China hat mit der Null-Covid-Strategie nur mäßigen Erfolg. Nach niedrigen Werten im vergangenen Jahr vergeht jetzt kaum eine Woche, in der nach der Feststellung neuer Infektionen wieder Stadtviertel oder sogar ganze Städte mit einem Lockdown belegt und geschlossen werden. Nun hat es mit Schanghai eine der größten Städte des Landes erwischt. In dem Großraum der Stadt mit rund 26 Millionen Einwohnern hat es über 2.500 neue Fälle gegeben, für eine Woche liegt in der Stadt quasi alles flach. In einer der Wirtschaftsmetropolen Chinas liegen zahlreiche Zentralen, die Auswirkungen wegen der noch stärker gestörten Lieferketten sind für die deutsche Wirtschaft noch nicht absehbar, doch der Horizont verdunkelt sich noch weiter.

///// HANDEL NATIONAL
Zalando eröffnet das nächste Outlet
Vor zehn Jahren unternahm Zalando den Schritt vom reinen Mode-Online-Portal in den stationären Vertrieb, nun folgt das 13. Outlet. Es steht wie das erste Geschäft ebenfalls in Berlin, nun im Zentrum unweit der Gedächtniskirche. Die Verkaufsfläche verteilt sich über vier Etagen, angeboten werden auch dort, wie in allen Outlet-Geschäften Produkte, die online und im Shopping-Club Zalando Lounge eine zu geringe Nachfrage erreicht hatten. Nach Angaben von Zalando handelt es sich um Einzelgrößen oder Ware aus der Vorsaison. Dies trage auch zur Realisierung der Ansprüche als nachhaltiger Anbieter bei. Beim Blick nach vorne heißt es von Zalando: "Wir haben noch viel vor in den kommenden Jahren."

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Das Thema Omnichannel ist eines der wichtigsten Themen im E-Commerce für 2022. Ziel von Omnichannel ist die konsistente, nahtlose und personalisierte Customer Journey. Unser neues Omnichannel-Framework zeigt, wie Sie Ihren Omnichannel-Ansatz auf ein neues Level bringen. Erfahren Sie jetzt mehr über Customer Centricity, Organizational Excellence und Operational Excellence. 

Lidl Digital erreicht die Gewinnschwelle
Lidl Digital hat es geschafft, die E-Commerce-Abteilung des Discounters schreibt erstmals schwarze Zahlen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Der Gewinn erreichte danach einen Wert von zwölf Millionen Euro, der Umsatz sei um sechs Prozent auf 1,48 Milliarden Euro angestiegen. Ein stärkeres Wachstum vermeldete der Lebensmittelhändler beim Warenumsatz, hier habe das Plus bei fast 50 Prozent gelegen, von 604 auf 897 Millionen Euro. Den Rest füllten Umsätze im Dienstleistungsbereich auf. Die Prognose für dieses Jahr laufe aber ein niedrigeres Wachstum und schließlich ein ebenfalls schwächeres Jahresergebnis hinaus.

Amazon etabliert im Bekleidungsbereich die Eigenmarken
Die Textilwirtschaft berichtet nach einer exklusiven Untersuchung durch E-Commerce-Dienstleister Emax Digital eine erfolgreiche Strategie Amazons bei der Markteinführung der Bekleidungseigenmarken. Am besten sei dies bei den Amazon Essentials gelungen, hier erreichte der Online-Konzern bei den Private Labels mit dem Segment Unterhosen die besten Verkaufszahlen. Insgesamt gehörten zu den Private-Fashion-Produkten rund 50 Produkttypen und deckten Damenmode, Herren- und Kinderbekleidung sowie Schuhe und Wäsche ab. Zu den beliebtesten Marken gehörten Iris & Lilly, Amazon Essentials, die Öko-Marke Amazon Ware, die Kinder-Marke Spotted Zebra und The Drop mit von Influencern stammenden Produkten. Nach der Analyse der Textilwirtschaft liegt Amazon Essentials an der Spitze, auf zwei und drei liegen Iris & Lilly und Find.

Die Logistiker läuten die Alarmglocke
Die deutsche Logistikbranche sieht sich durch den Ukraine-Krieg in schwerer Bedrängnis. So fehlten der Branche tausende ukrainische Lkw-Fahrer, Probleme gebe es auch beim Schiffs- und Bahntransport, berichtet Der Spiegel aus einem Papier des Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV). Die Folge sei eine Verringerung der europäischen Frachtkapazitäten im Straßengüterverkehr um bis zu sieben Prozent. Durch den Ausfall der Fahrer aus Osteuropa könne es zu weiteren Laderaumengpässen kommen. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei gesichert, aber es sei mit höheren Transportkosten zu rechnen.


///// HANDEL INTERNATIONAL

EU verschärft die Regeln für die Online-Großkonzerne
Der Digital Markets Act (DMA) der EU hat innerhalb des Gesetzgebungsprozesses einen entscheidenden Schritt geschafft, die Institutionen in Brüssel haben sich schließlich geeinigt. Auf die Online-Großkonzerne warten in der EU in der Zukunft deutlich strengere Regeln, mit denen der Rat und das Europäische Parlament einen stärkeren und faireren Wettbewerb sichern wollen. So dürfen die Konzerne die Daten unterschiedlicher Dienstleister in Zukunft nur noch mit einer ausdrücklichen Zustimmung miteinander kombinieren, meldet die Tagesschau. Bei nicht erfolgter Zustimmung müssten die Anbieter unverändert mehrere Nutzungsmöglichkeiten der Daten ermöglichen. Was es aber nicht geben werde, sind ein pauschales Verbot personalisierter Werbung und ein Verbot für personalisierte Werbung von Kindern und Jugendlichen. Der DMA betrifft Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 7,5 Milliarden Euro, einer Marktkapitalisierung von mindestens 75 Milliarden Euro haben sowie einen Plattformdienst mit mindestens 45 Millionen aktiven Nutzern und 10.000 aktiven gewerblichen Nutzern.

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Online-Plattformen stellen in Großbritannien den Verkauf einiger Oximeter ein
Einige Online-Verkaufsportale haben in Großbritannien den Verkauf von ausgewählten Oximeter eingestellt, schreibt The Guardian. Die Verbraucherorganisation Which habe festgestellt, dass insgesamt elf preislich besonders günstige Geräte zur Messung von Puls und Sauerstoffsättigung im Blut nicht über die erforderlichen Genehmigungen verfügten. Daraufhin hätten Amazon, Ebay und Wish die Produkte, für die die Nachfrage in Folge von Corona stark angezogen habe, aus dem Sortiment genommen und den Verkauf gestoppt. Einige der Oximeter hätten nicht über die erforderlichen Genehmigungen und Zertifikate verfügt, andere hätten fälschlicherweise angegeben, dass sie von der Nationalen Gesundheitsbehörde (NHS) zertifiziert seien. Die NHS teste oder empfehle aber keine medizinischen Geräte, heißt es vom Department of Health and Social Care (DHSC).

My Theresa startet auf JD.com
My Theresa unternimmt den ersten Schritt auf den chinesischen Markt und öffnet eine Präsenz auf der Plattform JD.com. Verfügbar sei nach einer Meldung von Fashion United das Luxusangebot des deutschen Online-Händlers mit Marken wie Ganni, Isabel Marant und Jimmy Cho. My Theresa habe die Eröffnung bestätigt und angegeben, dass sie nach der Aufnahme der Marken Givenchy und Loewe die Marktposition im Luxussegment weiter stärken wolle. Es gehe nicht um eine Steigerung von Verkaufszahlen, sondern eine Verstärkung der Bekanntheit der Marke für die Nutzer von JD.com.


///// TRENDS & TECH

Ifo-Geschäftsklima-Index bricht ein
In der vergangenen Woche meldete das Ifo Institut deutlich ungünstigere Werte für die Konjunkturprognose, direkt im Anschluss folgte eine außergewöhnliche Verschlechterung des Geschäftsklima-Index des Ifo Instituts. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die möglichen Folgen führten zu einem Rückgang des Werts von 98,5 Punkten auf 90,8 für die deutsche Gesamtwirtschaft. Der Rückgang der Erwartungen um 13,3 Punkte liege sogar höher als zu Beginn der Pandemie mit 11,8 Punkten. Der Wert der Einschätzung der aktuellen Lage habe sich um 1,6 Punkte verschlechtert. Der Rückgang des Erwartungsindikators habe im Handel einen historischen Negativwert erreicht, vermelden die Wirtschaftsforscher. Allerdings habe sich die Einschätzung der aktuellen Lage auf einem fast unverändert guten Niveau gehalten.

Emplifi startet Shopstream
Emplifi will Anbietern mit dem neuen Tool Emplifi Shopstream by Go Instore den Aufbau ein interaktives Live-Video-Streaming ermöglichen. Das "One-to-Many-Live-Shopping-Tool" sei nach Angaben der CX-Plattform über Go Instore, das seit September 2021 zu Emplifi gehört, verfügbar. Shopstream sei darauf ausgelegt, den Unternehmen den Aufbau einer Customer Experience von Marketing über Handel bis hin zum Service zu bieten. Einzelhandels- und Direktvertriebsmarken könnten den Kunden ihre Angebote von Produktsuche bis Kauf durch One-to-One- und One-to-Many-Livestream-Videos anzeigen. Die Live-Schaltung sei innerhalb kurzer Zeit über unterschiedliche Medien umsetzbar, die Präsentation sei über soziale Medien oder die eigene Webseite möglich. Für Kunden seien die Teilnahme am Live-Videostream oder die Kommunikation mit den Moderatoren über einen Chat eingerichtet.


///// NACHHALTIGKEIT

United by Zero bietet neue Funktion für nachhaltigen Einkauf
Die Mode-Plattform United by Zero will die Suche und den Einkauf nachhaltiger und umweltschonend produzierter Kleidung vereinfachen. Mit Hilfe einer Erweiterung der Einkaufsfunktionen auf der Plattform, die heruntergeladen werden kann, erhielten die Kunden Hinweise und Tipps zu nachhaltigen Produkten, berichtet Fashion United. Sie beruhten auf dem früheren Kaufverhalten der Kunden. Die angebotenen Produkte würden dann auf einer Seite präsentiert und könnten nach der Relevanz oder Nachhaltigkeitskriterien sortiert werden. Zum Angebot gehörten Marken wie For Days, Another Tomorrow, Ministry of Supply und Outerknown. United by Zero wolle mit der neuen Funktion gegen Greenwashing vorgehen und junge nachhaltige Unternehmen unterstützen.