Ob Krieg, Flut- oder andere Katastrophen  fast immer können und wollen Unternehmen mit Sachspenden helfen. Dennoch werden sie immer nur temporär von der Umsatzsteuerpflicht befreit, diesmal bis Ende dieses Jahres. Der bevh fordert nun, dass die temporäre Lösung in eine dauerhafte Rechtsordnung überführt wird. Das sei sowohl nach EU als auch nach deutschem Recht möglich. Gemeinwohl vor Steuern! Das wäre ein wichtiges Signal. 

///// HANDEL NATIONAL
Guerilla-Marketingaktion von Knuspr in Mainz und Frankfurt
In Frankfurt ist der Street-Art-Künstler Peng eigentlich für das Sprühen auf Flächen und Wände verantwortlich, in den vergangenen Tagen ist nun ein übergroßes Knuspr-Hörnchen damit befasst. Es will die Einwohner auf den Start des gleichnamigen Lebensmittellieferdienst aufmerksam machen und sprüht dafür Werbebotschaften auf markante Plätze und vor Supermärkte. Die Botschaft: Lebensmittel einkaufen gehen ist so 2019. Bestell Deinen ganzen Wocheneinkauf lieber bei knuspr.de." Mit diesem Video ist man live dabei. 

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Der Ukraine-Krieg und die deutsche Freihandelsparanoia
In diesen Tagen kommen Themen auf den Tisch, die für viele längst abgehakt schienen, wie Ceta und TTIP - Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA. Für die kanadische Variante hatte das Bundesverfassungsgericht am vergangenen Dienstag grundsätzlich grünes Licht gegeben. Angesichts der Entwicklungen mit Russland und China steht auch TTIP wieder im Raum. Bundesfinanzminister Lindner will einen neuen Anlauf nehmen, wurde gestern bekannt. Der grüne Koalitionspartner schließt Ceta in seinem Wahlprogramm explizit aus. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Großbritannien verschärft den Identitätsnachweis bei Online-Käufen
Ab heute treten neue Anforderungen zur starken Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA) in Großbritannien in Kraft. Es sei die größte Änderung seit der Einführung von Chip und Pin vor 16 Jahren, behauptet die Tageszeitung The Guardian. Man gehe außerdem davon aus, dass mehr Kartenzahlungen abgelehnt werden. Ziel sei es, die Verluste durch Online-Betrug zu verringern (376 Mio. Pfund im Jahr 2020). Beim Online-Kauf müssen nun – ähnlich wie beim Online-Banking – zwei von drei Faktoren bestätigt werden.

Geldregen für Firmen im Online-Handel
In der vergangenen Woche haben wieder viele im E-Commerce tätige Unternehmen Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen. So bekam der türkische Lieferdienst Getir 768 Mio. US-Dollar. Die in Paris ansässige Online-Apotheke Doctolib hat 500 Mio. Euro an Eigen- und Fremdkapital aufgenommen. Die Online-Plattform für akademische Bücher Perlego hat in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 50 Mio. US-Dollar erhalten, gleiches gilt für die niederländische Plattform zur Integration von Online-Marktplätzen ChannelEngine. 

Amazon-Nachrichten in einem Satz: 


Indische Online-Kosmetik-Plattform Nykaa baut Ladengeschäfte auf
Falguni Nayar, Gründer und CEO von Nykaa, bezeichnet sich selbst als großen Anhänger des physischen Einzelhandels. In einem Gespräch mit dem US-TV-Sender CNBC erklärt er, 100 Ladengeschäfte in sehr kurzer Zeit eröffnet zu haben, weil in Indien weiterhin ein Großteil der Schönheitsprodukte offline verkauft würden. Diese Kund:innen wolle man nicht länger ignorieren.

Jokr zieht sich aus Europa zurück
Der Expresslieferdienst Jokr des früheren Foodpanda-CEO Ralf Wenzel schließt seine Standorte in Polen und Österreich und zieht sich damit ganz aus Europa zurück. Man werde sich auf Lateinamerika konzentrieren, heißt es in einem Bericht auf Gründerszene. Zuvor hatte Jokr versucht, seine Filialen an Mitbewerber zu verkaufen. Das sei fehlgeschlagen. Sie würden nun aufgelöst. 


///// TRENDS & TECH

Oberster Gerichtshof von Brasilien verbietet Telegram
Alles nur ein Missverständnis? So oder ähnlich liest sich die Kommunikation zwischen Brasiliens obersten Gericht und dem Telegram Gründer und CEO Pavel Durov. Man habe dem Gericht eine exklusive E-Mail zugeteilt, die dieses aber nicht nutzte und weiter auf die alt bekannte E-Mail Nachrichten schickte, die man nicht gesehen habe, wird er in Medienberichten zitiert. Deshalb sei man den Anweisungen des Gerichts nicht gefolgt und wurde verboten. Nun seien die Nachrichten aufgetaucht und man kläre gerade die Situation mit dem Gericht. Durov entschuldigte sich öffentlich beim Gericht und seinen Nutzern in Brasilien. 

///// NACHHALTIGKEIT

Hermes in Dresden emissionsfrei
Per 21 E-Transportern erhalten über 300.000 Dresdner Bürg:innen ab sofort ihre Pakete von Hermes emissionsfrei zugestellt. Im Sommer sollen zudem Lasten-E-Bikes hinzukommen. Für das Logistikunternehmen sei das ein echter Meilenstein. In 17 Postleitzahlengebieten könne man nun bereits CO2-Emissionen liefern, heißt es bei Hermes

Cainiao installiert Solarpaneele auf den ersten Dächern seiner Logistikzentren
Sun Beibei, General Manager of Global Supply Chain bei Cainiao, hat ehrgeizige Ziele: Er will auf die Dächer der Logistikzentren der Alibaba-Tochter Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung installieren und die CO2-Bilanz des Unternehmens verbessern. Die ersten Lagerhäuser in Hangzhou und Ningbo in der ostchinesischen Provinz Zhejiang wurden nun damit bestückt und produzieren ihren eigenen Strom. Weitere sollen schnell folgen