Liebe Leserin, lieber Leser, 66 Prozent der Deutschen sagen, dass sie momentan glücklich sind. So eine Umfrage von YouGov (pdf). Laut Studie liegt das natürlich vor allem an Gesundheit, Familie, Partnerschaft. Aber vergessen wir bitte nicht: Auch shoppen kann (zumindest manche Menschen für den Moment) ein klein bisschen glücklicher machen. So gesehen trägt auch Instagram jetzt ein wenig zum Glück bei. Nur nicht unbedingt zum Glück der Händler.

Packhelp holt 10 Millionen Dollar
Das Start-up Packhelp sichert sich ein Series A Investment in Höhe von 10 Millionen Dollar in der von White Star Capital angeführten Runde. Das Start-up ermöglicht es Anwendern, ihre eigenen Verpackungen nach Maß zu entwerfen und zu bestellen. Hier hat etailment Packhelp vorgestellt.

Digitec Galaxus kassiert mit Bitcoin und Co
Digitec Galaxus bietet künftig das Bezahlen mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Etherum und Litecoin sowie einigen anderen Altcoins an. Möglich ist das mit Einkäufen ab 200 Franken Bestellwert. Mit an Bord sind bei dem Test der Schweizer E-Payment-Spezialisten Datatrans AG und der dänische Krypto-Zahlungsanbieter Coinify. Digitec Galaxus verlangt für Zahlungen mit Kryptowährungen keine Gebühren. Coinify verrechnet hingegen via Umrechnungskurs eine Gebühr von 1,5% des Kaufbetrags. Ein Projekt, das vielleicht für die Zukunft gut ist, nach der geplatzten Bitcoin-Blase erstmal aber nur für Innovations-PR taugt.

INTERNATIONAL


Instagram wird vollends zum Shopping-Kanal
Instagram testet jetzt In-App-Shopping mit Adidas, Nike,  Prada, Dior, Burberry, Zara, Kylie Cosmetics, Huda Beauty und weiteren Marken. Das könnte sehr, sehr mächtig werden, wenn es funktioniert. Denn der Einkauf wird hier quasi bruchlos in die für das Shopping inzwischen zentrale mobile Nutzungssituation verpackt. Rund 20 Marken machen beim Testlauf der Facebook-Tochter in den USA mit. Und die können nun noch bequemer verkaufen. Der Nutzer muss nämlich die App nicht mehr verlassen. Zuvor wurden Nutzer in der Regel auf die Website einer Marke geführt. Wenn ein Nutzer nun auf die Schaltfläche "Produkt anzeigen" klickt, wird ihm die Option "Checkout on Instagram" angezeigt. Der Kunde gibt dann seine Informationen ein, die Instagram für spätere Einkäufe speichern kann, und kann die Ware direkt kaufen und die Bestellung in der App verwalten.

Asos tut sich schwer
Der britische Zalando-Rivale Asos (pdf) bringt es auf ein Quartalsplus von 11 Prozent auf 641 Millionen Pfund und tut sich dabei vor allem jenseits des Heimatmarktes ein wenig schwer.  In Großbritannien stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 481,5 Millionen Britische Pfund. Auch nicht wirklich "splendid". Noch dazu kaufen Kunden häufiger, dafür aber weniger. Ein Problem, das man auch bei Zalando kennt.

Ocado wächst um 11 Prozent
Der britische Online-Lebensmittelhändler Ocado, der erst kürzlich ein Joint Venture mit dem britischen Retail-Riesen Marks & Spencer für 2020 eintütete, berichtet nun für das 1. Quartal über ein 11%iges Wachstum im Lebensmittel-Onlinehandel. Der Umsatz stieg auf 404 Millionen Pfund. Der Durchschnittswarenkorb liegt bei 110 Pfund.

Wish auf Sammeltour
Das E-Commerce-Start-up Wish, eine der beliebtesten Shopping-Apps, will offenbar in einer neuen Finanzierungsrunde rund 300 Millionen Dollar einsammeln.

eBay will "Shop the Look"-Patent
eBay hat die "Shop the Look"-Mechanik in den USA als Patent angemeldet, die passende Kollektionen und Angebote zu einem Artikeln aufzeigt.


TRENDS & FAKTEN


Sixt lässt iPhone-Nutzer mehr bezahlen
Sixt setzt bei seinem neuen Carsharing-Dienst Sixt Share auf individuelle Preise. Ein Algorithmus berechnet den Preis abhängig vom Wetter, Standort und der Wahl des Smartphones. iPhone-Nutzer zahlen also möglicherweise mehr, berichtet Golem. Die Debatte über Dynamic Pricing hat also einen neuen Sündenfall.

Lesetipp des Tages
Bei der Handelsgruppe Bünting stehen Tests mit Self-Scanning an. Was dort sonst noch digital auf der Agenda steht, können Sie in "Der Handel" nachlesen. Das E-Paper von „Der Handel“ – die elektronische Version der gedruckten Ausgabe -  gibt es auf vielfachen Wunsch unserer Leser bei etailment. In der Startphase können Early Adopter das E-Paper nach einer kurzen Registrierung (kostenlos) bequem auf ihren digitalen Endgeräten lesen. Dann stehen Ihnen alle Inhalte der Druckausgabe zur Verfügung. Einzelne Artikel können außerdem in einem übersichtlich gestalteten Lesemodus angezeigt werden.

Start-up des Tages
Das Ingolstädter Start-up Mirrads macht den Spiegel zur Displayfläche - und nutzt ihn als Werbekanal in Momenten ungeteilter Aufmerksamkeit.

Favorit der Leser am Vortag
Medikamente, Marktforschung, Medien - rund um Cannabis entwickelt sich gerade eine Industrie, die Gründer und Investoren lockt. Das grüne Gold wird bereits knapp, doch das soll sich weltweit bald ändern. Auch deutsche Start-ups wollen mitverdienen.

Nachtrag: Unser Link zu einem Beitrag über ein Amazon-Experiment mit mobilen Fenstern, die Eigenmarkenprodukte anbieten, und sich auf Produktseiten mit ähnlichen Artikeln anderer Hersteller nach vorne drängeln, führte gestern in Leere. Hier ist der Link zum WSJ (Paywall).

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