vielleicht so wie die HABA Digitalwerkstatt. Das Start-up der Gründerin Verena Pausder (Fox & Sheep GmbH) will jeden Monat Boxen mit digitalen Programmier- und Tüftelprojekten für 5- bis 10-Jährige in deutsche Wohnungen schicken. Für die digitalen Lerninhalte sammelt man derzeit Geld auf der Crowdfunding-Plattform Startnext. Ein spannendes Projekt. Wenn es Erfolg hat, hilft es vielleicht uns allen. Weil dann eines Tages auch in diesem "Morning Briefing" wieder mehr über Innovationen aus Deutschland zu lesen sein könnte.

Millionen für deutsches KI-Start-up
Es gibt sie aber auch in Deutschland: Hoffnungsvolle Start-ups rund um das Thema Künstliche Intelligenz. So hat das Münchner Start-up e-bot7 gerade über die Investoren 42Cap, dem main incubator, Forschungs- und Entwicklungseinheit der Commerzbank Gruppe, und einem renommierten Business Angel eine 2 Millionen Finanzierung für das weitere Wachstum erhalten. e-bot7 integriert Künstliche Intelligenz in CRM-Systeme, um die Effizienz von Kundendiensten zu steigern.

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INTERNATIONAL


Amazon steigt in das Geschäft mit Fertighäusern ein
Amazon investiert in das Häuslebauer-Start-up Plant Prefab, meldet CNBC. Plant Prefab baut vorgefertigte, individuelle Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Auch Amazon antichambriert bei Deliveroo
Der US-Fahrdienstvermittler Uber liebäugelt, wie gemeldet, mit der Übernahme des britischen Essenslieferanten Deliveroo. Damit ist Uber aber nicht allein. Auch Amazon soll, so der Telegraph, bereits beim Lieferdienst, der auch in Deutschland aktiv ist, angeklopft haben. 


TRENDS & FAKTEN

Google hübscht die Suche auf
Zum 20. Geburtstag gönnt Google seiner Suche mehrere neue Funktionen und bietet auch eine bessere Organisation der Suchergebnisse und setzt mehr auf visuelle Elemente. Horizont stellt die Neuerungen vor.

Instagram-Gründer gehen im Knatsch
Nach WhatsApp-Mitgründer Jan Koum machen auch die Gründer der Facebook-Tochter Instagram im Knatsch den Abgang. CEO Kevin Systrom und CTO Mike Krieger gehen wohl im Streit über den weiteren Kurs. Details hat Recode.

42 Prozent der Kunden sind No-Liner
Auch diese Kunden gibt es noch: 42 Prozent der Konsumenten kaufen Mode im stationären Geschäft ein, ohne vorher im Internet gesucht zu haben. Auf der anderen Seite vertrauen 27 Prozent ganz aufs Internet und lassen sich Bekleidung direkt nach Hause schicken. Dies belegt eine aktuelle Studie von Comarch und Kantar TNS. Gleichwohl sind die stationären Händler digital gefordert.

Zahl des Tages
Knapp 50 Prozent der Befragten einer Studie der Kühne Logistics University (pdf) achten beim Online-Einkauf lieber auf den niedrigsten Gesamtpreis und nehmen dafür auch längere Wartezeiten in Kauf. „Lieferzeit - sensible Käufer“ achten neben dem Preis auf eine schnelle Lieferung; sie bilden ein Viertel der untersuchten Gruppe. Für die Studie wurde das Einkaufsverhalten von 550 repräsentativen US-Online-Käufern erforscht.

Start-up des Tages
Der Karton muss nicht langweilig sein: Die Online-Druckerei Printmate individualisiert Verpackungen in kleinen Auflagen und will den Onlinekunden beim Auspacken ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Beliebtester Beitrag am Vortag
Verbraucher wünschen sich vom Handel mehr personalisierte Angebote. Das gilt für den Onlineshop genauso wie für den POS. Doch nur selten werden diese Wünsche erhört. Dabei könnte Künstliche Intelligenz den Weg zum Herzen der Konsumenten bahnen.