Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser! US-Schauspieler Billy Bob Thornton (Fargo, Armageddon) kauft sämtliche Lebensmittel bei Amazon. Zuletzt Bananen. In einem Supermarkt war er schon lange nicht mehr. Von Amazons digitalem Assistenten, der Sprachsteuerungsbox Echo, hat er gleich drei im Haus. Vielleicht erzählt er das im Amazon-Interview auch nur aus Höflichkeit. Seine neue Serie "Goliath" läuft bei Amazon Prime Video.

Lidl baut Digital-Team auf:

Lidl, ohnehin mit einem mehr als ansehnlichen Online-Shop gesegnet, will jetzt noch digitaler werden. Für mehr Innovationen wird in Berlin ein eigenes Digitalteam aufgebaut. Ein wichtiges Thema dort: Mobile: Unter dem Schlachtruf „Revolutionize Grocery!“ werden unter anderem Programmierer für iOS und Android gesucht. Ziel des neuen Teams dürfte nach Gründerszene-Informationen auch die Entwicklung und der Aufbau neuer Digital-Töchter sein.

Allianz steigt in den Autohandel im Web ein:

Laut der „Welt“ plant der Versicherungskonzern Allianz den Einstieg in den Autohandel und will sich an der Gebrauchtwagenplattform Instamotion Retail GmbH beteiligen. Deren Plattform verkauft Autos im Internet und liefert sie samt Zulassung an die Haustür.

Wird Amazon zum Internetanbieter?:

Amazon als Internet Provider? Warum nicht?, fragt man sich wohl gerade im Management und denkt laut Medienberichten darüber nach, in Europa Breitbandinternet im Paket mit Prime Video anzubieten. Amazon könnte sich dafür beispielsweise die Telekom als Partner wählen. Damit würde Amazon sein Prime-Ökosystem massiv stärken. Und Prime-Kunden sind bekanntlich die bei weitem konsumfreudigste Gruppe im Amazon-Kosmos.

Zweistelliger Millionenbetrag für Contorion:

Contorion, 2014 von Frederick Roehder, Richard Schwenke und Tobias Tschötsch in Berlin gegründeter Online-Shop für Industrie- und Handwerksbedarf, holt sich in einer Finanzierungsrunde einen zweistelligen Millionenbetrag, berichtet Deutsche Startups. Das Start-up aus dem Project A-Kosmos überzeugte nun Endeit Capital aus den Niederlanden. Zu den Investoren gehören auch Kloeckner.v, Investment-Arm des Stahlriesen Klöckner und Bauer Venture Partners.

Baur lässt Federn:

Ein "herausforderndes Geschäftsjahr" sieht bei der Baur-Gruppe bei den Halbjahreszahlen so aus: Ein Netto-Umsatz von 323 Millionen Euro, der 3 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Auch das Ergebnis liegt unter Vorjahres-Niveau. Wie weit darunter: unklar. Die Otto-Tochter hat gegenwärtig auch viel mit sich selbst zu tun. Viel ist denn auch in der Pressemeldung von digitalem und kulturellem Wandel die Rede. Von der noch im Frühjahr für den Herbst ankündigten App ist dagegen dabei keine Rede. 

Katrin Kapteyn wird CPO bei Mister Spex:

Katrin Kapteyn übernimmt als CPO die Bereiche Produktentwicklung und User Experience (UX) sowie Category Management und Business Intelligence beim Online-Optiker Mister Spex. Die 38-jährige war zuvor unter anderem für eBay, mirapodo, myToys und Immobilienscout24 tätig.

Thalia lockt per Shopkick:

Shopkick, eine Shopping-App, die Kunden mit dem stationären Einzelhändler verbindet und dafür die lange gehypten Beacon nutzt, kann nun auch die Buchhandelskette Thalia zu den Partnern zählen. Mit an Bord sind auch Media-Saturn, Douglas, Penny, Obi, Reno und Karstadt, die dem Kunden beim Besuch im Laden via App Treuepunkte und andere Goodies sammeln lassen. Shopkick hat in Deutschland 2,3 Millionen Nutzer. Thalia zeigt sich derweil digital gut aufgestellt. Online legt die Kette zweistellig zu, macht laut Buchreport mittlerweile 20 Prozent des gesamten Umsatzes im Web. Erst kürzlich hatte Thalia ein Beratungsangebot via WhatsApp gelauncht.  

INTERNATIONAL

eBay plaudert jetzt per Shopbot:

In die Riege der Händler, die mit den zuweilen noch etwas steinzeitlichen Chatbots experimentieren, reiht sich nun auch eBay ein. Plaudern kann man mit der Betaversion des auf künstlicher Intelligenz basierenden persönlichen Shopping-Assistenten "ShopBot" im Facebook Messenger. Was er kann: Nutzern in englischer Sprache bei der Suche nach einem passenden Produkt helfen. Dazu fragt er einen dann Löcher in den Bauch und ist dabei noch ein bisschen doof: Auf das Kürzel "thx" für "Danke" reagiert er mit der Frage: "Sure - in which department?" Hä? Ist aber auch der erste Arbeitstag für den Bot gewesen. Details der technischen Kniffligkeiten erklärt eBay bei Medium.

Asos auf Kurs:

Asos zeigt sich gerade putzmunter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stehen Erlöse von 1,44 Milliarden Pfund (plus 26 Prozent) in den Büchern. Sondereffekte lassen aber den Gewinn vor Steuern um 31 Prozent auf 32,7 Millionen Pfund schmelzen. Die weiteren Aussichten: Ein Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent. Über 50 Prozent der Bestellungen werden mittlerweile mobil aufgegeben. Wichtigste Aufgaben: Investitionen in Technologie (Mobile) und die Logistik, weiß der Telegraph.


Burberry schwächelt:

Die britische Luxus-Modemarke Burberry muss sich währungsbereinigt mit vier Prozent weniger Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres begnügen. Rund 1,2 Milliarden britische Pfund Umsatz verdankt Burberry vor allem dem Wachstum auf dem Heimatmarkt und im Digitalgeschäft. Der Webshop wurde erst im September runderneuert und mit weiteren Personalisierungs-Funktionen aufgewertet.

eBay möbelt Möbel-Kategorie auf:

Nach der Mode-Kategorie "Fashion Collective" probiert es eBay in den USA nun auch mit Möbeln. Die kuratierten Angebote und Händler wurden von eBay ausgewählt und profitieren von einem „Shop the Look“-Feature mit Bilderkennung. eBay nutzt dafür künstliche Intelligenz, die man sich mit dem Start-up Corrigon eingekauft hat.



TRENDS & FAKTEN

Google-Tool für Website-Test:

Das Gewicht, das Google auf die Nutzerfreundlichkeit und Geschwindigkeit mobiler Websites legt, unterstreicht nun auch ein neues Tool. Mit „Test my Site“ lassen sich grundlegende Leistungskennzahlen der Website zu ermitteln - für den Desktop, aber vor allem für Mobilgeräte. Auf Wunsch kann man eine detaillierte Auswertung anfordern.

PwC prognostiziert E-Books zweistelliges Wachstum:

Allerorts hört man von einem Ende des E-Book-Booms. Bei PricewaterhouseCoopers hört man was anderes. In deren Glaskugel steigen die E-Book-Erlöse bis 2020 von 957 Millionen Euro auf 1,76 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Wachstumsrate pro Jahr beträgt dabei 12,9 Prozent. Print werde dagegen jedes Jahr um rund 3 Prozent verlieren.


Zahl des Tages:

Jeder Dritte Deutsche kann sich (sehr) gut vorstellen, „automatische Bestellungen zu nutzen, wenn ein Produkt zu Hause ausgeht“. 42 Prozent schwebt für die Zukunft „ein digitaler Assistent vor, der automatisch die günstigsten Angebote zusammenstellt. Rund jeder Vierte hätte nichts dagegen einzuwenden, in Zukunft Beratung durch Computer, Avatare, Holografien oder Roboter zu nutzen. Die Zahlen nennt die "QVC-Zukunftsstudie Handel 2036".

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Lesetipp:

Stammdaten-Management ist so ein bisschen wie ein Puzzle mit 10.000 Teilen - meistens fehlt ein Teil. Trotzdem macht es Lust zu lesen, wie Picturepark die Rolle des Content Managements im Stammdaten-Management beim Werkzeughersteller Hilti erklärt.