Uber macht in Cargo:

Dass Uber nur der Taxidienst von Morgen sein will, das glauben wir bei etailment schon lange nicht mehr. Zu sehr wagt sich Uber mit anderen Services und Lieferdiensten in neue Domänen vor, in denen Daten eine wichtige Rolle spielen. Jüngster Vorstoß: Uber testet die Frachgutvermittlung in Hongkong und nennt es UberCargo, wenn der LKW oder LT für den Kunden seine sperrigen Güter wohin auch immer bringt.
In Washington hat der Fahrdienst unterdessen seinen im Sommer lancierten Lebensmittel-Lieferdienst "Corner Store" ausgeweitet und liefert mehr Produkte als bislang an die Kunden. Die Ausweitung zeigt sich auch im Namen: UberEssentials.
Mit Uber Fresh erprobt sich der Kurierdienst zudem als Lieferdienst für den schnellen Lunch. Für die Rocket Internet-Tochter HelloFresh, einem Koch-Abo-Service, hat Uber in einer Aktion bereits eine Obstbox zum Kunden gebracht. Für Tests hat Uber Geld satt. Für seine Welteroberungspläne hat der Kurierdienst mittlerweile 1,2 Milliarden Dollar eingesammelt - unter anderem von Google.


Jetzt lesen: Uber verfolgt One-Night-Stands, neue lokale Marktplätze.



Karstadt:

Bei Karstadt läuft demnächst ein abgewandelter Hit der Comedian Harmonists im Ladenfunk: "Kein Schwein kauft hier ein. Keine Sau interessiert sich für mich." Das Weihnachtsgeschäft - verhagelt. Im November und Dezember ein Umsatzrückgang von rund sechs Prozent. Das schrieb Vorstand Miguel Müllenbach den Mitarbeitern. Argument für weitere Kürzungen. Den Umsatzrückgang - vor allem im Textilsegment  - bezeichnete Müllenbach als "marktkonform". Stimmt. Warenhäuser sind nicht mehr "marktkonform". Immerhin verzichtete man auch auf wilde Rabatte. Hat so vielleicht ein Stück Marge retten können. Der Westen

 

Zitat des Tages: „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verkäufe in der Vorweihnachtszeit verzehnfacht“, darf Lea-Sophia Cramer, Gründerin des Erotik-Online-Shop Amorelie, in der Wirtschaftswoche jubeln. Das ist natürlich toll. Aber Weihnachten 2013 war der Shop gerade mal knapp ein Jahr alt. Da sind solche Mega-Sprünge kein Wunder angesichts der Basiszahlen. Als Zeuge für ein "Freudenfest für Deutschlands Online-Händler", wie die Wiwo meint, taugen solche Zahlen weniger.

 

Ludwig Beck:

Das Modehaus Ludwig Beck sieht den Onlinehandel angesichts "deutlicher Umsatzsteigerungen" als Wachstumsmotor. Der stationäre Handel stagniert. So bleibt Ende 2014 ein kleines Umsatzplus. Die Bruttoerlöse stiegen um 0,5% auf 102,7 Millionen Euro. Im Dezember konnten die Münchner den Umsatz nach eigenen Angaben um 8,2% steigern, berichtet die TextilWirtschaft. Bitte vergleichen Sie dazu die "marktkonforme" Entwicklung bei Karstadt. Vielleicht heißt "marktkonform" wirklich nur, dass die langweiligen und mittelmäßigen Händler weiter an Boden verlieren. Das war ganz marktkonform übrigens auch schon ohne Internet so.
 

Mornin Glory:

Der Rasierklingenabo-Anbieter Mornin’ Glory schafft mit  seiner eigenen Pflegelinie den Sprung in den österreichischen Einzelhandel. Der dm Drogeriemarkt nimmt dort Rasiergel, die Rasiercreme und  After-Shave-Balsam des Berliner Start-ups ins Sortiment auf. Die Produkte wird es auch im dm-Onlineshop geben. Anders als in Deutschland ist dm in Österreich auch mit einem Webshop präsent.

Lokale Marktplätze:

Dortmund und Duisburg wollen mit kauf-in-deiner-stadt.de in Kürze einen eigenen lokalen Marktplatz bieten und setzen dabei auf Click&Collect. Derzeit ist das ganze aber eher eine Willenserklärung. Es fehlt noch an Händlern. Auch Olpe plant entsprechende Online-Aktivtäten, berichtet Location Insider. Vorbild für die Projekte an Rhein und Ruhr sind Initiativen wie die Online-City Wuppertal.

 

Hitmeister:

Bei Hitmeister lag der Umsatz im November und Dezember in Summe 36 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Zahl nannte Gerald Schönbucher, Chef der Kölner Online-Shoppingplattform Hitmeister, der Wirtschaftswoche.

Schwab:

Seit Anfang des Jahres ist Hans van der Blij neuer Geschäftsführer beim der Otto Group-Tochter Schwab Versand. Der 58-jährige Niederländer folgt auf Daniela Angerer, die das Unternehmen Ende August 2014 verlassen hatte. Van der Blij war zuletzt im Management des niederländischen Textilhandelsunternehmens La Ligna tätig.



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Vedes:

Die Verbundgruppen EK/Servicegroup und Vedes bündeln ihre Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten in einer neuen gemeinsamen Gesellschaft, der ToyPartner Vedes/EK GmbH. Pressetext

Digitale Welt:


Uber:

Empörung in den Medien bis hin zu Panorama. Anlass: Ein PR-technisch höcht unglücklicher Blog-Beitrag von Uber, der zeigte, wie mannächtliche Fahrten der Kunden in den USA auswerten kann, um dann zu sehen, ob es sich um (mögliche) One-Night-Stands handelt. Der inzwischen entfernte Blogbeitrag "Rides of Glory" ist noch hier zu finden. Dabei ist solche Daten-Analyse nicht weiter ungewöhnlich. Etliche Dienste bis hin zu Google, allen voran auf Android-Handys, sammeln derartige Daten, um ihre Vorhersagen zu optimieren. Problematisch ist allerdings, dass Uber die Daten offenbar nicht anonymisiert hat, sondern bewusst einzelne Nutzer tracken kann. Der Blogpost, er stammte übrigens aus dem Jahr 2012.

Jet:

Marc Lore, Gründer von Diapers, will mit Jet.com Amazon neuerlich piesacken. 80 Millionen Dollar Finanzierung hat das Start-up bereits eingesammelt von dem bislang öffentlich nicht allzuviel bekannt war. Nun wird deutlich, Lore will mit Dynamic Pricing Schnäppchenjäger ansprechen, denen Schnelligkeit beim Versand nicht so wichtig ist und so Amazon - aber wohl auch den lokalen Handel unterbieten. Mit dabei sind bereits TigerDirect.com, Sears Hometown & Outlet Stores und Sony Stores. Das Marktplatz-Konzept soll sich über Mitgliedsbeiträge finanzieren: Kunden zahlen 49,99 Dollar pro Jahr, um dann Produkte kaufen zu können, die garantiert 10 bis 15 Prozent unter den Wettbewerbspreisen liegen sollen. WSJ

Macy`s:

Macy`s hat noch nicht genug von Mulitchannel-Innovationen, will 150 weitere Digitalexperten einstellen und zudem Merchandising und Marketing mit Blick auf die Multichannel-Strategie in einer Abteilung vereinen, um online und offline zu verschmelzen. Auch andere Abteilungen sollen enger zusammenrücken. MultichannelMerchant

Bezar:

Fab-Mitgründer Bradford Shellhammer plant mit Bezar ab März eine Art Fab 2.0. Seine Chance sieht Shellhammer in einen Shopping-Club für Möbel mit handverlesenen Designerstücken. Der Kniff: Flash Sales. Designer für Home, Kunst, Zubehör und Schmuck sollen ihre Neuheiten drei Tage lang in einer Art Pop-Up-Shop anbieten. Dann ist Schluss und der nächste Designer ist an der Reihe.  Fast Company

Peter Thiel:

Peter Thiel (PayPal, Facebook) nimmt mit seinem Founders Fund an einer 75 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde des Start-ups Privateer Holding teil. Klingt sehr sachlich der Name - für einen Marihuana-Vertrieb. Fortune


Digitale Trends & Fakten:



Logo des Tages:
Zalando in Frankreich verzichtet auf das fröhliche orange Icon und drückt seine Trauer über den blutigen Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" mit einer Trauerschleife im Logo aus.


Zahl des Tages: 345 Millionen Löschanträge musste Google 2014 bearbeiten Online-Marketing News


Lesetipp des Tages: Expert im Web? Eher ein Shoppingverhinderungskonzept. Neuhandeln hat sich die sogenannte Online-Offensive von Expert angesehen.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Multichannel: Wie Neiman Marcus, Macy`s und Co die Kanäle rocken

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