Der HDE meldet im Konsumbarometer nach einem monatelangen Abstieg eine leichte Verbesserung der Verbraucherstimmung. Sie verbleibt auf einem niedrigen Niveau, eine kleine Aufwärtsbewegung ist aber im November zu erkennen. Die Wille der Verbraucher, im Hinblick auf Weihnachten wieder einkaufen zu gehen, wächst, doch offen ist, ob dies bis Weihnachten anhält und wie es danach weitergeht. Immerhin stellt der Verband Verbesserungen bei den Einkommens- und den Konjunkturerwartungen fest, doch die Stimmung unter den Verbrauchern hat sich nicht langfristig erholt.

///// HANDEL NATIONAL
Buero.de stockt die Zahl der gewünschten Galeria-Filialen auf
Buero.de will mehr Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof übernehmen, als ursprünglich geplant. Bislang standen 40 Geschäfte auf der Wunschliste des Online-Händlers für Bürobedarf, nun gehören 47 dazu. Nach Angaben der Tagesschau, die sich auf einen Bericht der Bild-Zeitung beruft, handelt es sich dabei vorwiegend um Kaufhäuser in mittelgroßen Städten mit bis zu 250.000 Einwohnern. Die ersten Gespräche mit dem Insolvenzberater hätten begonnen. Nach der Anmeldung des Insolvenzverfahrens in der vergangenen Woche hatte die Kaufhauskette die Schließung von rund einem Drittel der 131 Geschäfte angekündigt.


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Weniger Kunden für einen Großteil des Einzelhandels
Der Einzelhandel musste im dritten Quartal mit einem Rückgang der Kundenzahl kämpfen. Nach einer Umfrage des Ifo Instituts stellten 45,7 Prozent der Unternehmen den Besuch weniger Kunden fest. An der Spitze hätten die Möbelhändler gestanden, hier liege die Quote bei 80 Prozent. Einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen hielten sich in Folge der Inflation mit ihren Einkäufen zurück. Eine leichtere Besserung habe es dagegen bei den Lieferengpässen gegeben, die Rate sei von 76,5 auf 74,9 Prozent gesunken. Doch in einigen Branchen fürchteten die Anbieter leere Regale. Die Schwierigkeiten seien besonders im Lebensmittelhandel festzustellen, 90 Prozent der Händler meldeten Probleme, dann folgten die Baumärkte mit 86 Prozent und die Spielwarenhändler mit 62,8 Prozent.

Manomano Pro startet in Deutschland
Der Online-Shop im B2B-Sektor, Manomano Pro, ist nun auch in einer deutschen Version erreichbar. Der französische Anbieter für Produkte aus dem Bau- und Heimwerkerbedarf, Manomano, ist damit mit der Pro-Version nach seinem Ursprungsland im fünften europäischen Land aktiv. Nach der Gründung 2019 folgten 2020 Spanien und Italien, in diesem Jahr startete die britische Online-Filiale. Manomano verspricht den Kunden "passgenau zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen", die Bestellungen würden direkt an die Baustellen geliefert. Eine App ermögliche eine schrittweise Verfolgung der jeweiligen Aufträge. Manomano sieht auf dem deutschen Markt Potenzial, denn hier würden die digitalen Möglichkeiten nicht vollständig genutzt.

Windeln.de setzt den Geschäftsbetrieb fort
Am Montag hat das Amtsgericht München die Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Windeln.de bestellt. Der Online-Shop für Baby- und Kinderprodukte hatte am vergangenen Freitag wegen Liquiditätsproblemen einen Insolvenzantrag gestellt. Die Kanzlei hat nun zusammen mit der Unternehmensmitteilung mitgeteilt, dass der Geschäftsbetrieb fortgeführt wird, der Online-Shop soll "in wenigen Tagen nach Abschluss der Wartungsarbeiten wieder geöffnet sein". Für Kunden in Deutschland, der Schweiz und China seien dann wieder Einkäufe möglich. Auf Seite der Aktiengesellschaft gehe es nun darum, einen neuen Investor zu finden.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Carrefour startet Lieferungen in die Küche der Kunden
Die französische Lebensmittelhandelskette bietet den Kunden einen ausgedehnten Lieferdienst. Die bestellte Ware soll in Zukunft direkt in ihre Küchen geliefert werden, meldet die Lebensmittelzeitung. Ein entsprechendes Pilotprojekt sei gestartet. Die Technik für die Sicherheitsschlösser, durch die die Lieferanten Zugang zu den Häusern erhalten, komme von Assa Abloy. Die Kunden könnten das Schloss innerhalb eines Zeitfensters freischalten, dann werde die Ware in dieser Zeit geliefert und die Kunden über die Lieferung informiert.

Ebay UK erwartet hohe Second-Hand-Quote an Black Friday
Ebay rechnet in Großbritannien mit einer hohen Zahl an Käufen von Second-Hand-Produkten an Black Friday. Nach einer Untersuchung der Plattform wollen 52 Prozent der Konsumenten gebrauchte Ware einkaufen, meldet Channel X. Für 56 Prozent gehe es dabei primär um niedrigere Ausgaben. Die Kunden planten, in diesem Jahr die Ausgaben im Durchschnitt um mehr als 100 Britische Pfund gegenüber dem vergangenen Jahr zu senken.



///// TRENDS & TECH

Angebote für den Black Friday mehrheitlich lohnenswert
Die Kunden können bei 68 Prozent der Angebote zum Black Friday Geld sparen. Im Vergleich zu den Preisen der Vorwoche seien bei diesen Angeboten die Preise um rund 14 Prozent niedriger. Dies vermeldet das Vergleichsportal Guenstiger.de auf Basis einer Untersuchung der entsprechenden Sonderangebote. Aber bei 22 Prozent seien die Preise rund 20 Prozent höher gewesen, bei zehn Prozent hätten die Preise auf dem Niveau der Vorwoche gelegen. Das größte Sparpotenzial von rund 15 Prozent zeige sich in den Online-Shops beim Kauf von Computergeräten, Werkzeuge würden um zwölf Prozent günstiger angeboten. In weiteren Kategorien seien niedrigere Preise festzustellen, die geringsten Nachlässe von nur einem Prozent gebe es bei den Wearables. Einen Preisanstieg bis zu 15 Prozent zeige sich bei einigen Drogerieprodukten.

State Farm reicht Klage gegen Amazon ein
In den USA wartet eine Klage auf Amazon. Der Anbieter für Auto- und Hausversicherungen State Farm hat Klage gegen den Online-Konzern eingereicht. Die Vorwürfe richten sich gegen die Verletzung und das Kopieren von Patenten im Bereich der Altenpflege und Seniorenbetreuung. Amazon habe Patente des Produkts Sundial von State Farm verletzt. Dabei handele es sich um Technologien für die Hilfe älterer Menschen in ihrem Alltag. Amazon habe mit Amazon Care Hub und dem Alexa Together Service gegen sechs Patente von State Farm gehandelt. State Farm habe Sundial im Juni 2020 gestartet, Amazon habe Care Hub im folgenden November auf den Markt gebracht.

Marktplatz-Strategien: Warum die Frage Wholesale oder Dropshipping zu kurz greift
Die wenigsten Marken können heute auf den Vertrieb über die großen Online-Marktplätze verzichten. Doch was ist die beste Plattformstrategie: das traditionelle Großhandelsmodell, Dropshipping – oder die "Fulfillment by"-Konzepte der Marktplatzbetreiber? Tobias Ring von Scayle beleuchtet in einem Gastbeitrag für Etailment Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Vertriebsansätze. Warum er für Hybrid-Modelle plädiert, um das Risiko so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die Potenziale von Plattformreichweite und Kundenzugang voll auszuschöpfen, lesen Sie hier.


///// NACHHALTIGKEIT

Ein Drittel kann für den Klimaschutz aufs Online-Shopping verzichten
Der Klimaschutz hat bei der Nutzung des Internets bei vielen Menschen in Deutschland noch nicht unbedingt Priorität. Nach einer Untersuchung von Bitkom machen sich 84 Prozent der Deutschen Sorgen über den Klimawandel, bei 25 Prozent sind es große Sorgen, auf das Internet können für den Klimaschutz nur 13 Prozent verzichten. Bei den 16- bis 19-Jährigen liege die Quote bei nur einem Prozent. Der Verzicht auf ein Smartphone sei für 15 Prozent der Gesamtbevölkerung vorstellbar, beim Online-Shopping liege die Quote bei 35 Prozent. Diese liege in allen Altersgruppen auf diesem Niveau. Einen Verzicht aufs Streaming nannten 36 Prozent als mögliche Maßnahme. Der Verband rät zu einer Überprüfung des eigenen Nutzungsverhaltens und der eingesetzten Endgeräte.

Toern steht vor dem Start
Das in Hamburg ansässige Start-up Toern will im Frühjahr 2023 starten und wird dabei vom BEVH unterstützt. Das junge Unternehmen hat sich auf Lösungen für nachhaltige Retourenprozesse spezialisiert, der Verband stand bei der Gründung im Rahmen der BEVH-Nachwuchsförderung zur Seite. Im Mittelpunkt stehe der Aufbau einer White-Label SaaS-Lösung für eine nachhaltige Abwicklung von Retouren. Die Anmeldung der Rücksendungen erfolge über ein digitales Retourenportal, die Artikel würden dann für den Wiederverkauf zurück an den Online-Shop übermittelt. Im Anschluss an den Verkauf würden die Produkte an die Kunden versandt, so könnten Kosten und Emissionen gesenkt werden. Die Beta-Version soll im April 2023 online gehen.