Nie mehr schlechtes Internet! Großbritannien hat gerade das Baugesetz geändert. Demnach müssen künftig alle Neubauten in England über Breitband-Internet verfügen. Gleichzeitig wurde auch das Gesetz zur Telekom-Infrastruktur geändert: Mieter dürfen einen Breitband-Anschluss beauftragen, ohne dass Hausbesitzer dem zustimmen müssen, wie Cities-today.com berichtet. So macht dann auch der Online-Einkauf Spaß.

///// HANDEL NATIONAL
Foodist ist wieder verkauft und wird aufgesplittet
Das Food-Start-up Foodist ist an einen Private Equity Investor verkauft worden, wie Internetworld.de berichtet. Demnach soll das Eigenmarkengeschäft der Hamburger Foodist GmbH mit vorwiegend veganen Produkten von Westwing-Gründer Stefan Smalla weitergeführt werden. Der Online-Shop und das Aboboxen-Modell, mit dem Foodist 2014 gestartet war, sollen von der neuen Aboutfood GmbH betrieben werden. Foodist wurde bereits 2016 von Ströer und 2019 von Metacrew übernommen.

Schweizer Marktplatz Galaxus startet in Deutschland
Der Schweizer Online-Händler Galaxus bringt seinen Marktplatz nun auch nach Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Marktplätzen setze man auf ein kuratiertes Programm, heißt es von Galaxus. Händler müssten zu Galaxus passen und würden entsprechend ausgewählt. Grund- und Angebotsgebühren gibt es beim Galaxus-Marktplatz nicht, bezahlt wird über eine Verkaufsprovision von je nach Kategorie 7 bis 18 Prozent. In der Heimat hat der kuratierte Online-Marktplatz Galaxus seit 2016 gut 400 Händler angebunden.  Die Hälfte der fünf Millionen angebotenen Produkte komme via Marktplatz ins Sortiment, heißt es.

Fashion Cloud: Gründer gehen von Bord
Zwei der drei Gründer von Fashion Cloud gehen von Bord. Laut Textilwirtschaft.de sind CFO Martin Brücher und CTO Florian Klemt von ihren operativen Rollen zurückgetreten. Erst Ende 2022 hat das Hamburger Start-up 25 Millionen Euro Finanzierung erhalten, wie Hamburg-Startups.net berichtet. Fashion Cloud bietet eine Schnittstelle zwischen Marken und Händlern für Produktdaten, -bilder und weiteren Content.

„Metropolitan Commerce“: So könnten kleinere Händler beim Lieferservice mithalten
David gegen Goliath – das uralte Motiv eines vermeintlich Chancenlosen gegen einen übermächtigen Gegner. Im Handel ist es heute aktueller denn je: Online-Riesen setzen Standards bei Liefergeschwindigkeit und Service, bei denen kleinere Händler kaum mithalten können. Als Lösung für dieses Dilemma hat die Strategieberatung EY-Parthenon das Konzept des "Metropolitan Commerce" entwickelt. Die Idee dahinter: Einzelhändler schließen sich zusammen, um für Abwicklung und Lieferung gemeinsame Strukturen zu schaffen. Wie das in der Praxis funktionieren könnte, erläutern Ludwig Voll und Jörg Schäfer, Partner bei EY-Parthenon in einem Gastbeitrag auf Etailment.de.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Kommt Jeff Bezos als Amazon-Chef zurück?
Im Juli 2021 hatte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Konzernführung an seinen Nachfolger Andy Jassy übergeben. Seither hat sich der Aktienkurs halbiert, die größte Entlassungswelle der Geschichte steht an. Das befeuert Spekulationen, dass Bezos als Chef zurückkommen könnte. Ein New Yorker Investmentprofi hat diese offenbar geschürt, wie etwa Deadline.com berichtet.

Nochmal gut gegangen: Wieder steckte Frachter im Suezkanal
Die mit 65.000 Tonnen Getreide aus der Ukraine kommende MV Glory steckte gestern im Suezkanal fest. Schnell wurden Erinnerungen an die Ever Given im März 2021 wach, die tagelang den Kanal blockierte und damit den weltweiten Handel kräftig durcheinanderbrachte. Doch die MV Glory war schnell wieder freigeschleppt, der Verkehr lief fast reibungslos weiter, wie Middle-East-Online.com berichtet.

UPS hat Stress mit der Gewerkschaft
Der Vertrag zwischen UPS und der amerikanischen Transportarbeiter-Gewerkschaft Teamsters läuft im Juli 2023 aus. Wie Businessinsider.com berichtet, bereitet sich die Gewerkschaft, der immerhin 360.000 UPS-Fahrer und Lagermitarbeiter angehören, offenbar auf einen Streik vor, sollten die Verhandlungen nicht erfolgreich sein. Es wäre der erste seit 25 Jahren.



///// TRENDS & TECH

Clear Course übernimmt Seller-Deck
Der Payment-Anbieter Clear Course hat den britischen E-Commerce-Dienstleister Seller-Deck übernommen, wie Channelx.world berichtet. Seller-Deck bietet kleinen mit mittelständischen Händlern E-Commerce-Lösungen, die unter anderem mit Magento und Woo Commerce kompatibel sind. Die Zahlungslösung von Clear Course, Clear Accept, solle in Seller-Deck integriert werden, heißt es.

Fintech Ruuky meldet Insolvenz an
Mit einer Taschengeld-App und Social Banking wollte das Hamburger Fintech-Start-up Ruuky vor allem Jugendliche und junge Erwachsene gewinnen. Doch offenbar fanden sich keine neuen Investoren für die erst 2020 gegründete Neobank, so dass Ruuky am 4. Januar Insolvenz anmelden musste, wie Gruenderszene.de berichtet.

Einzelhandel stabil, Online-Handel schwächelt
Jetzt gibt’s auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Online-Handel in Deutschland. Einer ersten Hochrechnung zufolge ist der Einzelhandelsumsatz 2022 preisbereinigt um 0,3 Prozent gesunken, nominal dagegen um 8,2 Prozent gestiegen. Grund für die hohe Differenz ist die Inflation. Der Versand- und Interneteinzelhandel dagegen war real um 8,1 Prozent und nominal um 3,2 Prozent rückläufig.

Instagram ohne Shopping-Tab
Der Shopping-Tab fliegt von der Startseite der Instagram-App. Mit einem Update im Februar würden die Tabs am Fuße der App neu sortiert, berichtet Socialmediatoday.com. Der Shopping-Tab sei dann nicht mehr dabei. Die Schlussfolgerung: Instagram-Shopping laufe nicht so gut wie erhofft. Alle Shooping-Tools würden aber auch nach dem Update wie gewohnt unterstützt, heißt es.


///// NACHHALTIGKEIT

Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Produkte sinkt wieder
Will denn wirklich niemand etwas für Nachhaltigkeit bezahlen? Dem aktuellen Consumer Trends Report 2023 von Capgemini zufolge sind nur noch 43 Prozent der deutschen Verbraucher bereit, für ein nachhaltiges Produkt mehr zu bezahlen, 2020 waren es noch 57 Prozent. Gleichzeitig zeigt eine Studie der Boston Consulting Group, dass sich Markt für Secondhandkleidung in zwei Jahren verdreifacht hat, wie der Spiegel berichtet. So kaufen die Kunden billiger und nachhaltiger ein. Geht doch!