Liebe Leserin, lieber Leser, 

20 Jahre ist es her, dass der amerikanische Hersteller NCR seine erste Selbstbedienungskasse Ende Januar 1998 in einem Geschäft im US-amerikanischen Bundesstaat Kansas installierte. Die ersten „Selfcheckouts“ waren sperrig, hatten den Charme von Geldautomaten und waren umständlich zu bedienen. Das ist inzwischen anders, wie man sich auf der ab heute stattfindenden Fachmesse für Informationstechnologie und Sicherheit im Handel EuroCIS in Düsseldorf überzeugen kann. Der Kunde nutzt die SB-Kassen auch, weil der Kassiervorgang „gefühlt“ schneller ist. Das stimmt objektiv betrachtet nicht. Aber wer will dem Kunden schon widersprechen, wenn er etwas gut findet. Ob gefühlt oder real: Möge sich Ihre Arbeit an diesem Dienstag wie von selbst erledigen!

Otto, Booking und ING-Diba schnell mobil:

Otto, Booking.com und ING-DiBa haben in ihren jeweiligen Branchen die besten mobilen Websites in Deutschland. Nimmt man nur den Einzelhandel, sind  es der Versender Otto und dessen Töchter bonprix und myToys vor Amazon und eBay. Herausgefunden hat das das eigenen Angaben zufolge auf „Nutzerfreundlichkeit“ spezialisierte Unternehmen cxpartners für Google und dazu knapp 500 der am häufigsten besuchten Websites der Branchen Einzelhandel, Finanzen und Reisen in Europa analysiert. Ermittelt wurde, welche mobilen Auftritte schon leistungsstark sind und bei welchen noch Optimierungsbedarf besteht.

DHL und Hermes wollen mehr Geld:

Der März scheint ein guter Monat zu sein, um die Preise zu erhöhen. Zumindest denken das wohl Logistikdienstleister. Hermes Deutschland erhöht zum 1. März die Versandpreise für geschäftliche Auftraggeber um durchschnittlich 4,5 Prozent. Außerdem will das Unternehmen für die Monate November und Dezember einen zusätzlichen Peak-Zuschlag pro Sendung einführen, meldet die Internet World.

DHL verlangt von Händlern ab dem 1. März pro Paket eine Nachnahmegebühr von 5,60 Euro (zzgl. MwSt.) – und zwar zusätzlich zum Paketpreis, so der Shopbetreiber-blog. Darin sind dann auch die 2 Euro „Übermittlungsentgelt“ enthalten, die bislang der Empfänger direkt an den Paketboten gezahlt hat. Am E-Commerce-Umsatz beträgt der Anteil der Nachnahme laut EHI Retail Institute rund 2 Prozent. 


Saturn bietet Mietservice:

Mieten statt kaufen wird immer beliebter. Und so können Kunden fortan auch im Onlineshop Saturn.de rund 500 Produkte zur Miete auswählen, etwa Smartphones, Action-Cams, Notebooks oder TV. Bei dem neuen Service kooperiert Saturn laut Hotizont mit dem Berliner Fin-Tech-Startup Grover, das seit 2015 Elektronikprodukte vermietet. Saturn-Schwester MediaMarkt bietet das Mietmodell von Grover bereits seit Herbst vergangenen Jahres an.

Otto erweitert mit Google die Realität:

Otto stellt dieser Tage auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine Augmented Reality (AR)-App vor, die die Hamburger zusammen mit Google entwickelt haben. Voraussichtlich im März will der Einrichtungs-Spezialshop yourhome.de diese „yourhomeAR-App“ im Playstore für Android-Geräte veröffentlichen.

Monoqi gerettet:

Rettung kurz vor knapp: Das Berliner Startup Monoqi, das am Freitag Insolvenz angemeldet hat, hat den eingereichten Antrag zurückgezogen. Die Altinvestoren stecken wohl doch noch mal 3 Millionen Euro in die Plattform für Designmöbel. Zudem verkündet Monoqi “eine Option auf weitere 2 bis 4 Millionen Euro in Abhängigkeit von erreichten Restrukturierungszielen”, meldet Deutsche-Startups.

INTERNATIONAL

Migros kassiert in China ab:

Rösti, Zahnpasta, Duschmittel: Die Migros freut sich über einen sehr guten Start seines chinesischen Onlineshops. Dank cleverem Marketing zahlen die Konsumenten im Reich der Mitte viel mehr als die Schweizer, schreibt der Tagesanzeiger.>

Walmarts Onlinestrategie zu verhalten:

Walmart sollte aggressiver bei der Preisgestaltung werden und/oder kostenlosen Versand anbieten. Sonst wird das nix damit, erfolgreich online Lebensmittel zu verkaufen – und schon gar nicht damit, Amazon Paroli zu bieten, fasst Marketwatch verschiedene Analystenmeinungen zusammen (englisch). Der amerikanische Einzelhandelskonzern meldete demnach für das jüngste Quartal ein E-Commerce-Umsatzwachstum von 23 Prozent, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wachstum von 50 Prozent im Quartal zuvor.


TRENDS & FAKTEN

HMD lässt Nokia-Klassiker auferstehen:

Es kommt alles wieder, das ist bei Mobiltelefonen nicht anders als bei Mode. 20 Jahre nach Vorstellung des Originals bringt der Nokia-Smartphone-Hersteller HMD Global laut t3n eine Neuauflage des kultigen Slider-Handy Nokia 8110 4G auf den Markt, mit dem Keanu Reeves einst als „Neo“ im Kinoklassiker „The Matrix“ telefonierte und das seinem niedlichen Beinamen „Matrix-Banane“ alle Ehre macht .Im vergangenen Jahr sorgte HDM schon einmal für Aufsehen, als das Unternehmen den kleinen, knubbeligen Handyklassiker Nokia 3310 präsentierte und mit jeder Menge aktueller Technik ausgestattet hat.

Schwedisches Bestattungsunternehmen sucht Freiwillige:

Ein bisschen ist es wie im Science-Fiction-Film „Transcendence“, bei dem der Geist von Johnny Depps Figur Will Caster in einem Computerprogramm weiterlebt: Das schwedische Bestattungsunternehmen Fenix (Phoenix) will Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um aus Toten Kopien zu entwickeln. Derzeit sucht das Unternehmen Freiwillige, die bereit sind, an der Studie teilzunehmen. Die hergestellten digitalen Replikate sollen in Erscheinung und Charakter den Toten ähneln.

Zahl des Tages:

Die Adblocker-Rate liegt aktuell bei 24,74 Prozent, meldet der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Dass jeder 4. Nutzer Werbeblocker installiert liegt wohl vor allem daran, dass es zu viele nervige und schlechte Werbung gibt. Die Coalition for Better Ads, in der der BVDW Mitglied ist, hat in einer Studie (englisch) erhoben, welche Werbeformate beim Nutzer am schlechtesten ankommen

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Wer in Deutschland Ware hat, würde sie vielleicht auch gerne an chinesische Kunden verkaufen. Dazu muss man aber erst einmal einige Herausforderungen meistern. Was Händler vor dem Einstieg in China wissen müssen.


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