Innerhalb der Deliveroo-Werbekampagne "Food. We get it" können die Kunden nun im neuen Video "Decision Time" auf eine Flugreise durch das weite All der Essensangebote gehen. Eine junge Dame liegt auf ihrer Couch und scrollt über die App. Dann geht‘s los und sie fliegt mit aufgerissenen Augen vorbei an Pizzen und Hamburgern, am Ende schließlich geht es durch einen Regen von Fried Chicken. Die Auswahl sei schwer, so Deliveroo, doch der Lieferdienst helfe nicht nur dabei, sondern bringe den Kunden das Essen dann auch noch nach Hause.

///// HANDEL NATIONAL
Die GfK meldet Absturz des Konsumklimas
Nach den neuesten Zahlen der GfK bewegt sich das Konsumklima weiter nach unten. Nach einem Wert von -36,8 Punkten im September melden die Marktforscher für den Oktober -42,5. Die größte Rolle spiele hier die Verschlechterung der Einkommenserwartung um 22,4 Punkte auf -67,7 Punkte, der tiefste bisher gemessene Wert. Da keine Verringerung der Inflation absehbar sei, erwarten die Analysten in den nächsten Monaten "schwierige Zeiten" für das Konsumklima. Im Hinblick auf die schlechte Situation empfiehlt die GfK dem Handel und den Herstellern technischer Konsumgüter eine Fortsetzung ihrer Investitionen. So heißt es im neuen Report "The State of Consumer Technology & Durables", dass die Erkundung neuer Märkte ein wichtiger Ansatzpunkt sei. Im Mittelpunkt stünden auch eine Optimierung der Lieferketten, der Aufbau eines guten Produktmixes und eine Anpassung an verändertes Verbraucherverhalten.

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Neue Studie: Wie intelligente Automatisierung mit IPA, RPA und KI gelingt

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Der Bundesgerichtshof stuft ein negative Bewertung auf Ebay nicht als Schmähkritik ein
In einem Verfahren über die Revision eines Beklagten und Ebay hat der Bundesgerichtshof (BGH) positiv für den Beklagten entschieden. Dieser hatte in einer Bewertung die Formulierung "Versandkosten Wucher!" genutzt, die Ebay entfernen wollte. Nach einer Entscheidung für den Beklagten in erster Instanz und einer Änderung nach einer Revision lag das Verfahren nun beim BGH. Der BGH hat entschieden, dass Ebay keinen Anspruch darauf hat, die Bewertung zu entfernen. In den AGB bei Ebay heißt es, "die von Nutzern abgegebenen Bewertungen müssten sachlich gehalten sein". Für den Rechtsbegriff "sachlich" bezüglich der Kommentare fehlten in den AGB genaue Definitionen, so das Gericht. Die AGB enthielten keine strengeren vertraglichen Beschränkungen für die Zulässigkeit von Werturteilen über die allgemein geltenden Grenzen der Schmähkritik hinaus. Die Grenzen zur Schmähkritik würden durch die Bewertung "Versandkosten Wucher!" nicht überschritten. Eine Diffamierung der Klägerin stehe hier nicht im Vordergrund.

Flink bietet den Kunden In-App-Rezepte
Flink erweitert die Dienste auf der App mit Rezepten. Der Lieferdienst hat die am stärksten nachgefragten Produkte und Markttrends ausgewählt, erstellt werden die Rezepte nach Flink-Angaben von "Star-Köchen". Die Kunden haben über die App nun Zugriff auf 100 Rezepte, die Auslieferung der passend zum Rezept zusammengestellten Lebensmittel erfolgt innerhalb von Minuten, verspricht der Schnelllieferdienst. Mit diesen in Bezug auf Gewicht und Menge abgestimmten Lieferungen erschließt sich Flink ein neues Geschäftsfeld und macht einen Schritt auf den Markt von Hello Fresh.

Neue Anwendungen für gewerbliche Verkäufer auf Ebay
Zum Monatsende hat Ebay das Spektrum an Verkaufshilfen, das gewerbliche Verkäufer nutzen können, um einige Tools erweitert. In den Angeboten können die Händler die Kunden mit Videos über die Produkte informieren, in den Ebay-Shops geht es in den Videos um die Geschichte und Bedeutung der Marke, heißt es von Seiten Ebays. Mit Hilfe weiterer ergänzenden Funktionen sei eine individuellere Gestaltung der Shops möglich. Für die Shop-Newsletter stünden im Verkäufer-Cockpit Pro nun neue personalisierbare Vorlagen zur Verfügung. Möglich sei mit den Newsletter-Vorlagen die direkte Ansprache der Kunden, die in den vergangenen 30 oder 180 Tagen gekauft hätten. Die vollständige neue Version der Ebay-Nachrichten werde in den nächsten Wochen für die App freigeschaltet, für den Desktop gebe es eine Betaversion.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Mister Spex startet den stationären Vertrieb in der Schweiz
Mister Spex unternimmt den nächsten Schritt in der Schweiz und eröffnet in Zürich das erste Ladengeschäft. Im Schweizer E-Commerce ist der Online-Optiker bereits seit sieben Jahren tätig. Nach Angaben der Handelszeitung liegt das Geschäft unweit der Bahnhofsstraße, der Zürcher Haupteinkaufsstraße. Die Eröffnung sei für das vierte Quartal geplant. Seit dem Start des stationären Vertriebs 2016 sei der 2007 gegründete Optiker inzwischen in Deutschland, Österreich und Schweden in den Innenstädten aktiv.

Instacart will das Angebot gesunder Lebensmittel sichern
Der Lieferdienst Instacart startet in den USA das neue Programm "Instacart Health". Im Mittelpunkt sollen nach einer Meldung bei Cnet die Sicherung der Qualität der Lebensmittel, die angeboten werden, stehen. Das Konzept heiße "Lebensmittel als Medizin". Die Auswahl der richtigen Lebensmittel sei ein wichtiger Bestandteil für die Gesundheit. Mit Hilfe von "Care Carts" könnten einzelne Unterstützer und gemeinnützige Organisationen Produkte für andere Menschen bestellen. Mit "Fresh Funds" sei die finanzielle Unterstützung für die Warenbestellung möglich. 2023 solle in einigen Städten auch die Bestellung anderer Produkte für bedürftige Familien möglich werden.

Die Boohoo Group erwartet einen Umsatzrückgang
Während der Hochphase der Pandemie ging es dem Online-Kleiderhändler Boohoo gut, immer wieder gab es positive Zahlen und Zukäufe. Nun muss die Boohoo Group in Folge der Inflation, dem Nachfragerückgang und der Ängste vor einer Rezession in Großbritannien die Prognosen senken. Die erste Hälfte des Geschäftsjahres endete am 31. August, für den Umsatz gab es einen Rückgang um zehn Prozent auf 882,4 Millionen Britische Pfund, schreibt Textilwirtschaft. Für den Gewinn sei es um 90 Prozent auf nur noch 6,2 Millionen Pfund zurückgegangen. Bislang lagen die Erwartungen für den Ebitda des Gesamtjahres zwischen zwischen vier und sieben Prozent, nun kämen sie nur noch auf drei bis fünf Prozent. Statt eines Umsatzplus in Höhe von zwei Prozent gehe der Vorstand nun von einem Minus in Höhe von zehn Prozent aus.

Neue Streiks in Großbritannien
Auf den Britischen Inseln sind bereits heute einige Streiks für das nächste Quartal bekannt. Die ersten Arbeitsniederlegungen gibt es bei den Bahnbetrieben bereits am 1. Oktober, dort folgen weitere Streikrunden am 5. und 8. Oktober. Sie erstrecken sich im ganzen Land über diverse Bahnunternehmen, meldet The Telegraph. Auch in London könnte es zu Streiks bei der U-Bahn kommen, es gebe aber noch keine festen Daten. Einen großen Schwung der Streiks gibt es nach Angaben von Channel X bei der Royal Mail. Bis Weihnachten könne es insgesamt zu 19 Streiktagen kommen. Die Gewerkschaften wollten sich auf die Zeitfenster rund um Black Friday und Cyber Monday sowie in der Vorweihnachtszeit konzentrieren.



///// TRENDS & TECH

Abgestimmte Werbung durch Wetter-Targeting
Im Kleiderhandel spielen das Wetter und die passende Werbung eine wichtige Rolle. Hilfe, um hier Fehler zu vermeiden und die Kunden mit den richtigen Produkten zufrieden zu stellen, findet der Verkauf nach einem Bericht der Textilwirtschaft durch das Wetter-Targeting. Die Entwickler von GfK und Meteonomiqs, einem Tochterunternehmen von Wetter.com, seien nun einen weiteren Schritt gegangen. Grundlage bildeten Wetter-Indizes mit denen tagesaktuelle und nach Postleitzahlen angepasste Prognosen für den Absatz einer Produktkategorie möglich seien. Zusätzlich würden in den Kauf-Index die Kaufdaten aus den Datensätzen der GfK einfließen. Im Anschluss seien nach der Kombination der beiden Indizes dann Entwicklung und Einsatz der passenden Werbung möglich, erster Nutzer in der Modebranche war bereits Schiesser.

Retresco startet das Assistenzsystem Hybrid NLG
Mit dem neuen Assistenzsystem Hybrid NLG ("Hybrid Natural Language Generation") will Retresco den Kunden eine schnellere Entwicklung des Contents entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette ermöglichen. Grundlage ist dafür eine nahtlose Integration zwischen seinem Sprachmodell und der End-to-End-Textgenerierung auf Basis des Sprachmodells GPT-3, erklärt das Unternehmen. Möglich werde so mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eine Content Automation für unterschiedliche Text-Typen, Zielgruppen und Kanäle. Die komplette Content-Erstellung erfolge mit Hilfe von NLG, zur Generierung der Texte sei nur noch die Eingabe knapper Hinweise in Hybrid NLG erforderlich.

Das Einkaufsverhalten hat sich verändert
Die Bedeutung der Produktbeschreibungen nimmt beim Online-Shopping zu. Nach den Zahlen der neuen Studie von Inriver bewerten in Deutschland 83 Prozent der Kunden die Informationen über die Waren als ein wichtiges Kriterium. Dies bedeute eine Zunahme von drei Prozentpunkten im Vergleich zur Studie im vergangenen Jahr. 94 Prozent nutzten für die Sammlung der Informationen mehrere Webseiten, 86 Prozent hätten den Kauf nach schlechten Angaben über die Produkte abgebrochen. Auch hier habe es einen Anstieg gegeben, er liege bei vier Prozentpunkten. Bei jeweils 32 Prozent der Befragten lösten fehlende Informationen Ärger oder Frustration aus. Als wichtigstes Informationsmedien nannten 40 Prozent die Textform, ein Plus von sechs Prozent. Für 25 Prozent seien es Reviews und Bewertungen anderer Kunden, Bilder spielten für 22 Prozent eine wichtige Rolle, Videos landeten mit zwölf Prozent am Ende der Rangliste.


///// NACHHALTIGKEIT

Reserve Supply ist für den Ecodesign 2022 nominiert
Mit Reserve Supply hat es ein Unternehmen aus dem digitalen Handel in den Kreis der für den Bundespreis Ecodesign 2022 Nominierten geschafft. Der Preis wird jährlich von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen, in diesem Jahr am 5. Dezember in Berlin. Die neunköpfige Jury entscheidet bis dahin unter den insgesamt 28 nominierten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen über die Sieger in vier Wettbewerbskategorien. Zu den Kandidaten gehört Reverse Supply. Das IT-Unternehmen hat eine Recommerce-Plattform entwickelt und bietet den Modehändlern damit Lösungen für den Aufbau eines Scond-Hand-Shops und den nachhaltigen Umgang mit Retouren und gebrauchter Ware. Zum Leistungsspektrum gehören Einsammeln und Aufbereitung der Ware, das Einstellen in den Online-Shop und der Versand.