Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima beschäftigt sich erneut mit dem Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft. Der HDE bittet die Unternehmer herzlich darum, an der Befragungswelle teilzunehmen; denn nur so ergebe sich ein klares Bild. Gut möglich, dass Minister Habeck feststellen wird, dass die Wirtschaft weiter ist als von Politikern öffentlich angenommen. Das wäre wieder einmal eine gute Nachricht. 

///// HANDEL NATIONAL
Erdrutsch-Entscheidung: Rewe verzichtet auf Papier-Handzettel
Wie groß die Strahlkraft einer Marke ist, erweist sich immer auch in der Nachahmung ihrer Entscheidungen. Rewe hat gestern eine mit Erdrutsch-Potenzial bekanntgegeben: Ab 1. Juli 2023 werden Druck und Verteilung von Prospekten eingestellt. Bei 3.700 Rewe-Märkten bundesweit bedeutet das die Einsparung von 73-Tausend Tonnen Papier, 70-Tausend Tonnen CO2, 1,1 Mio. Tonnen Wasser und 380 Millionen kWh Energie pro Jahr. Man werde die Artikelwerbung über neue und bekannte Medien weiter ausweiten, heißt es in der Pressemitteilung

Kuno Waschmittel baut Produktion in Deutschland auf
So mancher kennt Kuno als Kartensperrsystem, immer mehr Menschen kennen aber auch Kuno Waschmittel und bestellen es online. Das Start-up aus der hessischen Wetterau verkauft bereits an 24.000 Kundinnen und Kunden, allein im vergangenen Monat kamen 1.000 dazu, berichtet die F.A.Z. in einem Unternehmensporträt. Die Besonderheit von Kuno Waschmittel: Es stammt ursprünglich aus Kanada, sieht aus wie Papierstreifen und soll nachhaltig sein, weil es unter anderen ohne Füllstoffe auskommt. Ab Frühherbst soll Kuno in einem Partnerbetrieb in Nordrhein-Westfalen produziert werden. 

Vinted will deutschen Mitbewerber Rebelle übernehmen
Gründerszene berichtet, dass die litauische Second-Hand-Plattform Vinted den Hamburger Online-Shop für Second-Hand-Designermode Rebelle übernehmen will. 30,2 Mio. Euro werden geboten. Rebelle ist an der schwedischen Börse gelistet. Vinted zählt derzeit 65 Mio. Mitglieder und vertreibt auf 16 Märkten Europas und in Nordamerika. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

UPS deckelt Amazon-Lieferungen
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat UPS diese Woche angekündigt, die Anzahl der Paketlieferungen für Amazon.com, seinem größten Kunden, nicht weiter zu erhöhen. Man wolle sich auf Sendungen mit höherem finanziellen Ertrag konzentrieren. Im 2. Quartal 2022 lag der Quartalsgewinn von UPS höher als erwartet. Dennoch befürchten Investoren aufgrund der Rückgänge im E-Commerce eine nachlassende Nachfrage. Die UPS-Aktien verlor 3,3 Prozent. 

Alibaba.com und Kyto kooperieren zum Wohle von B2B-Unternehmen
Alibaba bezeichnet sich selbst als einen der größten B2B-E-Commerce-Marktplätze der Welt. In Deutschland will der chinesische Online-Riese seine Position weiter ausbauen und kooperiert dafür ab sofort mit dem Berliner MarTech-Unternehmen Kyto. Man wolle deutschen B2B-Unternehmen die Möglichkeit geben, internationale Großhandelskunden über einen eigenen digitalen Shop auf Alibaba.com zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung. Kyto kümmert sich vor allem sich um die Listung auf Alibaba.com. 

Almdudler vergibt Lieferlogistik an Niceshops
Die österreichische Kultmarke Almdudler will mit dem steirische Online-Händler und E-Commerce-Dienstleister Niceshops neue Märkte erschließen. Im ersten Schritt übernimmt Niceshop die Lieferlogistik zum Endkunden sowie die Lagerlogistik und den internationalen Versand, inklusive Zoll und Zahlungsabwicklung. Niceshops betreibt über 40 unterschiedliche Shop-Brands und insgesamt rund 400 Onlineshops in 16 Sprachen.


///// TRENDS & TECH

Greenpeace-Studie: Die Deutschen besitzen weniger Kleidung
Im Sieben-Jahresvergleich haben sich die Kleiderschränke in Deutschland deutlich geleert (-6,4 Prozent), berichtet die Umweltorganisation Greenpeace auf der Basis einer Umfrage unter 1002 Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Außerdem seien zwei Drittel der Menschen hierzulande bereit, weniger Kleidung zu kaufen und vorhandene länger zu tragen. Mehr als die Hälfte der Deutschen praktiziere oder erkläre sich zu nachhaltigerem Umgang mit Mode bereit. Greenpeace spricht von einem neuen Bewusstsein, das sich in der steigenden Nachfrage nach Secondhand-Mode niederschlage. Auch Verleihmodell sind für die meisten Deutschen denkbar. 

Wie "buy now, pay later" zur Überschuldung junger Leute führt
Die Wochenzeitung Die Zeit beschäftigt sich mit den Nebenwirkungen neuer Möglichkeiten im Ratenkauf, wie sie beispielsweise von Zahlungsdienstleistern wie Klarna, AfterPay oder PayPal angeboten werden. Ratenkauf sei an sich nichts neues, schreiben die Autoren, doch mache er die Bezahlung für Online-Shopping zu bequem. Betroffen von Überschuldung sei vor allem die Generation Z. Lesenswert

Disivo gibt Tipps zur Preisgestaltung in Online-Shops
Nirgendwo sind die Preise so transparent wie im Internet. Das ist Segen und Fluch zugleich. Deshalb gilt es nach Ansicht von Disivo, einem Spezialisten für die dynamische Preisgestaltung im E-Commerce, im Marketing-Mix ein besonderes Augenmerk auf die Preisgestaltung zu legen. Disivo zeigt die sieben häufigsten Fehler in einer Pressemeldung auf. 

///// NACHHALTIGKEIT

Mytheresa startet Resale-Service in den USA
In Europa kooperiert der Luxusmode-Online-Händler Mytheresa bereits mit der Second-Hand-Plattform Vestiaire Collective, nun startet die Initiative auch in den USA, berichtet die Textilwirtschaft. Mytheresa erwirtschaftet 16 Prozent des Bruttowarenvolumens in den Vereinigten Staaten. Vom Second-Hand-Geschäft erhofft sich CEO Michael Kliger einen weiteren Boom.